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Spritmarken-Ranking Juli 2026: 6,5 Cent Diesel-Spanne

Spritmarken-Ranking Juli 2026: AVIA XPress und JET am günstigsten, Aral, Shell und AGIP ENI am teuersten. 30 Tage MTS-K-Daten, gut 10.700 Stationen.

Überarbeitung vom 17. September 2026: Prosa an die Wochentabelle angeglichen (zwölf Marken, Positionswechsel inklusive AGIP ENI), Standort-Zuschreibungen einzelner Marken als Vermutung gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Welche Tankstellenmarke ist im Juli 2026 am günstigsten?

  • AVIA XPress führt mit 1,974 € pro Liter Diesel den Bundesschnitt der letzten 30 Tage an, gefolgt von Supermarkt-Tankstellen (1,977 €) und dem Sammelbucket Freie Tankstellen (1,983 €).
  • Die klassischen Discount-Marken JET (1,985 €), STAR (1,986 €) und HEM (1,986 €) sitzen fast punktgleich auf den Rängen vier bis sechs, dahinter das Mittelfeld AVIA (1,987 €), bft (1,990 €), Q1 (1,990 €) und OIL! (1,990 €).
  • Aral (2,032 €) und Shell (2,032 €) rangieren beim Diesel gleichauf am oberen Ende der großen Ketten, AGIP ENI (2,038 €) führt die Rangliste als teuerste Marke an.
  • Zwischen dem günstigsten (AVIA XPress) und dem teuersten (AGIP ENI) Anbieter des Rankings liegen 6,5 Cent pro Liter Diesel; für eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 3,23 € pro Fahrt.
  • Der Brent-Preisschock der KW30 hat die Rangfolge nicht durchgeschüttelt: Discount- und Premium-Cluster reichten den Anstieg mit 18,2 bzw. 18,4 Cent nahezu identisch weiter, der Vier-Cent-Aufschlag der Premium-Kette blieb stabil.
  • Bei E5 und E10 wiederholt sich das Bild fast eins zu eins; die Reihenfolge ändert sich nur um ein oder zwei Ränge im Mittelfeld. Den laufend aktualisierten Stand zeigt der Markenvergleich.

Diesel-Rangliste: 30-Tage-Bundesschnitt der 20 Marken

Die folgende Rangliste zeigt den Diesel-Bundesschnitt der 20 bundesweit relevanten Marken über den Zeitraum 24. Juni bis 23. Juli 2026, geordnet vom günstigsten zum teuersten. In den Spalten E10 und E5 stehen die parallelen Bundesschnitte derselben 30 Tage. Die Spalte „Stationen“ gibt die Zahl der von der Marke betriebenen Standorte im MTS-K-Datenbestand an.

#MarkeDieselE10E5Stationen
1AVIA XPress1,974 €2,004 €2,060 €210
2Supermarkt-Tankstelle1,977 €2,004 €2,064 €118
3Freie Tankstelle1,983 €2,017 €2,072 €236
4JET1,985 €2,013 €2,073 €687
5STAR1,986 €2,023 €2,083 €482
6HEM1,986 €2,021 €2,079 €395
7AVIA1,987 €2,017 €2,077 €636
8bft1,990 €2,021 €2,076 €393
9Q11,990 €2,027 €2,083 €113
10OIL!1,990 €2,022 €2,083 €196
11Raiffeisen1,990 €2,035 €2,088 €434
12CLASSIC1,991 €2,029 €2,088 €175
13SB1,997 €2,026 €2,085 €190
14Hoyer2,000 €2,039 €2,096 €137
15Westfalen2,005 €2,039 €2,098 €152
16ESSO2,007 €2,034 €2,092 €1.158
17TotalEnergies2,022 €2,048 €2,108 €746
18ARAL2,032 €2,062 €2,122 €2.169
19Shell2,032 €2,059 €2,119 €1.670
20AGIP ENI2,038 €2,064 €2,125 €475

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Rangfolge über die drei Kraftstoffsorten hinweg stabil ist. Eine Marke, die beim Diesel günstig ist, ist es auch beim Benzin: Die Preisstruktur einer Marke ist sortenübergreifend konsistent. Zwischen Rang 1 und Rang 10 liegen gerade einmal 1,6 Cent, zwischen Rang 10 und Rang 20 dagegen 4,8 Cent. Der Sprung zwischen Discount- und Premium-Kette findet zwischen Rang 16 (ESSO, 2,007 €) und Rang 17 (TotalEnergies, 2,022 €) statt; dort öffnet sich die Kluft zum Aral/Shell/TotalEnergies-Block.

Wie haben die Marken auf den Brent-Schock der KW30 reagiert?

Die Rangliste allein sagt wenig über Dynamik. Interessanter ist, wie die Marken auf den Brent-Preisschock reagiert haben, den Nahost-Spannungen zwischen 13. und 22. Juli 2026 auslösten; dieser Anstieg von 85 auf 91 Dollar pro Fass ist im Beitrag Diesel 9,8 Cent teurer in einer Woche im Detail dokumentiert. Die folgende Tabelle zeigt den Diesel-Bundesschnitt der zwölf wichtigsten Marken pro Kalenderwoche: KW28 (06.–12. Juli, vor dem Brent-Anstieg), KW29 (13.–19. Juli, Anstiegsphase) und KW30 (20.–23. Juli, Peak-Wochenanfang).

MarkeKW28KW29KW30Delta KW28 → KW30
AVIA XPress1,978 €2,110 €2,151 €+17,3 Cent
Supermarkt-Tankstelle1,979 €2,116 €2,162 €+18,3 Cent
Freie Tankstelle1,983 €2,111 €2,160 €+17,7 Cent
JET1,987 €2,125 €2,168 €+18,1 Cent
HEM1,988 €2,121 €2,171 €+18,3 Cent
STAR1,990 €2,124 €2,176 €+18,6 Cent
AVIA1,991 €2,122 €2,167 €+17,6 Cent
ESSO2,006 €2,140 €2,185 €+17,9 Cent
TotalEnergies2,022 €2,162 €2,200 €+17,8 Cent
ARAL2,030 €2,169 €2,218 €+18,8 Cent
Shell2,033 €2,180 €2,224 €+19,1 Cent
AGIP ENI2,045 €2,173 €2,205 €+16,0 Cent

Zwei Beobachtungen springen ins Auge. Zum einen bewegten sich alle zwölf gezeigten Marken in einem sehr engen Korridor zwischen 16,0 und 19,1 Cent Wochenaufschlag; kein einzelner Anbieter bremste oder überschoss deutlich. Zum anderen blieb die Reihenfolge weitgehend intakt: Die in KW28 günstigen Marken waren es in KW30 auch. Positionswechsel gab es auf dem cent-schmalen Grat zwischen Rang 2 und Rang 7, wo die Discount-Marken um Bruchteile eines Cents gegeneinander pendelten, sowie am oberen Ende, wo AGIP ENI in KW30 hinter Aral und Shell zurückfiel.

Der einzige echte Ausreißer ist AGIP ENI mit nur 16,0 Cent Aufschlag, was auf den ersten Blick nach dem geringsten Weiterreichen aussieht. Eine mögliche Erklärung: AGIP ENI startete schon in KW28 mit 2,045 € und damit über dem Cluster; der Kopfteil des Anstiegs war für diese Marke bereits vollzogen. Zurück im Kontext des 30-Tage-Bundesschnitts von 2,038 € bleibt AGIP ENI das teuerste Segment.

Discount- vs. Premium-Cluster: der Vier-Cent-Graben hält

Um das Muster aus dem Rauschen zu isolieren, lohnt die Aggregation zu zwei Clustern. In den Premium-Cluster fallen Aral, Shell, TotalEnergies, ESSO und AGIP ENI (gemeinsam 6.218 Stationen im Report), in den Discount-Cluster JET, STAR, HEM, AVIA XPress, Supermarkt-Tankstellen, OIL! und die Sammelkategorie Freie Tankstellen (2.278 Stationen). Die folgende Tabelle zeigt den Diesel-Bundesschnitt beider Cluster pro Kalenderwoche.

KalenderwocheDiscount-ClusterPremium-ClusterAufschlag
KW28 (06.–12. Juli)1,987 €2,027 €4,0 Cent
KW29 (13.–19. Juli)2,122 €2,166 €4,4 Cent
KW30 (20.–23. Juli)2,169 €2,211 €4,2 Cent

Der Aufschlag des Premium-Clusters gegenüber den Discountern bewegt sich zwischen 4,0 und 4,4 Cent, ein bemerkenswert stabiler Korridor. Über die drei Wochen legte der Discount-Cluster im Bundesschnitt um 18,2 Cent zu, der Premium-Cluster um 18,4 Cent. Ein Delta von 0,2 Cent bei einer Bewegung von fast 20 Cent bedeutet: Der Brent-Anstieg wurde von beiden Segmenten praktisch identisch an die Zapfsäule weitergereicht.

Das ist die eigentliche Nachricht dieser Analyse. Die klassische Rocket-and-Feather-Diagnose (Marken erhöhen bei Rohölanstieg schnell und stark, senken bei Rohölfall langsam und wenig) wurde vom Bundeskartellamt in seiner Sektoruntersuchung Kraftstoffe schon 2011 dokumentiert. Für die Anstiegsphase hätte man einen zusätzlichen Premium-Aufschlag erwarten können, gerade in den ersten Tagen einer Preiswelle. Die Juli-Daten zeigen diesen Effekt zwischen den Preisklassen im Bundesschnitt derzeit nicht. Der Vier-Cent-Graben wird gehalten, nicht ausgebaut.

Denkbare Erklärung: Die 12-Uhr-Regel des Kraftstoff-Preisanpassungsgesetzes, das seit 1. April 2026 nur noch eine Preiserhöhung pro Tag zulässt und zwar mittags, glättet den Anstieg über die Preissetzungssysteme der großen Konzerne hinweg. Dass Discounter und Premium-Marken denselben regulatorischen Rahmen erhalten, führt zu synchroneren Erhöhungen: Der Discount-Vorteil bleibt strukturell, das Timing gleicht sich an.

Warum sind Aral und Shell teurer als JET und AVIA XPress?

Drei Treiber trennen den Discount- vom Premium-Cluster.

Der erste Treiber ist die Kostenstruktur am Standort. Aral, Shell und TotalEnergies investieren in Shops, Waschstraßen, Ladeinfrastruktur, Bonusprogramme, Wartungsverträge für Flotten und einen deutlich höheren Personalstand. Diese Zusatzdienstleistungen dürften zum Teil über den Spritpreis quersubventioniert werden. JET, STAR und AVIA XPress verzichten auf große Teile davon und geben die Ersparnis weiter. Die Kraftstoffqualität ist identisch: Alle deutschen Tankstellen beziehen ihre Ware aus denselben Raffinerien und müssen DIN EN 228 (Benzin) und DIN EN 590 (Diesel) erfüllen.

Der zweite Treiber ist die Marktposition. Aral (2.169 Stationen) und Shell (1.670 Stationen) stellen zusammen mit ESSO, TotalEnergies und JET nach Erhebungen des Bundeskartellamts rund zwei Drittel des deutschen Kraftstoffumsatzes. Die Kartellbehörde hat die Position dieser Anbieter im Rahmen ihrer Sektoruntersuchungen wiederholt als „gemeinsam marktbeherrschend“ eingestuft. Diese Konzentration wirkt in zwei Richtungen: Sie ermöglicht Skaleneinkauf und niedrige Grenzkosten pro Liter, und sie erlaubt gleichzeitig, den Premium-Aufschlag zu halten, weil der nächste Wettbewerber selten der Discounter ist, sondern die andere Premium-Marke ums Eck.

Der dritte Treiber ist die regionale Verteilung. Eine mögliche Erklärung für den AGIP-ENI-Aufschlag: Die Marke, aus dem italienischen Eni-Konzern hervorgegangen, dürfte ihre 475 deutschen Stationen überproportional in Süddeutschland und an Bundesstraßen betreiben, also an Standorten mit geringerer Wettbewerbsdichte. Umgekehrt dürfte AVIA XPress viele seiner 210 Stationen in dicht besiedelten Konkurrenzumfeldern betreiben, was den Preis nach unten drückt. Die Marke wäre damit weniger ein bundesweit einheitlicher Preisgeber als ein Portfolio strategisch gesetzter Standorte.

Zum Vergleich mit der Momentaufnahme aus dem Tankrabatt-Endspurt im Juni: Das ausführliche Marken-Ranking zum Tankrabatt-Endspurt Juni 2026 hat dieselben Kategorien mit anderen absoluten Preisen, aber fast identischer relativer Reihenfolge dokumentiert.

Wie wurde das Markenranking berechnet?

Die Basis dieses Reports sind zwei Datenschichten aus der SpritFuchs-Datenbank: der 30-Tage-Bundesschnitt pro Marke aus einem nächtlich berechneten Marken-Rollup (Berechnung: 24. Juli 2026, 09:30 Uhr, Periode 24. Juni bis 23. Juli 2026) und die Wochenanalyse aus den Roh-Preismeldungen mit knapp 876.000 Einträgen der letzten 60 Tage. Alle Zahlen stammen aus dem nächtlichen Datendump der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt, die auch der zentrale Datenlieferant der Preisseite auf derspritfuchs.de/preise ist.

Berücksichtigt sind alle 20 Marken, die im Datenbestand mit mindestens 100 aktiven Stationen bundesweit vertreten sind, zusammen gut 10.700 Zapfsäulen-Standorte, rund 60 Prozent des deutschen Tankstellennetzes. Zwei generische Sammelkategorien laufen mit: „Freie Tankstelle“ (236 kleinere Unabhängige, die keiner der großen Marken angehören) und „Supermarkt-Tankstelle“ (118 Standorte an Lebensmittelmärkten). Regional stark konzentrierte Marken werden im Bundesschnitt entsprechend verzerrt; der Aral-Aral-Vergleich zwischen ländlicher Kreisstadt und A2-Rasthof wäre eine eigene Untersuchung.

Wie viel spart die Markenwahl pro Tankfüllung?

Konkret in Euro: Wer statt zu einer Aral- oder Shell-Station in Sichtweite zum nächsten AVIA XPress oder JET fährt, spart im Bundesschnitt der letzten 30 Tage bis zu 5,8 Cent pro Liter Diesel. Für eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,90 €, für einen 60-Liter-Kombi 3,48 €. Wer über ein Jahr bei 15.000 km Fahrleistung und 6 l/100 km fährt, tankt rund 900 Liter – die konsequente Markenwahl bringt in dieser Rechnung etwa 52 € Ersparnis. Bei einem Vielfahrer-Diesel-Kombi mit 30.000 km und 7 l/100 km sind es 122 €.

Nutzen Sie diese Zahlen nicht in der Absoluten. Fahren Sie keine drei Kilometer Umweg für einen Cent Preisvorteil – das kostet den Sprit gleich wieder. Prüfen Sie stattdessen mit der Tankstellensuche auf SpritFuchs die Marken in Ihrem 5-Kilometer-Umkreis; die Karte zeigt, welche Kombination aus günstiger Marke und kurzer Anfahrt für Ihren Wohnort optimal ist. Und kombinieren Sie die Markenwahl mit dem Zeitfenster: Nach der 12-Uhr-Regel des Kraftstoff-Preisanpassungsgesetzes sind zwischen 8:00 und 11:00 Uhr morgens in der Regel drei bis fünf Cent weniger fällig als am Nachmittag – der ausführliche Guide zum günstigsten Tankzeitpunkt zeigt, wie sich das Zeitfenster mit dem Markenvergleich kombinieren lässt. Marke und Tageszeit zusammengenommen bringen die größte Ersparnis, ohne dass Sie den Anbieter wechseln oder Umwege in Kauf nehmen müssten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Tankstellenmarke ist im Juli 2026 am günstigsten?

Über die letzten 30 Tage (24. Juni bis 23. Juli 2026) liegt AVIA XPress mit einem Diesel-Bundesschnitt von 1,974 € pro Liter an der Spitze der bundesweit vertretenen Marken, dicht gefolgt von Supermarkt-Tankstellen (1,977 €), der Sammelkategorie Freie Tankstellen (1,983 €) und dem klassischen Discount-Trio JET (1,985 €), STAR (1,986 €) und HEM (1,986 €). Bei E10 und E5 wechselt die Reihenfolge minimal, die Führung teilen sich aber dieselben Marken.

Sind JET und STAR wirklich günstiger als Aral und Shell?

Ja – quer über 30 Tage, 20 Marken und gut 10.700 Stationen. JET liegt beim Diesel im Bundesschnitt 4,7 Cent unter Aral und 4,7 Cent unter Shell, STAR und HEM je 4,6 Cent. Bei E5 ist der Abstand mit 4,9 bzw. 4,6 Cent nahezu identisch. Die Kraftstoffqualität ist bei allen deutschen Tankstellen die gleiche – sie stammt aus denselben Raffinerien und muss DIN EN 228 (Benzin) bzw. DIN EN 590 (Diesel) erfüllen. Der Preisunterschied stammt aus Servicetiefe (Shop, Waschstraße, Ladeinfrastruktur, Payback-Programme) und Standortkosten.

Warum ist AGIP ENI die teuerste Marke im Vergleich?

AGIP ENI landet mit 2,038 € Diesel, 2,064 € E10 und 2,125 € E5 auf dem letzten Platz der 20 ausgewerteten Marken. Die Marke betreibt in Deutschland 475 Stationen – eine mögliche Erklärung ist, dass überproportional viele davon an Bundesstraßen und in Autobahnnähe liegen, wo der Preisdruck durch alternative Anbieter in Sichtweite fehlt. Der Aufschlag gegenüber AVIA XPress beträgt 6,5 Cent pro Liter Diesel – das sind bei einer 50-Liter-Tankfüllung 3,23 € mehr.

Hat der Brent-Preisschock der KW30 die Marken-Rangfolge verändert?

Nein, die Rangfolge blieb stabil. Zwischen KW28 (06.–12. Juli) und KW30 (20.–23. Juli) stieg der Diesel-Bundesschnitt der Discount-Marken (JET, STAR, HEM, AVIA XPress, Supermarkt-Tankstelle, OIL!, Freie Tankstelle) um 18,2 Cent, jener der Premium-Marken (Aral, Shell, TotalEnergies, ESSO, AGIP ENI) um 18,4 Cent – ein Delta von 0,2 Cent bei einer Bewegung von fast 20 Cent. Die für den Kraftstoffmarkt typische Rocket-and-Feather-Asymmetrie tritt bei Preisanstiegen zwischen den Preisklassen im Bundesschnitt derzeit nicht auf; die Vier-Cent-Kluft bleibt bestehen.

Wie viel spart man pro Tankfüllung, wenn man Discount- statt Premium-Marken wählt?

Beim Diesel liegt die Kluft zwischen dem Discount-Bundesschnitt (KW30: 2,169 €) und dem Premium-Bundesschnitt (KW30: 2,211 €) bei 4,2 Cent pro Liter. Für eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,10 € pro Fahrt. Wer über ein Jahr bei 15.000 km Fahrleistung und 6 l/100 km stets zum günstigeren Cluster tankt, spart rechnerisch etwa 38 € allein durch die Markenwahl. Zwischen dem günstigsten (AVIA XPress) und dem teuersten (AGIP ENI) Einzelanbieter im Bundesschnitt beträgt die Kluft 6,5 Cent – bei denselben Parametern rund 58 € im Jahr.

Woher stammen die Daten für dieses Ranking?

Die Zahlen stammen aus dem nächtlichen Datendump der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt, den SpritFuchs täglich in eine PostGIS-Datenbank überführt. Der 30-Tage-Bundesschnitt kommt aus einem nächtlich berechneten Marken-Rollup (Berechnung: 24. Juli 2026, 09:30 Uhr), die Wochenanalyse aus den Roh-Preismeldungen mit knapp 876.000 Einträgen der letzten 60 Tage. Berücksichtigt sind alle Marken mit mindestens 100 Stationen bundesweit, um regionale Ausreißer zu vermeiden.

Wie oft wird die Rangliste aktualisiert?

Der Bundesschnitt pro Marke wird nächtlich neu berechnet, sobald der MTS-K-Datendump von 5:00 Uhr UTC bei SpritFuchs eingeht. Die Wochenanalyse dieses Reports bezieht sich auf die abgeschlossenen Kalenderwochen KW28 (06.–12. Juli) und KW29 (13.–19. Juli) sowie die Teilwoche KW30 (20.–23. Juli). Sobald KW30 abgeschlossen ist und weitere Daten des Juli 2026 vorliegen, folgt der nächste Monatsreport.

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Analyse

Marken-Ranking Tankrabatt-Endspurt: JET vor Aral und Shell

Vom 13. bis 20. Juni 2026 lag der Diesel-Liter bei JET im Schnitt bei 1,741 Euro, bei Aral bei 1,795 Euro und bei AGIP ENI sogar bei 1,803 Euro. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,70 Euro Unterschied zwischen JET und Aral. Wer zehn Tage vor dem Tankrabatt-Ende günstig tanken will, hält sich an JET, STAR, HEM, OIL! oder die kleinen Regionalen wie ED und Q1. Aral und Shell, die größten Netze, sind die teuersten der bundesweiten Anbieter.

News

Diesel 9,8 Cent teurer in einer Woche: Nahost treibt Brent

Der ADAC misst am 22. Juli 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,168 Euro – 9,8 Cent teurer als in der Vorwoche. Super E10 legt 6,3 Cent auf 2,146 Euro zu. Auslöser ist Brent-Rohöl, das binnen einer Woche von rund 85 auf 91 US-Dollar gestiegen ist. Diesel ist damit erstmals seit Mitte Mai wieder teurer als E10. Der Automobilclub nennt die Preise durch Öl und Wechselkurs allein nicht erklärbar und ruft das Bundeskartellamt zu einer kritischen Marktbeobachtung.

Analyse

Tankstädte-Ranking Juli 2026: 21,4 Cent Diesel-Spanne

Zehn Tage nach dem Tankrabatt-Ende trennen 21,4 Cent pro Liter Diesel die günstigste von der teuersten deutschen Tankstadt. Kaufbeuren in Bayern führt das Ranking mit 1,901 Euro an, das niedersächsische Helmstedt schließt mit 2,115 Euro ab – bei einer 60-Liter-Tankfüllung ein Unterschied von 12,84 Euro. Nordrhein-Westfalen stellt sechs der zehn teuersten Städte, Rheinland-Pfalz vier der zehn günstigsten.

Analyse

Bundesländer-Ranking nach dem Tankrabatt-Ende im Juli 2026

Nach dem Ende des Tankrabatts am 1. Juli 2026 kostet Diesel im Bundesschnitt 1,972 € (Stand 2. Juli). Am günstigsten tankt man im Saarland mit 1,953 €, am teuersten in Hessen mit 1,998 €. Sachsen-Anhalt verzeichnete mit +21,6 Cent den härtesten Preissprung gegenüber dem 28./29. Juni – der Bundesschnitt stieg um +19,4 Cent und liegt damit 2,7 Cent über der reinen Steuerwirkung von 16,7 Cent.