Diesel teurer als E10: Abstand wächst auf 14,8 Cent
Diesel teurer als E10: Am 20. Oktober lag Diesel 14,8 Cent über Super E10, nach 9,5 Cent eine Woche zuvor, weil Ölpreis und Heizöl-Nachfrage steigen.
Inhaltsverzeichnis
Diesel teurer als E10: Wie groß ist der Abstand jetzt?
Diesel ist wieder deutlich teurer als E10: Am 20. Oktober 2026 kostete ein Liter Diesel im Bundesschnitt 2,262 €, Super E10 2,114 €, ein Abstand von 14,8 Cent. Am 13. Oktober waren es noch 9,5 Cent. So weit auseinander lagen beide Sorten zuletzt am 1. Oktober, dem ersten Tag des Tankrabatts.
Binnen einer Woche fiel Super E10 um 4,1 Cent, Diesel stieg um 1,2 Cent. Gleichzeitig erreichte der Ölpreis den höchsten Stand seit Mai. Die Werte sind zeitgewichtete Tagesmittel aus den amtlichen Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) und reichen bis zum 20. Oktober 2026. Neue Tage erscheinen nach dem nächtlichen Import bei den aktuellen Spritpreisen.
Wie haben sich Diesel und E10 seit dem Tankrabatt entwickelt?
Beide Sorten liegen inzwischen rund 13 Cent unter dem 30. September, dem letzten Tag vor der Steuersenkung. Anfangs war Diesel deutlich stärker gefallen: Am 6. Oktober war er 15,9 Cent billiger als vor dem Rabatt, Super E10 nur 11,7 Cent. Dieser Vorteil ist aufgezehrt.
| Tag (2026) | Super E10 | Diesel | Diesel teurer um |
|---|---|---|---|
| Mi, 30. September | 2,246 € | 2,393 € | 14,7 Cent |
| Do, 1. Oktober | 2,104 € | 2,252 € | 14,8 Cent |
| Di, 6. Oktober | 2,129 € | 2,234 € | 10,5 Cent |
| Mi, 7. Oktober | 2,133 € | 2,230 € | 9,7 Cent |
| Di, 13. Oktober | 2,155 € | 2,250 € | 9,5 Cent |
| Fr, 16. Oktober | 2,123 € | 2,267 € | 14,4 Cent |
| Di, 20. Oktober | 2,114 € | 2,262 € | 14,8 Cent |
Seinen Oktober-Tiefstand erreichte Diesel am 7. Oktober mit 2,230 €; bis zum 20. Oktober kamen 3,2 Cent hinzu. Bei Super E10 ging die Bewegung in die andere Richtung, von 2,155 € am 13. Oktober auf 2,114 €. Den längeren Verlauf zeigt die Preisentwicklung seit Januar.
Warum steigt Diesel, während E10 billiger wird?
Der ADAC nennt in seinem Wochenvergleich vom 21. Oktober 2026 zwei Gründe: Der Ölpreis habe weiter zugelegt, und mit Beginn der kälteren Jahreszeit steige die Nachfrage nach Heizöl, was sich ebenfalls auf den Dieselpreis auswirke. Bei Super E10 habe dagegen „Spielraum für Preisnachlässe“ bestanden.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am 20. Oktober nach dpa-AFX-Angaben zeitweise 111,99 US-Dollar, so viel wie seit Mai nicht mehr. Auslöser war die Sorge vor weiteren Angriffen auf Öltransporte in der Straße von Hormus. Zum Handelsschluss lag Brent laut ADAC bei rund 109 US-Dollar, etwa drei Dollar über der Vorwoche.
Der ADAC misst mit eigener Methode und meldete am 21. Oktober im Vergleich zur Vorwoche Super E10 bei 2,110 € (minus 4,1 Cent) und Diesel bei 2,255 € (plus 0,8 Cent). Die Richtung stimmt mit den MTS-K-Tagesmitteln überein, die Werte sind aber nicht direkt vergleichbar.
Ist der Tankrabatt beim Diesel noch zu spüren?
Ja, aber nicht mehr stärker als bei Benzin. Gegenüber dem 30. September 2026 kostete Diesel am 20. Oktober 13,1 Cent weniger, Super E10 13,2 Cent weniger.
Rechnerisch möglich wäre ein Rückgang von rund 17 Cent je Liter, schrieb der ADAC am 7. Oktober. Damals sah der Club die Entlastung vor allem beim Diesel zu einem großen Teil angekommen, bei Super E10 dagegen „eine deutlichere Lücke“. Am 21. Oktober hieß es, bei Benzin scheine inzwischen der Großteil des Tankrabatts anzukommen. Ein exaktes Maß für die Weitergabe ist der Preisrückgang allerdings nicht, denn in ihm steckt neben der Steuer auch die Entwicklung des Ölpreises. Wie die erste Woche verlief, zeigt unsere Auswertung Tankrabatt bei Super E10.
In welchen Bundesländern ist der Diesel-Aufschlag am größten?
Am größten ist der Abstand im Süden. Vom 14. bis 20. Oktober 2026 kostete Diesel in Baden-Württemberg im Mittel 17,7 Cent mehr als Super E10, in Bayern 16,3 und im Saarland 16,2 Cent. Bundesweit waren es im Wochenmittel 14,0 Cent.
| Bundesland | Diesel | Super E10 | Abstand | Vorwoche |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 2,258 € | 2,081 € | 17,7 Cent | 14,5 Cent |
| Bayern | 2,261 € | 2,098 € | 16,3 Cent | 13,9 Cent |
| Niedersachsen | 2,254 € | 2,143 € | 11,1 Cent | 7,8 Cent |
| Deutschland | 2,263 € | 2,123 € | 14,0 Cent | 11,1 Cent |
Den kleinsten Aufschlag hat Niedersachsen mit 11,1 Cent, knapp dahinter folgen Hamburg und Hessen mit je 11,7 Cent. Auch in Niedersachsen ist der Abstand gegenüber der Vorwoche um 3,3 Cent gewachsen; gestiegen ist er in allen 16 Ländern. Diesel selbst legte in Bremen (plus 1,9 Cent) und Schleswig-Holstein (plus 1,8 Cent) am stärksten zu, E10 fiel in Nordrhein-Westfalen am deutlichsten (minus 4,4 Cent).
War Diesel 2026 schon einmal billiger als Benzin?
Ja, in drei Monaten: Im Januar, Februar und Juni 2026 lag Diesel im Monatsmittel unter Super E10. Seit August ist er an jedem Tag teurer. Den bisher größten Abstand seit Beginn der SpritFuchs-Datenreihe am 1. Januar 2026 gab es im April mit 26,8 Cent an einem Tag. Im September betrug der Aufschlag im Mittel 12,2 Cent, in der Spitze 16,9 Cent.
Wann tankt man Diesel jetzt am günstigsten?
Am günstigsten ist Diesel kurz vor 12 Uhr. Unter der 12-Uhr-Regel (seit 1. April 2026) dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen, der ADAC empfiehlt deshalb, möglichst kurz davor zu tanken. Vom 21. September bis 20. Oktober 2026 lag Diesel um 13 Uhr im Bundesschnitt 17,8 Cent über dem Wert von 11 Uhr. Mehr zum Tagesverlauf steht im Ratgeber Wann tanken?.
Auf 55 Liter gerechnet macht dieser Mittagssprung 9,79 € aus, der Anstieg seit dem 7. Oktober dagegen 1,76 €. Die Uhrzeit wiegt also weit schwerer als die Wochenbewegung. Solange Brent nahe seinem Fünfmonatshoch notiert, spricht wenig dafür, auf einen raschen Rückgang zu warten. Wie sich Diesel im Ländervergleich und über die letzten Wochen entwickelt, zeigt die Übersicht der Dieselpreise.
Wie wurden die Zahlen berechnet?
Grundlage sind die Preismeldungen von im Schnitt rund 14.600 Tankstellen an die MTS-K aus dem Tankerkönig-Datendump. Für jeden Tag wird pro Station ein zeitgewichteter Durchschnitt gebildet und daraus der Bundes- bzw. Landesschnitt. Die Wochenwerte der Bundesländer sind Mittel der sieben Tagesmittel vom 14. bis 20. Oktober 2026 im Vergleich zum 7. bis 13. Oktober; die Abstände in den Tabellen sind aus den gerundeten Preisen gerechnet, die Monatswerte aus den ungerundeten Tagesmitteln. Am 20. Oktober meldeten rund 400 Stationen mehr als an den Vortagen; rechnet man nur mit den Stationen, die auch am 19. Oktober gemeldet haben, beträgt der Abstand 14,9 statt 14,8 Cent. Die Tageszeitwerte stammen aus stündlichen Länderschnitten, gewichtet nach Stationszahl. Stand: 22. Oktober 2026.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Diesel gerade teurer als Benzin?
Der ADAC nennt am 21. Oktober 2026 zwei Gründe: den gestiegenen Ölpreis und die mit der kälteren Jahreszeit wachsende Nachfrage nach Heizöl, die auch auf den Dieselpreis wirkt. Super E10 wurde im selben Zeitraum dagegen billiger.
Wie viel kostet Diesel mehr als E10?
Am 20. Oktober 2026 lag Diesel im Bundesschnitt 14,8 Cent je Liter über Super E10. Im Wochenmittel vom 14. bis 20. Oktober waren es 14,0 Cent, in Baden-Württemberg sogar 17,7 Cent.
War Diesel 2026 schon einmal billiger als Benzin?
Ja, in drei Monaten: Januar, Februar und Juni 2026 hatte Diesel im Monatsmittel den niedrigeren Preis. Seit August liegt er Tag für Tag über E10, mit dem bisherigen Spitzenwert von 26,8 Cent im April.
Ist der Tankrabatt beim Diesel noch zu spüren?
Ja, aber Diesel hat seinen anfänglichen Vorteil verloren. Beide Sorten waren am 20. Oktober 2026 rund 13 Cent billiger als am Tag vor der Steuersenkung. Am 6. Oktober war Diesel noch 15,9 Cent billiger als vor dem Rabatt, Super E10 nur 11,7 Cent.
Wie hoch ist der Ölpreis im Oktober 2026?
Brent kostete am 20. Oktober 2026 zeitweise 111,99 US-Dollar je Barrel, so viel wie seit Mai nicht mehr. Zum Handelsschluss waren es nach ADAC-Angaben rund 109 US-Dollar.
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Der ADAC misst am 5. August 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,204 € und damit die sechste Woche in Folge einen Anstieg, während Super E10 auf 2,128 € nachgibt. Diesel kostet jetzt 7,6 Cent mehr als Benzin, doppelt so viel Abstand wie die 5,1 Cent der Vorwoche. Der Widerspruch: Brent-Rohöl liegt bei rund 79 US-Dollar und damit etwa 17 Prozent unter dem Juli-Hoch von gut 100 US-Dollar. Im SpritFuchs-Puls aus Berlin, München und Hamburg geben die Diesel-Mediane bereits nach, während der Bundesschnitt noch steigt.
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Tankrabatt bei Super E10: Preis nur 11,7 Cent gesunken
Am sechsten Tag des Tankrabatts, dem 6. Oktober 2026, kostete Super E10 im Bundesschnitt 2,129 €, nur 11,7 Cent weniger als am 30. September. Diesel fiel um 15,9 Cent, die Steuer sank um 16,7 Cent. Beim Rabatt im Mai lief die erste Woche nahezu gleich: Diesel minus 15,0 Cent, Super E10 minus 11,3 Cent.
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