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E10 vs E5: Unterschied, Freigabe und Kosten erklärt

E10 vs E5: Ethanolanteil, Fahrzeugfreigabe und Mehrverbrauch erklärt, mit einer Beispielrechnung für die tatsächliche Ersparnis.

Überarbeitung vom 8. September 2026: Veraltete Märzpreise entfernt, Verbrauchsangaben eingeordnet und eine nachrechenbare Kostenformel mit Beispiel ergänzt.

Die Preis- und Verbrauchswerte der Kostenrechnung sind ausdrücklich gewählte Beispielwerte, keine aktuellen SpritFuchs-Durchschnittspreise.

Inhaltsverzeichnis

E10 vs E5: Was ist der Unterschied?

E10 vs E5 beschreibt zunächst den Ethanolanteil: E10 enthält bis zu 10 Prozent, E5 bis zu 5 Prozent. Die Ziffer bezeichnet nicht die Oktanzahl. Eine Übersicht zur Kraftstoffkennzeichnung liefert der ADAC.

Für die Entscheidung reichen zwei getrennte Prüfungen: Darf das Fahrzeug E10 tanken, und welche Sorte kostet bei seinem Verbrauch weniger je Kilometer? Der E10-oder-E5-Ratgeber mit Sparrechner hilft beim Rechnen. Dieser Beitrag erklärt die Eingaben und die Preisgrenze dahinter.

Wie prüft man die E10-Freigabe?

Maßgeblich sind die Herstellerangaben zum konkreten Fahrzeug und Motor. Die DAT-Verträglichkeitsliste führt Modelle und Ausnahmen auf. Auch die vorgeschriebene Mindestoktanzahl bleibt zu beachten.

Bei Umbauten oder unklarer Zuordnung hilft die Rückfrage beim Hersteller oder in der Werkstatt. Ein pauschales Baujahr ersetzt diese Prüfung nicht. E5 und E10 lassen sich bei E10-Freigabe mischen; fehlende Freigabe lässt sich dadurch nicht ausgleichen.

Wie hoch ist der Mehrverbrauch mit E10?

Es gibt keinen einheitlichen Prozentsatz für jedes Auto. Der ADAC beschreibt einen Prüfstandvergleich mit einem Opel Agila, bei dem E10 zu 1,5 Prozent Mehrverbrauch führte. Zugleich verweist er auf Unterschiede durch Motorregelung und Fahrbedingungen. Das einzelne Testergebnis ist deshalb keine allgemeine Obergrenze.

Für eine eigene Kostenabschätzung kann man verschiedene Verbrauchsannahmen durchspielen. Der folgende Vergleich setzt 1,5 Prozent an. Das ist eine Rechenannahme für dieses Beispiel und keine Messung am Fahrzeug des Lesers.

Wann spart E10 tatsächlich Geld?

E10 spart Kraftstoffkosten, wenn sein Literpreis multipliziert mit seinem Verbrauch niedriger ausfällt als derselbe Wert für E5. Alle Preise in der folgenden Tabelle sind frei gewählte Beispielwerte.

GrößeSuper E5Super E10
Angenommener Literpreis1,80 €1,74 €
Verbrauch je 100 Kilometer6,00 Liter6,09 Liter
Kraftstoffkosten je 100 Kilometer10,80 €10,60 €

Die Rechnung für E5 lautet 6 × 1,80 € = 10,80 €. Bei E10 ergibt sich der Verbrauch aus 6 × 1,015 = 6,09 Litern. Multipliziert mit 1,74 € sind das 10,5966 €, gerundet 10,60 €.

Die Ersparnis beträgt ungerundet 0,2034 € je 100 Kilometer. Bei angenommenen 12.000 Kilometern im Jahr ergibt das 120 × 0,2034 € = 24,408 €, also 24,41 €. Für die Jahresrechnung wurde erst am Ende gerundet.

Wichtig ist die Bezugsgröße. Ein Vergleich zweier gleich großer Tankfüllungen berücksichtigt den unterschiedlichen Verbrauch nicht. Für den Kostenvergleich zählt dieselbe gefahrene Strecke.

Wie groß muss der Preisabstand sein?

Bei 1,5 Prozent angenommenem Mehrverbrauch lautet die Preisgrenze für E10: E5-Literpreis geteilt durch 1,015. Im Beispiel ergibt 1,80 € ÷ 1,015 rund 1,7734 € pro Liter. E10 muss günstiger sein, damit die Rechnung aufgeht.

Kostet E10 stattdessen 1,79 €, entstehen bei 6,09 Litern Verbrauch 10,9011 € je 100 Kilometer. Das wären rund 0,10 € mehr als mit E5. Schon dieser zweite Fall zeigt, warum eine feste Sparzusage unpassend wäre.

Die veröffentlichten E10-Preise und Super-E5-Preise dienen zur Orientierung. Für die eigene Rechnung sollten die Angebote derselben Station und desselben Zeitpunkts verglichen werden. Bei SpritFuchs außerdem den sichtbaren Datenstand beachten: Die Preise stammen aus nächtlichen Importen.

Wie nutzt man den Vergleich beim nächsten Tankstopp?

Tragen Sie nach geklärter Freigabe den Preisabstand und eine passende Verbrauchsannahme in den Sparrechner ein. Prüfen Sie auch, wie sich das Ergebnis bei höherem Mehrverbrauch verändert.

Das Tankstellenverzeichnis führt zu den lokalen Angeboten. Die nationale Preisübersicht zeigt den größeren Zusammenhang. Ein Preisumweg verursacht eigene Fahrtkosten; dafür gibt es den Umweg-Rechner.

Die Rechnung lässt sich mit jedem Preisniveau wiederholen. Setzen Sie vor jedem Vergleich die tatsächlich angebotenen Preise ein. Das Ergebnis gilt für diese Preise und die gewählte Verbrauchsannahme.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen E10 und E5?

Die Zahl nennt den maximalen Ethanolanteil: bis zu 10 Prozent bei E10 und bis zu 5 Prozent bei E5. Sie ist keine Angabe zur Oktanzahl.

Wie prüfe ich, ob mein Auto E10 verträgt?

Prüfen Sie die Bedienungsanleitung und die Herstellerangaben für das konkrete Modell und den Motor. Die DAT stellt eine Verträglichkeitsliste bereit. Bei unklarer Freigabe den Hersteller oder die Werkstatt fragen.

Verbraucht jedes Auto mit E10 mehr?

Ein einheitlicher Mehrverbrauch lässt sich nicht zusagen. Der ADAC ermittelte in einem benannten Prüfstandvergleich 1,5 Prozent Mehrverbrauch. Fahrzeugtechnik und Fahrbedingungen beeinflussen das Ergebnis.

Ab welchem Preisunterschied lohnt sich E10?

Vergleichen Sie Literpreis mal Verbrauch je 100 Kilometer. Bei angenommenen 1,5 Prozent Mehrverbrauch und einem E5-Preis von 1,80 € liegt die rechnerische E10-Preisgrenze bei rund 1,7734 € pro Liter. Unterhalb dieser Grenze ist E10 im Beispiel günstiger.

Kann man E5 und E10 mischen?

Bei einem für E10 freigegebenen Fahrzeug ist das möglich. Die vorgeschriebene Mindestoktanzahl muss ebenfalls eingehalten werden. Eine Mischung ersetzt keine fehlende E10-Freigabe.

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