Benzinpreis sinkt: E10 so billig wie seit Juli nicht mehr
Benzinpreis sinkt: Super E10 kostete am 3. November 2026 im Schnitt 2,043 €, so wenig wie seit Juli nicht mehr. Diesel zieht nur zögerlich mit.
Inhaltsverzeichnis
Benzinpreis sinkt: Wie billig ist Super E10 jetzt?
Der Benzinpreis sinkt deutlich: Am Dienstag, 3. November 2026, kostete ein Liter Super E10 im Bundesschnitt 2,043 €, 4,2 Cent weniger als eine Woche zuvor. Günstiger war E10 zuletzt am 7. Juli 2026 mit 2,030 €. Super E5 fiel im selben Zeitraum ebenfalls um 4,2 Cent auf 2,100 €.
Diesel gab nur um 3,2 Cent auf 2,265 € nach. Damit ist der Abstand zwischen beiden Sorten weiter gewachsen, auf 22,2 Cent. Größer war er zuletzt am 8. April 2026. Alle Werte sind zeitgewichtete Tagesmittel aus den amtlichen Meldungen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K); neuere Tage erscheinen nach dem nächtlichen Import bei den aktuellen Spritpreisen.
Wie viel vom Ölpreis-Rückgang ist an der Zapfsäule angekommen?
Bei Super E10 sind seit dem 27. Oktober 4,2 Cent angekommen, bei Diesel 3,2 Cent. Der Rückgang beschleunigte sich ab Montag, 2. November: An diesem Tag fiel Super E10 um 2,2 Cent, am Dienstag um weitere 1,6 Cent. Diesel sank am Montag um 2,0 Cent, am Dienstag nur noch um 0,6 Cent.
| Tag (2026) | Super E10 | Diesel | Diesel teurer um |
|---|---|---|---|
| Di, 27. Oktober | 2,085 € | 2,297 € | 21,2 Cent |
| Mi, 28. Oktober | 2,075 € | 2,286 € | 21,1 Cent |
| Fr, 30. Oktober | 2,074 € | 2,283 € | 20,9 Cent |
| So, 1. November | 2,081 € | 2,291 € | 21,0 Cent |
| Mo, 2. November | 2,059 € | 2,271 € | 21,2 Cent |
| Di, 3. November | 2,043 € | 2,265 € | 22,2 Cent |
Im Wochenmittel vom 28. Oktober bis 3. November kostete Super E10 2,069 €, 2,5 Cent weniger als in der Woche davor. Diesel lag mit 2,282 € sogar 0,8 Cent höher, weil er in der Vorwoche zunächst noch unter 2,270 € gelegen hatte und erst gegen deren Ende stieg. Den längeren Verlauf beider Sorten zeigt die Preisentwicklung seit Januar.
Gegenüber dem 30. September, dem letzten Tag vor der Steuersenkung, ist Super E10 jetzt 20,3 Cent billiger, Diesel 12,8 Cent. Die Energiesteuer ist seit dem 1. Oktober 2026 und bis Jahresende um 14 Cent je Liter gesenkt, mit der Umsatzsteuer entspricht das laut Bundesregierung rund 17 Cent. Ein Maß für die Weitergabe ist dieser Vergleich nicht, denn in ihm steckt auch die Bewegung am Ölmarkt.
Warum sinkt der Benzinpreis gerade jetzt?
Weil der Ölpreis eingebrochen ist. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete in der Vorwoche zeitweise fast 117 US-Dollar, am 3. November fiel es nach Angaben von dpa-AFX zeitweise auf 100,80 US-Dollar, knapp 4 % weniger als am Vortag.
Auslöser waren Berichte über eine mögliche Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Der katarische Sender Al Araby meldete, die US-Regierung habe den Entwurf einer Absichtserklärung gebilligt; nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur IRNA gab der oberste Führer Modschtaba Chamenei „grünes Licht für Verhandlungen“. Zum Rückgang trug laut dpa-AFX auch der Kontraktwechsel zu Monatsbeginn bei. Der ADAC rechnet mit Schlusskursen: Brent habe am 3. November bei rund 104 US-Dollar geschlossen, etwa fünf Dollar unter dem Schlusskurs eine Woche zuvor; der Club und hält weitere Preissenkungen an den Tankstellen für möglich.
Der ADAC misst mit eigener Methode und meldet für den 4. November Super E10 bei 2,041 € (minus 4,3 Cent zur Vorwoche) und Diesel bei 2,260 € (minus 2,9 Cent). Die Richtung deckt sich mit den MTS-K-Tagesmitteln, direkt vergleichbar sind die Werte nicht.
Bleibt der Benzinpreis niedrig?
Das ist offen. Schon am Mittwoch, 4. November, stieg Brent wieder leicht auf 104,04 US-Dollar. Nach iranischen Angaben sollen vier Tanker in der Straße von Hormus auf Seeminen gefahren sein, berichtete dpa-AFX.
Hinzu kommt die Lage nach den US-Zwischenwahlen. Marktbeobachter verwiesen laut dpa-AFX darauf, dass die Niederlage der Republikaner die Iran-Strategie Washingtons beeinflussen könne. Der Analyst Pavel Molchanov von Raymond James sagte, die Regierung müsse nach der Wahl weniger Rücksicht auf die Treibstoffpreise nehmen. Eine belastbare Richtung lässt sich daraus nicht ableiten; der Rückgang an der Zapfsäule hängt daran, ob die Verhandlungssignale halten.
Warum wird Diesel kaum billiger?
Eine belegte Ursache für diese Woche gibt es nicht; die Daten zeigen nur, dass Diesel langsamer fällt. Vom 27. Oktober bis 3. November sank er um 3,2 Cent, Super E10 um 4,2 Cent; der Aufschlag stieg damit von 21,2 auf 22,2 Cent. Auch der ADAC sieht Diesel weiter auf einem sehr hohen Niveau, rund 22 Cent über Super E10.
Vor einer Woche hatte der Club als dieselspezifische Gründe die angespannte Lage an den internationalen Dieselmärkten und die steigende Heizöl-Nachfrage genannt; die Entwicklung bis zum 27. Oktober beschreibt unsere Auswertung Dieselpreis steigt. Ob diese Faktoren auch jetzt den Rückgang bremsen, belegen die Quellen dieser Woche nicht ausdrücklich. Die Tagesreihe zeigt, dass Diesel am 2. November fast so stark fiel wie E10, am 3. November aber kaum noch.
In welchen Bundesländern ist E10 am stärksten gefallen?
Am stärksten in Schleswig-Holstein, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Schleswig-Holstein kostete Super E10 am 3. November 6,6 Cent weniger als am 27. Oktober, in Sachsen 6,0 Cent, in Mecklenburg-Vorpommern 5,4 Cent. Bundesweit waren es 4,2 Cent.
| Bundesland | E10 am 27. Oktober | E10 am 3. November | Änderung |
|---|---|---|---|
| Schleswig-Holstein | 2,111 € | 2,045 € | −6,6 Cent |
| Sachsen | 2,078 € | 2,018 € | −6,0 Cent |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2,089 € | 2,035 € | −5,4 Cent |
| Saarland | 2,033 € | 1,984 € | −4,9 Cent |
| Nordrhein-Westfalen | 2,120 € | 2,075 € | −4,5 Cent |
| Hamburg | 2,042 € | 2,040 € | −0,2 Cent |
| Deutschland | 2,085 € | 2,043 € | −4,2 Cent |
Im Saarland lag Super E10 am 3. November mit 1,984 € als einzigem Land unter 2 €. Am teuersten blieb Nordrhein-Westfalen mit 2,075 €. Kaum bewegt hat sich Hamburg, allerdings von einem bereits niedrigen Stand: Am 27. Oktober war E10 dort schon 4,3 Cent billiger als im Bundesschnitt. Der Diesel-Aufschlag ist im Südwesten am größten: Im Wochenmittel kostete Diesel im Saarland 26,5 Cent mehr als E10, in Baden-Württemberg 26,1 Cent.
Wann tankt man E10 jetzt am günstigsten?
Kurz vor 12 Uhr. Unter der 12-Uhr-Regel (seit 1. April 2026) dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen; vom 5. Oktober bis 3. November 2026 lag Super E10 um 13 Uhr im Bundesschnitt 18,7 Cent über dem Wert von 11 Uhr, Diesel 19,1 Cent. Wie sich der Tag im Einzelnen verteilt, steht im Ratgeber Wann tanken?.
Für eine Füllung von 40 Litern E10 macht der Mittagssprung 7,48 € aus, der Rückgang der ganzen Woche dagegen 1,68 €. Die Uhrzeit wiegt damit gut viermal so schwer wie der Preisrückgang der ganzen Woche. Den E10-Schnitt nach Bundesland und seinen Verlauf zeigt die Übersicht der E10-Preise. Stand: 5. November 2026.
Wie wurden die Zahlen berechnet?
Grundlage sind die Preismeldungen von im Schnitt rund 14.600 Tankstellen an die MTS-K aus dem Tankerkönig-Datendump. Für jeden Tag wird pro Station ein zeitgewichteter Durchschnitt gebildet und daraus der Bundes- bzw. Landesschnitt. Die Wochenwerte sind Mittel der sieben Tagesmittel vom 28. Oktober bis 3. November 2026 im Vergleich zum 21. bis 27. Oktober. Die Tageszeitwerte stammen aus stündlichen Länderschnitten, gewichtet nach Stationszahl. Am Sonntag, 1. November, meldeten wie an Wochenenden üblich rund 400 Stationen weniger.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet Super E10 Anfang November 2026?
Am 3. November 2026 lag Super E10 im Tagesmittel der MTS-K-Daten bei 2,043 € je Liter. Der ADAC meldete am 4. November mit eigener Methode 2,041 €, 4,3 Cent weniger als in der Vorwoche.
Warum sinken die Spritpreise gerade?
Vor allem wegen des Ölpreises. Brent fiel am 3. November zeitweise auf 100,80 US-Dollar, nachdem Berichte über eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran die Runde machten. In der Vorwoche hatte das Barrel noch fast 117 US-Dollar gekostet.
Warum wird Diesel nicht im gleichen Maß billiger?
Diesel sank vom 27. Oktober bis 3. November nur um 3,2 Cent, Super E10 um 4,2 Cent. Der ADAC hatte zuvor auf die angespannten Dieselmärkte und die Heizöl-Nachfrage verwiesen; der Abstand zu E10 beträgt jetzt 22,2 Cent.
Wo ist E10 im November 2026 am billigsten?
Im Saarland. Dort kostete Super E10 am 3. November im Schnitt 1,984 €, als einzigem Bundesland unter 2 €. Am teuersten war Nordrhein-Westfalen mit 2,075 €.
Sollte man jetzt tanken oder noch warten?
Eine verlässliche Prognose gibt es nicht; Brent stieg schon am 4. November wieder leicht. Wichtiger als der Tag ist die Uhrzeit: Um 11 Uhr war E10 im Mittel der 30 Tage bis 3. November 18,7 Cent billiger als um 13 Uhr.
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Dieselpreis steigt: 21,2 Cent Aufschlag auf Super E10
Am 27. Oktober 2026 kostete Diesel im Bundesschnitt 2,297 €, Super E10 2,085 €. Der Abstand von 21,2 Cent ist der größte seit dem 9. April 2026. Diesel kostet damit nur noch 9,6 Cent weniger als am 30. September, dem Tag vor dem Tankrabatt, Super E10 dagegen 16,1 Cent.
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Am sechsten Tag des Tankrabatts, dem 6. Oktober 2026, kostete Super E10 im Bundesschnitt 2,129 €, nur 11,7 Cent weniger als am 30. September. Diesel fiel um 15,9 Cent, die Steuer sank um 16,7 Cent. Beim Rabatt im Mai lief die erste Woche nahezu gleich: Diesel minus 15,0 Cent, Super E10 minus 11,3 Cent.
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12-Uhr-Regel: Mittagssprung so groß wie der Tankrabatt
Vom 14. September bis 13. Oktober 2026 lag Super E10 um 13 Uhr im Bundesschnitt 16,7 Cent über dem Stand von 12 Uhr, Diesel 17,1 Cent. Der Mittagssprung ist damit etwa so groß wie der Tankrabatt von rund 17 Cent. Der ADAC hat am 14. Oktober erneut die Abschaffung der 12-Uhr-Regel gefordert.
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Diesel teurer als E10: Abstand wächst auf 14,8 Cent
Am 20. Oktober 2026 kostete Diesel im Bundesschnitt 2,262 € und damit 14,8 Cent mehr als Super E10 mit 2,114 €. Eine Woche zuvor lag der Abstand bei 9,5 Cent. Die anfangs größere Entlastung des Diesels durch den Tankrabatt ist aufgezehrt: Seit dem 30. September sind beide Sorten um rund 13 Cent gefallen.