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Spritpreis-Report Juni 2026: Diesel 16,4 Cent unter Mai

Spritpreis-Report Juni 2026: Diesel lag bei 1,792 €, 16,4 Cent unter Mai. Der Iran-Deal stürzte Brent, das Saarland blieb günstigster Markt.

Überarbeitung vom 17. September 2026: Tankzeit-Empfehlung an die 12-Uhr-Regel angepasst, Marken-Differenzen an die eigenen Zahlen angeglichen, unbelegte Angaben zu Tankstellendichte, Raffinerieauslastung und Kartellamts-Ankündigungen entfernt.

Inhaltsverzeichnis

Wie hoch waren die Spritpreise im Juni 2026?

Diesel kostete im Juni 2026 im Bundesschnitt 1,792 € pro Liter, 16,4 Cent weniger als im Mai. Die Kernergebnisse im Überblick:

  • Diesel lag im Bundesschnitt bei 1,792 € pro Liter, Super E10 bei 1,844 €, Super E5 bei 1,901 €, Diesel damit 5,2 Cent unter E10.
  • Gegenüber Mai 2026 fiel Diesel um 16,4 Cent, E10 um 11,5 Cent und E5 um 11,6 Cent.
  • Innerhalb des Juni fiel Diesel von 1,864 € (Woche 1) auf 1,713 € (Woche 4), ein Rückgang von 15,1 Cent in nur vier Wochen.
  • Der niedrigste Tageswert: 1,697 € Diesel am 19. Juni 2026, direkt nach dem US-Iran-Rahmenabkommen vom 15. Juni.
  • Das Saarland blieb mit 1,764 € Diesel günstigster Markt, Schleswig-Holstein mit 1,822 € der teuerste, Spread 5,8 Cent.
  • Bei den Marken führten OIL!, AVIA XPress, STAR und JET mit rund 1,77 € Diesel, Aral und AGIP ENI bildeten mit 1,819 € und 1,829 € das obere Ende.
  • Am 30. Juni 2026 läuft der Tankrabatt aus: Die Energiesteuer steigt um 14,04 Cent netto, an der Zapfsäule sind das 16,7 Cent brutto.

Warum sind die Spritpreise im Juni 2026 so stark gefallen?

Der Sturz des Brent-Preises nach dem US-Iran-Rahmenabkommen vom 15. Juni hat den Juni billig gemacht. Anfang Juni notierte Brent noch bei rund 95 Dollar pro Barrel, mit einer Tendenz nach oben: Die OPEC+ hatte für Juli eine Förderausweitung von 188.000 Barrel angekündigt, was die Märkte zunächst nicht ausreichend fanden, weil parallel die Spannungen zwischen Iran und Israel die Versicherungsprämien auf Tankerladungen durch die Straße von Hormus nach oben trieben. Genau in diese Lage platzte am 15. Juni das virtuell unterzeichnete US-iranische Rahmenabkommen, in dem Washington im Gegenzug für eine 60-tägige Verhandlungsphase über das Atomprogramm die Marine-Begleitschutz-Mission im Persischen Golf herunterfahren ließ. Brent stürzte binnen einer Woche um zwölf Dollar.

An der Zapfsäule wirkte das schneller, als es im April und Mai üblich war: Zwischen 17. und 19. Juni fiel der bundesweite Diesel-Tagesschnitt vier Mal in Folge, von 1,733 € auf den Monatstiefststand von 1,697 €. Dass die Weitergabe diesmal in drei statt zehn Tagen erfolgte, dürfte an zwei Faktoren liegen: Freie Tankstellen und Discount-Marken setzen im laufenden Tankrabatt-Endspurt auf die letzten Tankfüllungen vor dem 1. Juli und halten höhere Lagerumschlagsfrequenzen. Außerdem verlangt die seit 1. April 2026 geltende 12-Uhr-Regel, dass eine Preiserhöhung nur einmal pro Tag und exakt um 12 Uhr erfolgen darf; eine Station, die am Vormittag die fallenden Großhandelspreise nicht in die Säule überträgt, riskiert, im Tagesverlauf Marktanteile zu verlieren.

Vom Pfingstgipfel zum Vier-Wochen-Tief: Juni in der Wochenkurve

Vier Wochen lassen sich im Juni 2026 sauber gegeneinanderstellen, und die Spreizung ist ungewöhnlich groß. Die vollständige Preisentwicklung seit Jahresbeginn lässt sich bei SpritFuchs jederzeit nachvollziehen. In der ersten Woche (1. bis 7. Juni) lag der Diesel-Schnitt noch bei 1,864 €, getrieben von dem Anstieg, der die letzten Mai-Tage begleitet hatte; Pfingsten brachte traditionell höhere Margen, weil die Wochenend-Mobilität die Nachfrage hochhielt. Die zweite Woche (8. bis 14. Juni) brachte die ersten Hinweise auf das spätere Iran-Tauwetter, der Diesel-Schnitt sank auf 1,829 €. Die dritte Woche (15. bis 21. Juni) lieferte den eigentlichen Sturz: Tagestief 1,697 € am 19. Juni, Wochenschnitt 1,750 €. In der vierten Woche (22. bis 25. Juni) stabilisierte sich der Markt bei 1,713 €. Insgesamt verlor der Diesel-Liter zwischen erster und vierter Juniwoche 15,1 Cent – mehr, als der gesamte Tankrabatt seit Mai an Energiesteuer-Senkung an die Pumpe gebracht hatte.

Bei E10 fiel die Bewegung mit minus 8,8 Cent (1,889 € auf 1,800 €) deutlich kleiner aus, vermutlich weil die Bioethanol-Beimischung den Liter weniger an den Rohöl-Preis koppelt und die Bioethanol-Großhandelsnotierungen im Juni stabil blieben. Das erklärt auch, dass Diesel im Juni-Schnitt 5,2 Cent günstiger war als E10. Mit einem Benziner statt eines Diesels hat man im Juni von der Iran-Deal-Welle also nur gut die Hälfte abbekommen.

Bundesländer im Juni: Saarland erneut vorn, Spread auf 5,8 Cent geschrumpft

An der Spitze der günstigsten Bundesländer steht im Juni 2026 erneut das Saarland mit einem Diesel-Schnitt von 1,764 €. Die Mechanik dahinter hat sich seit dem Mai-Report nicht verändert: Pendlerverkehr nach Luxemburg, wo Diesel im Juni bei rund 1,42 € lag, hält die Säulenpreise in der Grenzregion strukturell unter Druck – eine Tankfüllung jenseits der Grenze spart selbst nach Abzug der Fahrtkosten schnell zehn Euro. Auf Rang 2 folgte Rheinland-Pfalz (1,776 € Diesel), was an der Nähe zur MiRO-Raffinerie Karlsruhe und einer dichten Versorgung entlang der A6/A61-Achse liegen dürfte. Berlin (1,778 €) und Bremen (1,782 €) profitieren vom intensiven Stadtwettbewerb.

Am unteren Ende des Rankings stand Schleswig-Holstein (1,822 €), unverändert seit dem Mai-Report. Holborn Hamburg ist die einzige nennenswerte Raffinerie der Region; Wartungen dort dürften sich in den norddeutschen Säulenpreisen bemerkbar machen. Sachsen (1,812 €) und Thüringen (1,802 €) liefern weiter das ost-westliche Versorgungsmuster der PCK-Schwedt-Abhängigkeit nach: Die Raffinerie läuft seit dem Russland-Embargo deutlich unter Vollauslastung mit kasachischem Öl, was die regionale Großhandelsmarge erhöhen dürfte.

Der entscheidende Befund ist aber nicht das Ranking selbst, sondern die Spannweite: 5,8 Cent zwischen Saarland und Schleswig-Holstein sind enger als die 6,4 Cent Mitte Juni und deutlich enger als die 10,2 Cent, die der Mai-Report festhielt. Die Tankrabatt-Weitergabe hat sich zwischen den Regionen weiter angeglichen, möglicherweise weil die freien Tankstellen in allen Bundesländern den Endspurt vor dem 1. Juli nutzen, um eigene Marktanteile gegen die Markenstationen zu verteidigen.

Tabelle: Bundesländer-Ranking Juni 2026

RangBundeslandØ DieselØ E10Ø E5Stationen
1Saarland1,764 €1,817 €1,875 €223
2Rheinland-Pfalz1,776 €1,825 €1,882 €634
3Berlin1,778 €1,831 €1,890 €272
4Bremen1,782 €1,829 €1,887 €72
5Nordrhein-Westfalen1,783 €1,827 €1,885 €3.117
6Mecklenburg-Vorpommern1,787 €1,850 €1,907 €352
7Baden-Württemberg1,788 €1,835 €1,893 €2.015
8Sachsen-Anhalt1,792 €1,852 €1,910 €170
9Niedersachsen1,793 €1,861 €1,917 €1.993
10Bayern1,795 €1,840 €1,896 €2.476
11Hessen1,797 €1,858 €1,915 €1.193
12Hamburg1,801 €1,857 €1,914 €308
13Brandenburg1,801 €1,855 €1,913 €334
14Thüringen1,802 €1,856 €1,912 €615
15Sachsen1,812 €1,869 €1,927 €675
16Schleswig-Holstein1,822 €1,876 €1,936 €603

Quelle: SpritFuchs, MTS-K Tagesdaten 1.–25. Juni 2026, 365.971 Preismeldungen über 15.052 Stationen.

Marken: Discount-Cluster bleibt das günstigste Tankziel

Unser Marken-Ranking zeigt: Im Juni 2026 hat sich das aus dem Mai bekannte Marken-Schichtbild verfestigt. Den günstigsten Diesel-Schnitt aller Marken-Stationen lieferte OIL! mit 1,768 €, dicht gefolgt von AVIA XPress (1,769 €), STAR (1,770 €) und JET (1,770 €). Auch bft (1,771 €), SB (1,772 €) und HEM (1,772 €) liegen in diesem Discount-Korridor; die 0,4-Cent-Spanne innerhalb der sieben günstigsten Marken zeigt, wie eng der Preiswettbewerb unter den Discount-Stationen mittlerweile ist. JET führt das Mengenranking dieses Clusters mit 686 Stationen an, gefolgt von STAR (482) und HEM (395). Entlang einer Bundesstraße findet man also meist eine Discount-Marke, die Netzdichte trägt das Versprechen niedriger Preise.

Im Mittelfeld liegen Q1 (1,776 €), CLASSIC (1,778 €), Raiffeisen (1,779 €) und AVIA (1,784 €) zwischen 1,776 € und 1,790 €. Hier ist die Beziehung zum vorgelagerten Großhandel meist gemischt: Genossenschaften wie Raiffeisen bedienen ländliche Märkte mit kürzeren Lieferketten, während AVIA als Markenverbund freier Tankstellen ein Misch-Sortiment fährt. Die nationalen Premium-Marken TotalEnergies (1,800 €), ESSO (1,805 €), Shell (1,813 €), Aral (1,819 €) und AGIP ENI (1,829 €) liegen alle oberhalb der 1,80-Euro-Marke. Aral mit 2.169 Stationen führt das deutsche Tankstellennetz nach Anzahl an und liegt im Juni 4,9 Cent über dem JET-Schnitt. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,45 € Unterschied pro Fahrt zur Markentankstelle.

Der Marken-Spread zwischen günstigster und teuerster Marke (OIL! versus AGIP ENI) liegt im Juni bei 6,1 Cent. Das ist enger als die 10 Cent, die das Marken-Ranking vom 20. Juni gemessen hat, vermutlich weil die Diesel-Preisspitze der ersten Juni-Tage in dieser Wochen-Auswertung dominanter wirkte. Über den vollen Monat gerechnet bewegen sich Discount- und Premium-Marken in praktisch synchron fallender Tendenz: Beide Cluster geben den Brent-Sturz weiter, die Markenstationen tun das mit ein bis zwei Tagen Verzögerung.

Woher kommen die Unterschiede zwischen Regionen und Marken?

Drei Treiber dürften die Juni-Preise bestimmen und auch nach dem Tankrabatt-Ende weiterwirken:

  • Die Raffineriestruktur: Süddeutschland wird über MiRO Karlsruhe und Ingolstadt/Vohburg versorgt, der Südwesten über Karlsruhe und BASF Ludwigshafen, der Norden über Holborn Hamburg und die Importe über die ARA-Häfen Rotterdam, Amsterdam, Antwerpen. In der Nähe einer Raffinerie zahlt man tendenziell etwas weniger pro Liter, weil die niedrigeren Logistikkosten durchschlagen.
  • Die Wettbewerbsdichte: Stadtstaaten wie Berlin und Bremen sowie das Saarland mit dem zweiten luxemburgischen Markt im Hinterkopf zeigen, dass Markenstationen ihre Preise dort am ehesten an Discount-Konkurrenten anpassen, wo sich täglich mehrere Stationen im Sichtkontakt befinden.
  • Die Bezugskette: Freie Tankstellen kaufen über Spotmärkte und drehen den Großhandelsweg in wenigen Tagen, während markengebundene Stationen über langfristige Lieferverträge mit den Konzernmarken arbeiten, die einen Glätter zwischen Großhandelspreis und Säulenpreis legen.
Hinzu kommt die politische Komponente, die für Juni einmalig war. Der seit 1. Mai 2026 laufende Tankrabatt (eine Energiesteuersenkung von 14,04 Cent netto, an der Säule 16,7 Cent brutto) endet am 30. Juni 2026. Die letzte Tankrabatt-Woche zeigt bereits markenspezifische Unterschiede: Discount-Marken hatten den Preisrückgang seit Mai im Schnitt zu 41 Cent weitergegeben, Aral und Shell zu rund 40 Cent. Der Aufschlag am 1. Juli kann wegen der seit 1. April 2026 geltenden 12-Uhr-Regel erst um 12 Uhr mittags an der Zapfsäule ankommen.

Wie wurden die Daten ausgewertet?

Grundlage dieses Monatsreports sind die offiziellen Tagesmeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), die SpritFuchs jede Nacht aus dem Datendump von data.tankerkoenig.de in die eigene Datenbank importiert. Für den Auswertungszeitraum 1. Juni 2026 bis 25. Juni 2026 standen 365.971 Preisbeobachtungen von 15.052 deutschen Tankstellen zur Verfügung. Die Werte für den 26. bis 30. Juni sind nicht enthalten.

Verglichen werden Tagesdurchschnitte je Sorte (Diesel, Super E10, Super E5), gewichtet über jede gemeldete Preisänderung, nicht über die Stationen. Damit fließen Tankstellen mit häufigeren Preisbewegungen (typischerweise freie Tankstellen und Discount-Marken) anteilig stärker ein. Das entspricht der Methodik der MTS-K-Auswertungen und ist näher dran am tatsächlichen Marktgeschehen als ein reines Stationsmittel. Die Bundesländer- und Markenwerte beziehen sich auf denselben Zeitraum und wurden direkt aus dem Preis-Verlauf aggregiert, nicht aus tagesaktuellen Schnappschüssen.

Wie tankt man vor dem Tankrabatt-Ende am 30. Juni günstig?

Die sicherste Tankzeit ist der Dienstagvormittag, 30. Juni 2026. Drei Schlussfolgerungen für die kommenden Tage:

  • Wer den Tank im Juni 2026 noch einmal zu Discount-Preisen füllen möchte, hat dafür wenige Tage Zeit. Bis einschließlich Montag, 29. Juni 2026, gelten die Tankrabatt-Preise weiter; am Dienstag, 30. Juni, ist der letzte volle Tankrabatt-Tag, und am Mittwoch, 1. Juli, kommt der Aufschlag von 16,7 Cent brutto. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 8,35 € Mehrkosten. Wegen der 12-Uhr-Regel bleibt auch der Vormittag des 1. Juli noch vor dem Aufschlag.
  • Wer regelmäßig tankt, sollte den Juli-Aufschlag nicht über eine Tankfüllung relativieren. Bei 12.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr und 7 Litern Verbrauch je 100 Kilometer macht der 16,7-Cent-Aufschlag rund 140 € Mehrkosten pro Jahr aus, und das ist nur die staatliche Komponente. Der Brent-Tiefpunkt vom 19. Juni dürfte nicht halten, sobald sich die Verhandlungsphase mit dem Iran dem Ende neigt.
  • Die regionalen und markenbezogenen Unterschiede sind beim höheren Preisniveau ab Juli noch relevanter. In Schleswig-Holstein, wo Diesel im Juni 1,822 € kostete, landet der Liter mit dem Aufschlag von 16,7 Cent knapp unter der 2-Euro-Marke. Vergleichen Sie deshalb vor jedem Tankstopp die Säulenpreise im Umkreis. Den nationalen Marktdurchschnitt und ein Tagesranking aller Tankstellen finden Sie im Spritpreis-Überblick auf SpritFuchs; der Datenstand wird jede Nacht aus dem offiziellen MTS-K-Datendump aktualisiert.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch waren die Spritpreise im Juni 2026 im Schnitt?

Im Bundesschnitt kostete Diesel im Juni 2026 1,792 € pro Liter, Super E10 1,844 € und Super E5 1,901 €. Die Daten stammen aus 365.971 Preismeldungen über 15.052 Tankstellen im Zeitraum 1. bis 25. Juni 2026. Gegenüber Mai 2026 fiel Diesel um 16,4 Cent, E10 um 11,5 Cent und E5 um 11,6 Cent.

Warum sind die Spritpreise im Juni 2026 so stark gefallen?

Den größten Anteil hatte der Sturz des Rohölpreises Brent von rund 95 Dollar Anfang Juni auf 79 Dollar nach dem US-Iran-Rahmenabkommen vom 15. Juni 2026. Hinzu kommt der noch laufende Tankrabatt von 14,04 Cent Netto-Energiesteuersenkung (16,7 Cent brutto). Beide Effekte zusammen drückten den Diesel-Preis innerhalb des Juni von 1,864 € in der ersten Woche auf 1,713 € in der vierten Woche – ein Rückgang von 15,1 Cent in einem einzigen Monat.

Welches Bundesland war im Juni 2026 am günstigsten?

Das Saarland mit einem Diesel-Schnitt von 1,764 € pro Liter – getragen vom Druck der luxemburgischen Konkurrenz und einer hohen Tankstellendichte. Den teuersten Markt stellte Schleswig-Holstein mit 1,822 € (Diesel). Der Spread von 5,8 Cent ist deutlich enger als die 6,4 Cent Mitte Juni und die 10,2 Cent im Mai – die Tankrabatt-Weitergabe hat sich zwischen den Regionen weiter angeglichen.

Welche Tankstellenmarke war im Juni 2026 am günstigsten?

OIL!, AVIA XPress, STAR, JET, bft, SB und HEM bildeten ein dichtes Discount-Cluster zwischen 1,768 € und 1,772 € Diesel-Schnitt. Aral lag mit 1,819 € am oberen Rand der Markentankstellen, AGIP ENI mit 1,829 € am Premium-Ende. Der Spread zwischen der günstigsten und der teuersten Marke betrug 6,1 Cent Diesel – auf 50 Liter sind das rund drei Euro Unterschied pro Tankfüllung.

Was passiert mit den Spritpreisen am 1. Juli 2026?

Am 1. Juli 2026 endet die Energiesteuer-Senkung (Tankrabatt). Die Energiesteuer auf Diesel steigt um 14,04 Cent netto, durch die Mehrwertsteuer wirkt sich das mit 16,7 Cent brutto an der Zapfsäule aus. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung kommen damit rund 8,35 € Mehrkosten. Die seit 1. April 2026 gesetzlich verbindliche 12-Uhr-Regel (KPAnG) erlaubt Tankstellen nur eine Preiserhöhung pro Tag, exakt um 12 Uhr mittags – der Aufschlag kommt daher frühestens am 1. Juli mittags an der Zapfsäule an.

Wann sollte man vor dem Tankrabatt-Ende noch tanken?

Am sichersten am Dienstagvormittag, 30. Juni 2026, dem letzten vollen Tankrabatt-Tag. Wegen der 12-Uhr-Regel dürfen die Preise erst am 1. Juli um 12 Uhr mittags steigen, auch der Vormittag des 1. Juli liegt daher noch vor dem Aufschlag. Wer eine zweite Tankfüllung sichern möchte, kann einen Reservekanister nutzen.

Was war der niedrigste Diesel-Preis im Juni 2026?

Der bundesweite Tagesschnitt erreichte am 19. Juni 2026 mit 1,697 € pro Liter den Monatstiefststand – direkt nach dem US-Iran-Rahmenabkommen. Das ist der niedrigste Tageswert seit Beginn der Tankrabatt-Phase am 1. Mai 2026. Zwischen dem 17. und 19. Juni fielen die Preise vier Tage in Folge, bevor der Markt sich auf einem Niveau um 1,72 € stabilisierte.

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Spritpreis-Report Mai 2026: Diesel wird zum Schnäppchen

Im Mai 2026 ist der Bundesschnitt für Diesel auf 1,968 € pro Liter gefallen (minus 28,2 Cent gegenüber April), Super E10 auf 1,965 € (minus 12,9 Cent), Super E5 auf 2,023 €. Drei Kräfte trafen zusammen: der Tankrabatt seit dem 1. Mai, ein Brent-Einbruch von 116 auf 91 US-Dollar pro Barrel und die seit April geltende 12-Uhr-Regel. Am günstigsten tankte man im Saarland (Diesel 1,814 €) und in Rheinland-Pfalz (1,822 €), am teuersten in Schleswig-Holstein (1,916 €). Seit dem 16. Mai liegt Diesel durchgehend unter Super E10 – die wohl ungewöhnlichste Marktverschiebung des Jahres.

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Eine Woche vor dem Tankrabatt-Ende meldet der ADAC Diesel zu 1,731 Euro und E10 zu 1,817 Euro (−6,6 bzw. −3,7 Cent gegenüber der Vorwoche). Der niedrigere Brent-Preis nach dem US-Iran-Rahmenabkommen treibt die Senkung. Am 1. Juli springen die Preise wegen der 12-Uhr-Regel erst mittags – der Energiesteuer-Aufschlag von brutto rund 16,7 Cent kommt in einem Schritt.

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Marken-Ranking Tankrabatt-Endspurt: JET vor Aral und Shell

Vom 13. bis 20. Juni 2026 lag der Diesel-Liter bei JET im Schnitt bei 1,741 Euro, bei Aral bei 1,795 Euro und bei AGIP ENI sogar bei 1,803 Euro. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung sind das 2,70 Euro Unterschied zwischen JET und Aral. Wer zehn Tage vor dem Tankrabatt-Ende günstig tanken will, hält sich an JET, STAR, HEM, OIL! oder die kleinen Regionalen wie ED und Q1. Aral und Shell, die größten Netze, sind die teuersten der bundesweiten Anbieter.

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Bundesländer-Ranking Mitte Juni 2026: 6,4 Cent Differenz

Mitte Juni 2026 liegt Saarland mit 1,800 Euro Diesel an der Spitze der günstigsten Bundesländer, Schleswig-Holstein bildet mit 1,864 Euro das Schlusslicht. 6,4 Cent trennen Norden und Südwesten. Der Bundesschnitt steht bei 1,828 Euro Diesel und 1,859 Euro E10. In 17 Tagen endet der Tankrabatt – ab 1. Juli werden alle Bundesländer schlagartig rund 17 Cent teurer.