Zum Inhalt springen
SpritFuchsSpritFuchs
Von

Bundesländer-Ranking Tankrabatt: Wo er am stärksten ankommt

Tankrabatt nach Bundesländern: Rheinland-Pfalz und Sachsen geben 12,7 Cent je Liter Diesel weiter, Niedersachsen nur 10,0 Cent. Stand 1.–7. Mai 2026.

Überarbeitung vom 17. September 2026: Rechenbeispiel für Vielfahrer berichtigt (76 € pro Jahr), nicht belegbare Raffinerie-Angaben und unbelegte Erklärungen entfernt oder als Vermutung gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Welches Bundesland gibt den Tankrabatt am stärksten weiter?

  • Baden-Württemberg ist mit 2,027 € pro Liter Diesel das aktuell günstigste Bundesland, Schleswig-Holstein mit 2,081 € das teuerste.
  • Die Spreizung zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland beträgt bei Diesel 5,4 Cent, bei E10 4,1 Cent.
  • Im Bundesschnitt sank Diesel zwischen den beiden Vergleichswochen um 11,3 Cent, E10 um 9,5 Cent.
  • Bezogen auf die theoretisch möglichen 16,7 Cent ergibt das eine durchschnittliche Weitergabequote von 67,7 Prozent bei Diesel und 56,9 Prozent bei E10.
  • Spitzenreiter bei der Weitergabe sind Rheinland-Pfalz und Sachsen mit jeweils 12,7 Cent, Schlusslicht Niedersachsen mit 10,0 Cent.
  • Am 30. April lag der bundesweite Diesel-Tagesschnitt noch bei 2,195 €, am 7. Mai bereits bei 1,987 €: ein Sturz um 20,8 Cent in einer einzigen Woche, getrieben durch Tankrabatt plus fallende Brent-Notierungen.

Wo ist Diesel nach dem Tankrabatt am günstigsten?

Wer in Baden-Württemberg, Bayern oder dem Saarland tankt, zahlt nach einer Woche Tankrabatt im Schnitt zwischen 2,027 und 2,033 € pro Liter Diesel. Damit liegen die drei Südländer dicht beieinander an der Spitze des Rankings. Auch bei E10 dominiert der Süden: Bayern (1,965 €), Saarland (1,969 €) und Baden-Württemberg (1,970 €) bilden das günstigste Trio.

Diese Reihenfolge ist nicht neu: Bereits vor dem Tankrabatt zahlte man in Süddeutschland am wenigsten. Was sich geändert hat, ist das absolute Niveau: Während der Diesel-Schnitt in Baden-Württemberg in der Woche vor dem 1. Mai noch bei 2,134 € lag, sind es nach dem Stichtag nur noch 2,027 €. Das sind 10,6 Cent Entlastung, solide, aber nicht spitze.

Spannend ist der Blick auf die relative Bewegung. Rheinland-Pfalz und Sachsen führen das Ranking der absoluten Preissenkungen an: In beiden Bundesländern fiel der Diesel-Schnitt um genau 12,7 Cent pro Liter. Damit erreichen diese Regionen eine Weitergabequote von 76,0 Prozent gegenüber den theoretisch möglichen 16,71 Cent, der bundesweite Spitzenwert.

Anders gesagt: Süddeutschland ist absolut am günstigsten, aber relativ zur Tankrabatt-Höhe wird in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt am konsequentesten gesenkt. In einer vorher teuren Region profitiert man also prozentual stärker als der Stuttgarter Pendler, der ohnehin schon einen vergleichsweise niedrigen Ausgangspreis hatte.

Wo ist Diesel nach dem Tankrabatt am teuersten?

Die andere Seite der Karte sieht weniger erfreulich aus. Schleswig-Holstein bleibt mit 2,081 € pro Liter Diesel das teuerste Bundesland, gefolgt von Hamburg (2,077 €) und Niedersachsen (2,072 €). Auch bei E10 bilden diese drei norddeutschen Länder zusammen mit Brandenburg und Sachsen-Anhalt das obere Drittel der Preisliste.

Besonders auffällig ist Niedersachsen: Der Diesel-Schnitt sank dort zwischen den beiden Vergleichswochen nur um 10,0 Cent, der niedrigste Wert im Bundesländer-Vergleich. Das entspricht einer Weitergabequote von gerade einmal 59,9 Prozent. Bei E10 sieht das Bild kaum besser aus, mit einer Senkung von 8,4 Cent (50,3 Prozent Weitergabe).

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern teilen sich mit jeweils 10,8 Cent Diesel-Senkung den zweitletzten Platz. Auch Berlin (11,0 Cent) und Brandenburg (10,9 Cent) liegen unter dem bundesweiten Mittelwert. Damit bestätigt sich ein Muster, das sich auch in unserem Großstadt-Vergleich vom 2. Mai zeigte: Im Norden bleibt das Preisniveau höher als im Süden.

Wie schnell fielen die Preise nach dem 1. Mai 2026?

Die Bundesländer-Mittelwerte verschleiern, wie abrupt der Preissprung am Stichtag stattfand. Am 30. April lag der bundesweite Diesel-Tagesschnitt nach SpritFuchs-Daten bei 2,195 € pro Liter. Bereits am 1. Mai, dem ersten Tag mit gesenkter Energiesteuer, fiel er auf 2,058 €, also um 13,7 Cent über Nacht. Damit war die erste Stufe der Weitergabe sofort sichtbar, wenn auch nicht in voller Höhe der theoretischen 16,71 Cent.

Auffällig ist, dass der Preisrückgang nach dem 1. Mai weiterging: 2,081 € am 2. Mai, 2,090 € am 3. Mai (kurzer Wochenend-Effekt nach oben), dann 2,079 am 4. Mai, 2,018 am 6. Mai und schließlich 1,987 € am 7. Mai. Der Diesel-Schnitt ist damit innerhalb einer Woche um 20,8 Cent unter das Vor-Tankrabatt-Niveau gefallen – deutlich mehr, als der Rabatt allein liefern konnte.

Die zusätzliche Bewegung kommt aus dem Großhandelsmarkt. Brent-Rohöl notiert seit der Iran-Waffenruhe wieder unter der psychologischen Marke von 100 Dollar pro Barrel, OPEC+ hat die Förderquote für Mai um 206.000 Barrel pro Tag angehoben. Diese makroökonomische Entlastung addiert sich zur fiskalischen Senkung – ein Glücksfall für Autofahrer, der die Wahrnehmung der Tankrabatt-Wirkung allerdings etwas verzerrt. Um den reinen politischen Effekt zu isolieren, müsste man den Brent-Effekt rechnerisch herausziehen. Die Hintergründe beschreibt unsere Brent-Analyse vom 7. Mai.

Das vollständige Bundesländer-Ranking

Die folgende Tabelle zeigt für alle 16 Bundesländer den Diesel- und E10-Schnitt vor dem Tankrabatt (22.–30. April), nach dem Tankrabatt (1.–7. Mai) sowie die absolute Differenz in Cent pro Liter. Sortiert ist nach dem aktuellen Diesel-Preis aufsteigend.

RangBundeslandDiesel preDiesel postΔ DieselE10 postΔ E10
1Baden-Württemberg2,134 €2,027 €−10,6 ct1,970 €−8,1 ct
2Saarland2,144 €2,032 €−11,2 ct1,969 €−9,5 ct
3Bayern2,150 €2,033 €−11,8 ct1,965 €−9,9 ct
4Rheinland-Pfalz2,164 €2,037 €−12,7 ct1,976 €−10,1 ct
5Berlin2,155 €2,045 €−11,0 ct1,974 €−9,6 ct
6Mecklenburg-Vorpommern2,162 €2,054 €−10,8 ct1,987 €−9,0 ct
7Sachsen2,182 €2,055 €−12,7 ct1,991 €−10,9 ct
8Nordrhein-Westfalen2,169 €2,057 €−11,1 ct1,983 €−8,8 ct
9Thüringen2,175 €2,058 €−11,7 ct1,998 €−9,4 ct
10Sachsen-Anhalt2,183 €2,062 €−12,2 ct2,000 €−10,5 ct
11Bremen2,173 €2,063 €−11,1 ct1,975 €−10,3 ct
12Hessen2,176 €2,064 €−11,2 ct1,994 €−9,6 ct
13Brandenburg2,174 €2,066 €−10,9 ct1,997 €−9,8 ct
14Niedersachsen2,171 €2,072 €−10,0 ct2,006 €−8,4 ct
15Hamburg2,185 €2,077 €−10,8 ct1,998 €−8,1 ct
16Schleswig-Holstein2,198 €2,081 €−11,7 ct1,996 €−10,5 ct

Auffällig: Schleswig-Holstein zeigt mit 11,7 Cent eine durchaus ordentliche Senkung – und liegt trotzdem auf dem letzten Platz. Hier wirkt ein dauerhaft höheres Ausgangsniveau, das auch eine relativ konsequente Weitergabe nicht ausgleichen kann.

Warum kommt der Tankrabatt regional unterschiedlich an?

Drei Faktoren kommen als Erklärung in Frage, warum manche Bundesländer schneller und tiefer auf den Tankrabatt reagieren als andere.

Die naheliegendste Erklärung ist die Raffinerienähe. Baden-Württemberg liegt an der MiRO Karlsruhe, einer der größten Inlandsraffinerien Deutschlands, Bayern an den drei Standorten Burghausen, Vohburg und Ingolstadt. Diese Cluster bedeuten kürzere Großhandelswege, niedrigere Frachtaufschläge und eine engere Bindung der lokalen Tankstellen an den Raffinerieausstoß. Korrigiert die Raffinerie ihren Großhandelspreis nach unten, dürfte der Effekt im süddeutschen und westdeutschen Cluster schneller an der Zapfsäule ankommen.

Der zweite Faktor ist die Wettbewerbsstruktur auf der lokalen Ebene. Eine Auswertung der SpritFuchs-Stationsdaten zeigt: Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben mit 35,9 beziehungsweise 34,1 Prozent zwar die höchsten Anteile an Discount-Tankstellen (HEM, JET, Star, Q1, Classic und ähnliche freie oder weichgebundene Marken). Trotzdem liegen die Endpreise dort hoch. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Markenstruktur allein keinen ausreichenden Wettbewerbsdruck erzeugt, wenn die Großhandelspreise hoch bleiben. Im Saarland ist die Premium-Quote (Aral, Shell, Esso, Total) mit 63,3 Prozent am höchsten, trotzdem liegt das Bundesland auf Platz 2 – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Markenmix und Endpreis nicht zwingend korrelieren.

Der dritte Faktor ist das Preisverhalten der großen Mineralölkonzerne. Die RWI-Studie zum Tankrabatt 2022 zeigte: Im ersten Monat wurde der Rabatt nahezu vollständig weitergegeben, danach nahm die Quote über die Sommerwochen stark ab. Aktuell befinden wir uns am Anfang dieses Zyklus: Die ersten sieben Tage zeigen bereits eine Quote von nur 67,7 Prozent bei Diesel, deutlich unter den 87 Prozent, die das RWI im Schnitt der drei Monate 2022 gemessen hatte. Eine mögliche Lesart: Die Branche geht bei der Weitergabe zurückhaltender vor als damals. Bundeskartellamt und ADAC kritisieren die unvollständige Weitergabe öffentlich.

Wie wurden die Bundesländer-Preise ausgewertet?

Die Auswertung basiert auf den Tagesdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), die SpritFuchs jede Nacht aus der offiziellen Tankerkönig-Datenbank importiert. Grundlage sind sämtliche bundesweit gemeldeten Preisstände. Im untersuchten Zeitraum schwanken die täglichen Stichproben zwischen 14.110 und 14.760 Tankstellen, je nach Wochentag und Meldedichte. Die aktuelle Bundesübersicht und tagesgenaue Mittelwerte sind dabei jederzeit öffentlich einsehbar.

Für den Pre-Tankrabatt-Vergleich wurde der Zeitraum vom 22. bis 30. April 2026 gewählt (neun Tage), für den Post-Tankrabatt-Vergleich der 1. bis 7. Mai 2026 (sieben Tage). Berechnet wurden ungewichtete Mittelwerte je Bundesland über sämtliche gemeldeten Stationen, getrennt für Diesel und Super E10. Der Tankrabatt selbst senkt die Energiesteuer um 14,04 Cent pro Liter, was inklusive Mehrwertsteuer einer theoretischen Bruttoentlastung von 16,71 Cent entspricht. Diese 16,7 Cent dienen als Referenzwert für die regionale Weitergabequote.

Lohnt sich der Tankstopp im günstigeren Bundesland?

Die regionalen Unterschiede sind real, aber im Alltag handhabbar. Unser Städtevergleich zeigt die Unterschiede auf Stadtebene noch genauer. Wer in Süddeutschland wohnt, profitiert ohnehin schon vom günstigsten Preisniveau. Im Norden und in Niedersachsen lohnt es sich, gezielter zu vergleichen, denn die Spanne zwischen Markenstationen und freien Anbietern in derselben Stadt ist meist größer als die Spanne zwischen Bundesländern, wie unser Marken-Ranking zeigt. Auch die Uhrzeit spielt eine wichtige Rolle: Seit der 12-Uhr-Regel (KPAnG, in Kraft seit 1. April 2026) dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, Senkungen sind jederzeit möglich. Am günstigsten tankt man deshalb meist vormittags kurz vor 12 Uhr, nicht mehr abends wie vor der Reform. Details liefert der Ratgeber: Wann ist Tanken am günstigsten?.

Auf längeren Strecken lohnt es sich, den geplanten Tankstopp in den Süden oder Westen zu verlegen, sofern das auf der Route liegt. Eine 50-Liter-Tankfüllung in Baden-Württemberg statt in Schleswig-Holstein spart 2,70 € – das lohnt sich nicht für eine reine Tankreise, aber als Mitnahmeeffekt auf Geschäfts- oder Urlaubsfahrten durchaus.

Für Vielfahrer mit 20.000 Kilometern Jahresfahrleistung bleibt der Effekt überschaubar: Bei einem Verbrauch von 7 Litern auf 100 Kilometer entspricht die Spreizung von 5,4 Cent rund 76 € pro Jahr – allein durch das Bundesland. Hinzu kommen die Unterschiede zwischen Tankstellen-Marken und der richtigen Tageszeit, die zusammen oft mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen.

Beobachten sollte man auch den weiteren Verlauf der Weitergabequote. Die RWI-Studie zum Tankrabatt 2022 hat dokumentiert, dass die Weitergabe nach den ersten vier Wochen deutlich nachließ. Sollte sich dieses Muster wiederholen, könnten Tankstellen die jetzt sichtbare Senkung von durchschnittlich 11,3 Cent bei Diesel im Lauf der nächsten Wochen schrittweise wieder einkassieren, etwa über zurückhaltendere Preisanpassungen bei steigenden Großhandelspreisen. Das Bundeskartellamt beobachtet den Kraftstoffmarkt über die Markttransparenzstelle laufend.

SpritFuchs aktualisiert die Bundesländer-Mittelwerte täglich. Vergleichen Sie jetzt die aktuellen Spritpreise in Ihrem Bundesland und prüfen Sie, wie sich die Weitergabe in den nächsten Wochen entwickelt. Die Erfahrung aus 2022 zeigt, dass die Quote tendenziell sinkt, je länger der Tankrabatt läuft.

Häufig gestellte Fragen

Wo ist Diesel nach dem Tankrabatt am günstigsten?

Im Bundesländer-Schnitt führt Baden-Württemberg das Ranking mit 2,027 Euro pro Liter Diesel an (Mittelwert 1.–7. Mai 2026). Es folgen Saarland mit 2,032 Euro und Bayern mit 2,033 Euro. Die süddeutsche Spitze liegt damit rund 5 Cent unter dem teuersten Bundesland Schleswig-Holstein (2,081 Euro).

Wie viel Cent Tankrabatt sollten theoretisch ankommen?

Die Bundesregierung hat die Energiesteuer um 14,04 Cent pro Liter gesenkt. Inklusive der darauf entfallenden Mehrwertsteuer von 19 Prozent ergibt sich eine Bruttoentlastung von 16,71 Cent pro Liter. Wenn der Rabatt zu 100 Prozent weitergegeben würde, müssten Spritpreise also um rund 17 Cent fallen.

In welchem Bundesland ist die Weitergabequote am höchsten?

Rheinland-Pfalz und Sachsen führen mit jeweils 12,7 Cent Diesel-Senkung gegenüber dem Vor-Tankrabatt-Schnitt. Das entspricht einer Weitergabequote von rund 76 Prozent der theoretisch möglichen 16,7 Cent. Es folgen Sachsen-Anhalt mit 12,2 Cent und Bayern mit 11,8 Cent.

Wo ist die Weitergabe besonders schwach?

Niedersachsen verzeichnet mit 10,0 Cent Diesel-Senkung die niedrigste Weitergabequote (rund 60 Prozent). Auch Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg liegen mit jeweils 10,8 Cent unter dem Bundesschnitt von 11,3 Cent.

Warum ist der Süden günstiger als der Norden?

Eine naheliegende Erklärung: Süddeutschland liegt näher an den großen Inlandsraffinerien. Die MiRO in Karlsruhe sowie die bayerischen Raffinerien Burghausen, Vohburg und Ingolstadt versorgen den süddeutschen Markt mit kurzen Logistikketten. Im Norden dürften längere Großhandelswege eine Rolle spielen, die sich in höheren Einkaufs- und Endpreisen niederschlagen.

Wie hoch war die Weitergabequote beim Tankrabatt 2022?

Laut RWI Essen wurden im Schnitt der drei Monate Juni bis August 2022 rund 87 Prozent des Diesel-Tankrabatts und etwa 71 Prozent des Tankrabatts auf Super E10 an die Verbraucher weitergegeben. Die aktuelle Senkung 2026 liegt mit 67,7 Prozent (Diesel) und 56,9 Prozent (E10) deutlich unter den damaligen Werten.

Lohnt es sich, gezielt in ein günstigeres Bundesland zu fahren?

Im Regelfall nein. Eine Spreizung von 5,4 Cent zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bundesland entspricht bei einer 50-Liter-Tankfüllung nur 2,70 Euro. Lohnenswerter ist die Wahl der richtigen Tankstelle innerhalb des eigenen Wohnorts: Hier liegen die Preisunterschiede zwischen freier und Markentankstelle oft bei 6 bis 10 Cent pro Liter.

Weiterlesen bei SpritFuchs

News

Tankrabatt-Start am 1. Mai: Was kommt an der Zapfsäule an?

Am 1. Mai 2026 tritt der zweite deutsche Tankrabatt in Kraft – 17 Cent brutto weniger pro Liter Benzin und Diesel, befristet bis 30. Juni. Die Erfahrung von 2022 zeigt: Nur 87 Prozent der Diesel- und 71 Prozent der E10-Entlastung kamen damals beim Endkunden an, mit fallender Tendenz Richtung Laufzeitende. Wer den vollen Effekt mitnehmen will, tankt frühestens am 2. oder 3. Mai – und vergleicht vorher die Preise.

News

Brent unter 100 Dollar: Warum Sprit nicht stärker fällt

Anfang Mai 2026 treffen drei abwärts wirkende Kräfte zusammen: 16,7 Cent brutto Tankrabatt seit dem 1. Mai, ein auf unter 100 Dollar gefallener Brent-Preis und eine OPEC+-Quotenanhebung um 206.000 Barrel pro Tag. Beim Endkunden kommen davon laut ADAC bislang 7,8 Cent bei Super E10 und 10,5 Cent bei Diesel an. Den Rest behalten die Mineralölkonzerne in der Marge – eine Lücke von rund 9 Cent bei E10 und 6 Cent bei Diesel pro Liter. Stand 7. Mai 2026.

Daten-Report

Großstadt-Vergleich Spritpreise Mai 2026: Karlsruhe vorn

Einen Tag nach dem Start des Tankrabatts liegen die deutschen Großstädte beim Diesel zwischen 1,98 € (Karlsruhe) und 2,10 € (Hamburg) – eine Spreizung von 11,6 Cent. Die süddeutschen Städte führen das Ranking an, der Norden bildet das Schlusslicht. Im Bundesschnitt fielen Diesel und E10 vom 30. April auf den 1. Mai um knapp 14 Cent, ungefähr 80 Prozent der angekündigten Steuersenkung von 16,7 Cent brutto kamen also direkt an der Zapfsäule an.

Daten-Report

Günstigste Tankstädte Deutschlands im Preisvergleich

Nordrhein-Westfalen war im April 2026 das günstigste Bundesland (E10-Schnitt 2,13 €), Brandenburg eines der teuersten (2,17 €). Die größten Preissprünge innerhalb eines Bundeslandes lagen in NRW bei über einem Euro pro Liter – einzelne Stationen verlangten teils das 1,5-fache des Landesdurchschnitts. Stand: April 2026.