Marken-Ranking Tankrabatt-Endspurt: JET vor Aral und Shell
Marken-Ranking Juni 2026: Beim Diesel liegen zehn Cent zwischen günstigster und teuerster Marke. JET, STAR und HEM führen, Aral und Shell sind teuer.
Überarbeitung vom 17. September 2026: Rechenbeispiele in Kurzfassung und Text an die Tabelle angeglichen, Titel berichtigt, unbelegte Ursachenbehauptungen entfernt oder als mögliche Erklärung gekennzeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Welche Tankstellenmarke ist im Juni 2026 am günstigsten?
- Die günstigste bundesweit dichte Marke ist JET mit 1,741 € pro Liter Diesel, bei 717 Stationen ein flächendeckendes Netz.
- Die teuerste Marke ist AGIP ENI mit 1,803 € Diesel, gefolgt von ARAL mit 1,795 und Shell mit 1,785 €.
- Zwischen JET und ARAL liegen 5,4 Cent pro Liter, pro 50-Liter-Tankfüllung 2,70 € Ersparnis bei gleicher Strecke.
- ARAL betreibt mit 2.459 Stationen das mit Abstand größte Netz Deutschlands und ist gleichzeitig die teuerste der drei großen klassischen Marken.
- Bei Shell ist der Liter Diesel zwischen Ende April und der Juni-Woche um 42,6 Cent gesunken, der größte Rückgang im Vergleich.
- Bei ESSO waren es im selben Zeitraum 38,4 Cent: gut vier Cent weniger als bei Shell und der kleinste Rückgang unter den großen Anbietern.
- Bei E10 ist die Reihenfolge fast identisch: JET (1,801) und STAR (1,806) führen, ARAL (1,853) und AGIP ENI (1,858) schließen das Feld.
Drei Cluster: Discount, Mittelfeld, Premium
Die 22 ausgewerteten Marken zerfallen sauber in drei Preisbänder. Im Discount-Band liegen die Marken zwischen 1,70 und 1,75 € Diesel: ED an der Spitze mit 1,703 €, dann OIL!, JET, STAR und HEM zwischen 1,739 und 1,744 €. ED ist mit 98 Stationen ein Nischenanbieter im Münsterland und im westlichen Niedersachsen; dort tankt man im Schnitt 3,8 Cent günstiger als bei JET. JET ist die Marke mit der breitesten geografischen Abdeckung in diesem Cluster: 717 Stationen entlang fast aller großen Bundesstraßen und Autobahnen.
Das Mittelfeld zwischen 1,75 und 1,77 € besetzen Q1, BayWa, Westfalen, Raiffeisen, CLASSIC, bft, AVIA, Sprint, die Freie Tankstelle und Hoyer. Hier finden sich überwiegend mittelständische Marken, regional konzentrierte Ketten und Verbundgruppen unabhängiger Stationen. Einen Städtevergleich mit weiteren Details bietet unser Städtevergleich. Mehr zum Unterschied zwischen den freien und den großen Markennetzen steht im SpritFuchs-Erklärstück freie vs. Markentankstellen.
Das Premium-Band beginnt bei TotalEnergies mit 1,771 € und endet bei AGIP ENI mit 1,803 €. Dazwischen liegen ESSO, Shell und ARAL. Auffällig: Die drei klassischen deutschen Marktführer Aral, Shell und ESSO sind in dieser Auswertung allesamt im teuersten Drittel, obwohl sie zusammen über 5.600 Stationen betreiben, also fast ein Drittel aller deutschen Tankstellen. Wer bei einer der drei tankt, zahlt im Schnitt zwischen 4,3 und 5,4 Cent mehr pro Liter als bei JET. Der Kraftstoff ist nach denselben Vorgaben genormt: Die Norm DIN EN 590 für Diesel und EN 228 für Super gilt überall identisch.
Vollständige Markenrangliste Juni 2026
Unser laufend aktualisiertes Marken-Ranking zeigt dieses Bild auch außerhalb dieser Momentaufnahme. Die folgende Tabelle zeigt alle 22 Marken mit mindestens 100 Preisbeobachtungen in der Woche vom 13. bis 20. Juni 2026, sortiert nach dem ungewichteten Diesel-Mittelwert. Spalte „Δ JET“ weist den Aufschlag in Cent pro Liter gegenüber der günstigsten bundesweit dichten Marke aus.
| # | Marke | Stationen | Diesel (€) | E10 (€) | Super E5 (€) | Δ JET (ct) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ED | 98 | 1,703 | 1,771 | 1,831 | −3,8 |
| 2 | OIL! | 194 | 1,739 | 1,803 | 1,863 | −0,2 |
| 3 | JET | 686 | 1,741 | 1,801 | 1,861 | 0,0 |
| 4 | STAR | 481 | 1,742 | 1,806 | 1,865 | +0,1 |
| 5 | SB | 188 | 1,743 | 1,806 | 1,866 | +0,2 |
| 6 | HEM | 390 | 1,744 | 1,809 | 1,868 | +0,3 |
| 7 | Q1 | 110 | 1,745 | 1,816 | 1,872 | +0,4 |
| 8 | BayWa | 51 | 1,746 | 1,807 | 1,859 | +0,5 |
| 9 | Westfalen | 152 | 1,751 | 1,816 | 1,874 | +1,0 |
| 10 | Raiffeisen | 314 | 1,751 | 1,822 | 1,875 | +1,0 |
| 11 | CLASSIC | 173 | 1,752 | 1,821 | 1,880 | +1,1 |
| 12 | bft | 356 | 1,754 | 1,819 | 1,874 | +1,3 |
| 13 | AVIA | 602 | 1,758 | 1,817 | 1,875 | +1,7 |
| 14 | Sprint | 96 | 1,761 | 1,822 | 1,881 | +2,0 |
| 15 | Freie Tankstelle | 133 | 1,762 | 1,827 | 1,879 | +2,1 |
| 16 | Hoyer | 92 | 1,763 | 1,823 | 1,883 | +2,2 |
| 17 | team | 66 | 1,769 | 1,841 | 1,901 | +2,8 |
| 18 | TotalEnergies | 746 | 1,771 | 1,833 | 1,893 | +3,0 |
| 19 | ESSO | 1.061 | 1,784 | 1,851 | 1,896 | +4,3 |
| 20 | Shell | 1.626 | 1,785 | 1,847 | 1,907 | +4,4 |
| 21 | ARAL | 2.157 | 1,795 | 1,853 | 1,913 | +5,4 |
| 22 | AGIP ENI | 473 | 1,803 | 1,858 | 1,918 | +6,2 |
Spalte „Stationen“ zählt die Zahl der Stationen, von denen im Auswertungszeitraum tatsächlich Preise eingingen. Sie liegt leicht unter der Gesamtzahl der gemeldeten Standorte, da Stationen, die nur ein- oder zweimal in der Woche meldeten, herausgefiltert wurden.
Tankrabatt-Pass-through: Wer hat seit Mai am meisten gesenkt?
Spannender als die reine Rangliste ist die Frage, wie viel jede Marke seit Beginn des Tankrabatts am 1. Mai 2026 vom Liter abgenommen hat. Die Energiesteuer-Senkung beträgt 14,04 Cent netto, brutto entspricht das einem Spielraum von rund 16,7 Cent pro Liter. Parallel ist der Brent-Rohölpreis von rund 110 Dollar Ende April auf zuletzt knapp 80 Dollar pro Barrel gefallen, was nach unserer Überschlagsrechnung noch einmal etwa 17 bis 20 Cent Pass-through erlaubt hätte. Zusammengenommen ergibt das rund 33 bis 37 Cent rechnerische Senkung; die gemessenen Diesel-Werte liegen darüber, die E10-Werte darunter.
| Marke | Diesel Ende April (€) | Diesel Juni-Woche (€) | Senkung Diesel (ct) | Senkung E10 (ct) |
|---|---|---|---|---|
| Shell | 2,211 | 1,785 | −42,6 | −25,9 |
| STAR | 2,160 | 1,742 | −41,8 | −25,5 |
| HEM | 2,158 | 1,744 | −41,3 | −25,4 |
| JET | 2,152 | 1,741 | −41,1 | −25,3 |
| TotalEnergies | 2,181 | 1,771 | −41,0 | −25,2 |
| ARAL | 2,196 | 1,795 | −40,1 | −24,6 |
| AGIP ENI | 2,203 | 1,803 | −40,0 | −25,6 |
| AVIA | 2,155 | 1,758 | −39,8 | −24,9 |
| ESSO | 2,168 | 1,784 | −38,4 | −22,3 |
Die Bandbreite ist auffällig schmal: Die meisten großen Marken liegen innerhalb von zwei Cent. Shell führt mit 42,6 Cent Diesel-Senkung knapp vor STAR und HEM. ESSO bildet das Ende der Tabelle: 38,4 Cent Senkung beim Diesel, 22,3 Cent beim E10, rund drei Cent unter dem Mittelwert der übrigen Marken. Beim absoluten Preis liegt ESSO in der Juni-Woche mit 1,784 € dennoch knapp unter Shell (1,785 €), weil Shell Ende April von einem höheren Niveau kam. Das Bild deckt sich mit unserer Bilanz nach drei Wochen Tankrabatt aus dem Mai.
Eine Einordnung gehört dazu: Die Differenz von 42,6 zu 38,4 Cent ist nicht der Tankrabatt allein, sondern die Summe aus Tankrabatt-Weitergabe und Brent-Reaktionsgeschwindigkeit. Beide Effekte sind in der Praxis nicht sauber zu trennen. Fest steht nur der gemessene Unterschied: Bei ESSO ist der Dieselpreis seit Ende April weniger gesunken als bei Shell, Aral oder JET.
Was erklärt die Markenunterschiede?
Drei Treiber dürften zusammenwirken. Der erste ist die Standortstrategie: Aral, Shell und ESSO besetzen seit Jahrzehnten die hochfrequentierten Lagen wie Autobahnausfahrten, Stadtzufahrten und prominente Kreuzungen in Großstädten. Hohe Pacht und große Shopflächen treiben die Betriebskosten, was in den Spritpreis durchschlagen dürfte. JET, STAR und HEM sitzen häufig im Gewerbegebiet, am Stadtrand oder an Tank-Shop-Hybriden mit minimalem Service.
Der zweite Treiber ist die Bezugsstruktur. Die Bundeskartellamts-Sektoruntersuchung hat dokumentiert, dass wenige große Mineralölkonzerne den deutschen Kraftstoffmarkt dominieren. Freie Tankstellen und Discount-Marken beziehen ihren Kraftstoff über die ARA-Häfen oder direkt von Raffinerien, manchmal zu höheren Listenpreisen, häufig aber mit knapper kalkulierten Tagesmargen, um Volumen zu sichern.
Der dritte Treiber ist die Region. Im Saarland kostet der Liter Diesel im Auswertungszeitraum im Schnitt 1,727 €, in Schleswig-Holstein 1,804 €, eine Spanne von 7,7 Cent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland. Wo eine Marke ihre Stationen hat, beeinflusst deshalb auch ihren bundesweiten Mittelwert.
Ein vierter, oft unterschätzter Faktor ist die Treueprogramm-Logik. Aral verrechnet Payback-Punkte, Shell die Clubsmart-Karte. Diese Programme erlauben den großen Marken, einen Teil der Marge in ein gestaffeltes Rabattsystem umzulenken: Mit der Bonuskarte kommt man bei Aral rechnerisch näher an JET heran, aber nur, wenn die Punkte gesammelt und eingelöst werden. Ohne Karte zahlt man den vollen Listenpreis, und genau dieser fließt in die SpritFuchs-Mittelwerte ein, weil die MTS-K-Meldung den Bruttopreis am Schild abbildet. In der Praxis heißt das: Die hier gezeigten 5,4 Cent Aufschlag zwischen JET und Aral sind die Realität für Gelegenheitstanker; Vielfahrer mit ausgereiztem Bonuskonto können den Abstand verringern.
Wie wurden die Daten ausgewertet?
Die Auswertung umfasst die sieben Tage vom 13. bis 20. Juni 2026, die Woche, in der der Tankrabatt auf seine letzten zehn Tage zugeht. Grundlage sind die Tagesdaten aus der nächtlichen Datenlieferung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt, die SpritFuchs jede Nacht in eine eigene Datenbank einspielt und auf der nationalen Preisübersicht auswertet. Insgesamt fließen rund 60.000 Diesel- und E10-Preisbeobachtungen von 22 Tankstellenmarken ein, gefiltert auf Stationen, die im Zeitraum mindestens einmal pro Tag gemeldet haben.
Pro Marke betrachten wir den ungewichteten Mittelwert über alle Stationen und alle Tage. Das ist die saubere Messgröße, wenn man die Frage „Wie viel kostet der Liter im Schnitt, wenn man eine bestimmte Marke ansteuert?“ beantworten will. Für die Tankrabatt-Pass-through-Tabelle vergleichen wir denselben Mittelwert mit der letzten April-Woche (25. bis 29. April 2026), also der Woche vor dem Inkrafttreten der Energiesteuer-Senkung am 1. Mai. Marken mit weniger als 100 Preisbeobachtungen werden ausgeschlossen, damit Ausreißer einzelner Stationen das Bild nicht verzerren.
Wo tankt man vor dem Tankrabatt-Ende am 30. Juni günstig?
Zehn Tage trennen den Markt noch vom 30. Juni 2026, dem letzten Tag der Energiesteuer-Senkung. Ab dem 1. Juli kommen brutto rund 16,7 Cent pro Liter wieder oben drauf; bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das 8,35 €, die man mit dem richtigen Stichtag spart. Wer den Endspurt clever fährt, kombiniert drei Hebel: Marke, Region und Zeitfenster.
Marke: Die SpritFuchs-Daten der Woche vom 13. bis 20. Juni zeigen JET, STAR und HEM als die günstigsten bundesweit dichten Anbieter. Liegt eine Aral- oder Shell-Station auf der Route, lohnt vor dem Tanken ein kurzer Blick, ob nicht eine JET- oder STAR-Station im Umkreis von zwei bis drei Kilometern liegt. Bei 5,4 Cent pro Liter Spread rechnet sich der Umweg ab ungefähr fünf Kilometern Strecke nicht mehr, darunter sehr wohl. Region: Im Südwesten (Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) kostet der Liter zwei bis sieben Cent weniger als im Norden. Vor Pendelstrecken nach Hamburg, Bremen oder Schleswig-Holstein tankt man am besten noch im Süden voll. Zeitfenster: Spätestens am Vormittag des 30. Juni, einem Dienstag, sollte der Tank voll sein. Vergleichen Sie jetzt die Preise an Ihren Pendelstationen, planen Sie Ihre Tankstopps der nächsten zehn Tage und nutzen Sie den Tankrabatt-Endspurt, bevor der Aufschlag kommt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Tankstellenmarke ist im Juni 2026 am günstigsten?
Im Auswertungszeitraum 13. bis 20. Juni 2026 ist ED mit 1,703 Euro pro Liter Diesel die günstigste Marke in unseren Daten – das Netz umfasst aber nur 98 Stationen, überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Unter den bundesweit dichten Marken liegt JET mit 1,741 Euro vorn, dicht gefolgt von STAR mit 1,742 Euro und HEM mit 1,744 Euro. Wer eine Marke mit flächendeckendem Netz sucht, fährt mit JET am günstigsten.
Warum sind Aral und Shell teurer als JET, STAR und HEM?
Aral und Shell zielen mit Service, größerem Shopangebot, Treueprogrammen wie Payback oder Shell Clubsmart und höheren Autobahn-Standortkosten auf eine zahlungsbereitere Kundschaft. Discount-Marken wie JET und STAR verzichten weitgehend auf Zusatzleistungen und positionieren sich konsequent über den Preis. Die Position der beiden Marktführer am oberen Preisrand ist seit der Sektoruntersuchung Kraftstoffe des Bundeskartellamts strukturell dokumentiert und über die Jahre stabil.
Welche Marke hat den Tankrabatt seit dem 1. Mai 2026 am stärksten weitergegeben?
Im Vergleich der Diesel-Durchschnittspreise der letzten April-Woche mit der Woche vom 13. bis 20. Juni führt Shell die Pass-through-Rangliste mit minus 42,6 Cent an, gefolgt von STAR mit minus 41,8, HEM mit minus 41,3 und JET mit minus 41,1 Cent. ESSO schneidet mit minus 38,4 Cent am schlechtesten ab – gut vier Cent weniger Senkung als Shell. Die Gesamt-Differenz enthält neben dem Tankrabatt von rund 17 Cent brutto auch den parallelen Brent-Rückgang von 110 auf rund 80 Dollar pro Barrel.
Lohnt sich der Umweg zur günstigsten Marke?
Zwischen JET und Aral liegen pro Liter Diesel 5,4 Cent – auf eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,70 Euro. Der Umweg lohnt sich ab etwa fünf zusätzlichen Kilometern bereits nicht mehr, wenn man die Spritkosten einrechnet. Sinnvoll ist der Markenwechsel vor allem, wenn die günstigere Station ohnehin auf der Strecke liegt – etwa nahe der Autobahnausfahrt, im Gewerbegebiet oder auf dem Heimweg vom Pendeln.
Wo sollte man vor dem Tankrabatt-Ende am 30. Juni 2026 tanken?
Spätestens am Vormittag des 30. Juni 2026, einem Dienstag, sollte der Tank voll sein. Ab dem 1. Juli läuft die Energiesteuer-Senkung von 14,04 Cent netto aus, brutto entspricht das einem Aufschlag von rund 16,7 Cent pro Liter – bei einer 50-Liter-Tankfüllung also rund 8,35 Euro. Die günstigste Variante: vormittags eine JET-, STAR- oder HEM-Station in einem südwestlichen Bundesland wie Saarland oder Rheinland-Pfalz ansteuern.
Wie groß ist der Preisunterschied zwischen den Bundesländern Mitte Juni 2026?
Vom Saarland mit 1,727 Euro pro Liter Diesel bis Schleswig-Holstein mit 1,804 Euro liegen 7,7 Cent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland. Diese Spanne addiert sich auf die Markenunterschiede: Ein Liter Diesel kann bei einer ungünstigen Kombination aus Marke und Region gut zwölf Cent teurer sein als bei einer günstigen Kombination.
Sind die SpritFuchs-Daten repräsentativ für alle deutschen Tankstellen?
Die Auswertung basiert auf 60.000 bis 90.000 Preisbeobachtungen pro Woche von rund 14.800 aktiv meldenden Stationen. Quelle ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt – dieselbe Datenbasis, die auch ADAC, clever-tanken und Tankerkönig nutzen. Bei den großen Marken Aral, Shell und ESSO sind über 1.000 Stationen pro Marke in der Auswertung; bei BayWa, Sprint oder ED ist die Stichprobe kleiner, aber die Werte sind über die ganze Woche aggregiert.
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Freie Tankstellen sind im Schnitt günstiger als Markentankstellen, bei gleicher Normqualität (DIN EN 228 und DIN EN 590). Unter den Marken ist Jet bei Super E10 knapp 6 Cent günstiger als Shell und Aral, freie Anbieter liegen meist noch knapp darunter: drei bis vier Euro pro 50-Liter-Füllung. Am günstigsten tankt man vormittags kurz vor 12 Uhr.
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Drei Wochen nach Start des Tankrabatts liegt Diesel im Bundesschnitt bei 1,937 Euro – 25,8 Cent unter dem Niveau vom 30. April. E10 fiel im selben Zeitraum nur um 13,5 Cent auf 1,971 Euro und blieb damit sogar unter der theoretischen Steuerentlastung von 16,7 Cent. Größter Profiteur sind Diesel-Fahrer in Hamburg (-30,1 Cent), das Schlusslicht bilden Bayern (-20,2 Cent) und Baden-Württemberg (-21,4 Cent) – beide Bundesländer waren vorher schon vergleichsweise günstig und hatten weniger Spielraum nach unten. STAR, Shell und TotalEnergies haben die größten Diesel-Senkungen weitergegeben, ESSO fällt mit nur 8,3 Cent Diesel-Rückgang und einer leichten E10-Erhöhung aus dem Rahmen.
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Tankrabatt-Endspurt: Vier Wochen bis zum Ende am 30. Juni
Der Tankrabatt endet am 30. Juni 2026 – Autofahrer haben noch 26 Tage, bevor die Energiesteuer wieder um 14,04 Cent pro Liter ansteigt und der Bruttopreis an der Zapfsäule um rund 16,7 Cent zulegt. Aktuell liegt Diesel im SpritFuchs-Median über Berlin, München und Hamburg bei 1,854 Euro, E10 bei 1,869 Euro – parallel klettert Brent wieder auf 97,24 US-Dollar. Wer planen kann, sollte den letzten Volltank-Termin Ende Juni vormerken.