Spritpreise diese Woche: Brent springt 10 Dollar
Spritpreise diese Woche kaum verändert: Brent legt rund 10 Dollar zu, Diesel bleibt bei 2,200 €, und Niedrigwasser am Rhein spaltet die Regionen.
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Warum bleiben die Spritpreise diese Woche trotz Brent-Sprung stabil?
Die Spritpreise diese Woche haben sich kaum bewegt: Diesel kostet im Bundesschnitt 2,200 €, Super E10 liegt bei 2,125 €. Beide Sorten sind damit praktisch so teuer wie in der Vorwoche, obwohl Rohöl der Sorte Brent binnen sieben Tagen um rund 10 Dollar zulegte. Nach ADAC-Erhebung vom 12. August fiel Diesel gegenüber der Vorwoche um 0,4 Cent (von 2,204 €), Super E10 um 0,3 Cent (von 2,128 €). Für Autofahrer sieht das nach Ruhe aus, unter der Oberfläche steht der Markt aber unter Druck.
Der Grund für die scheinbare Gelassenheit ist der Blickwinkel. Ein Wochenschnitt ist ein Rückspiegel: Er mittelt die Tage vor der Erhebung und reagiert deshalb träge auf frische Bewegungen am Rohölmarkt. Brent kletterte in derselben Woche von rund 79 auf gut 89 Dollar je Barrel, der Aufschlag ist an der Säule aber noch nicht vollständig angekommen. Genau diese Verzögerung kennt man vom umgekehrten Fall, wenn fallende Notierungen nur langsam beim Endkunden landen. Diesmal läuft die Trägheit gegen den Verbraucher.
Dass es dabei nicht bleibt, zeigen die Frühwerte vom Mittwoch. Bis 8 Uhr lag Diesel dem ADAC zufolge um 5,7 Cent, Super E10 um 2,6 Cent über dem Vortag zur gleichen Zeit. Der Verband nennt das Preisniveau ohnehin schon seit Wochen zu hoch. Der Abstand zwischen Diesel und Super E10 liegt aktuell bei 7,5 Cent und damit praktisch unverändert gegenüber den 7,6 Cent Diesel-Aufschlag der Vorwoche; das teurere Diesel bleibt im Sommer 2026 der Normalzustand.
Was hat das Niedrigwasser am Rhein mit den Spritpreisen zu tun?
Das Niedrigwasser am Rhein verteuert das Tanken regional, weil es die Logistik verteuert. Die anhaltende Trockenheit hat die Pegel so weit gedrückt, dass Tankschiffe nur noch teilbeladen fahren dürfen. Weniger Ladung pro Fahrt bedeutet höhere Transportkosten je Liter, und diese Kosten schlagen dort durch, wo Raffinerien und Lager am Rhein hängen: im Westen und Südwesten der Republik.
Sichtbar wird das an der Spanne zwischen den Regionen. Der ADAC beziffert den Abstand zwischen der günstigsten und der teuersten Region bei Benzin auf rund 7 Cent, bei Diesel auf bis zu 8 Cent. Nordrhein-Westfalen und Hessen liegen bei beiden Sorten im oberen Bereich, während Bayern derzeit spürbar günstiger tankt. Für die Spritpreise diese Woche heißt das: Der Bundesschnitt erzählt nur die halbe Geschichte, das eigene Bundesland kann mehrere Cent daneben liegen. Wer die Preise in einem der teureren Länder wie Nordrhein-Westfalen vergleicht, spart mit etwas Umsicht mehr als andernorts. Umgekehrt profitiert, wer wie in Bayern ohnehin auf der günstigeren Seite steht.
Was kostet Diesel gerade in Berlin, München und Hamburg?
In den drei größten Städten liegt Diesel etwas unter dem Bundesschnitt. Der folgende SpritFuchs-Puls (Stand 13. August 2026) zeigt die Median-Preise im 10-Kilometer-Umkreis um das jeweilige Stadtzentrum; er ist eine Momentaufnahme aus drei Städten, keine bundesweite Statistik.
| Stadt | Diesel (Median) | Super E5 (Median) | Stationen |
|---|---|---|---|
| Berlin | 2,179 € | 2,139 € | 150 |
| München | 2,149 € | 2,159 € | 127 |
| Hamburg | 2,209 € | 2,169 € | 142 |
Wann tankt man diese Woche am günstigsten?
Am Vormittag, und in dieser Woche eher früh. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben; über den Tag sinken sie dann in mehreren Stufen wieder. Das Fenster zwischen 8 und 11 Uhr ist deshalb verlässlich die günstigste Zeit, oft drei bis fünf Cent unter dem Nachmittag. Solange die Brent-Weitergabe läuft, kommt ein zweiter Effekt hinzu: Jeder Tag ohne Tankstopp erhöht das Risiko, dass der nächste 12-Uhr-Schritt bereits den höheren Rohölpreis einpreist. Wer den Tank ohnehin leert, füllt in dieser Lage besser früher als später.
Der größte Hebel bleibt aber der Ort, nicht die Uhrzeit. Der Abstand zwischen der günstigsten und der teuersten Station einer Stadt übersteigt an vielen Tagen die gesamte Wochenbewegung des Bundesschnitts. Ein Blick auf die aktuellen Spritpreise in Deutschland oder auf die Karte am eigenen Standort bringt mehr als jede Prognose über die nächste Notierung. Und wer den optimalen Zeitpunkt planen will, findet die Details zur Tageskurve im Ratgeber zum günstigsten Tankzeitpunkt. Die Spritpreise diese Woche mögen im Schnitt stillstehen — an der einzelnen Säule entscheidet sich das Sparen weiterhin täglich neu.
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Diesel teurer als Benzin: 7,6 Cent Aufschlag im August
Der ADAC misst am 5. August 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,204 € und damit die sechste Woche in Folge einen Anstieg, während Super E10 auf 2,128 € nachgibt. Diesel kostet jetzt 7,6 Cent mehr als Benzin, doppelt so viel Abstand wie die 5,1 Cent der Vorwoche. Der Widerspruch: Brent-Rohöl liegt bei rund 79 US-Dollar und damit etwa 17 Prozent unter dem Juli-Hoch von gut 100 US-Dollar. Im SpritFuchs-Puls aus Berlin, München und Hamburg geben die Diesel-Mediane bereits nach, während der Bundesschnitt noch steigt.
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