Spritpreise Oktober 2026: E10 im Schnitt 15,5 Cent billiger
Spritpreise Oktober 2026: Super E10 wurde im ersten Monat des neuen Tankrabatts 15,5 Cent billiger, Diesel nur 12,9 Cent, alle Länder im Vergleich.
Inhaltsverzeichnis
Wie teuer waren die Spritpreise im Oktober 2026?
Die Spritpreise im Oktober 2026 fielen deutlich, aber nicht für alle gleich: Super E10 kostete im Bundesschnitt 2,118 € pro Liter und damit 15,5 Cent weniger als im September. Super E5 kam auf 2,175 € (minus 15,6 Cent). Diesel sank nur um 12,9 Cent auf 2,266 €.
Der Oktober war der erste Monat des zweiten Tankrabatts 2026, der vom 1. Oktober bis 31. Dezember gilt; der erste lief vom 1. Mai bis 30. Juni. Beim Diesel war seit Beginn unserer Datenreihe am 1. Januar 2026 nur der September teurer. Für Super E10 war es nach September und August der drittteuerste Monat. Wie der Oktober zu den Spitzen von August und September steht, zeigt die Preisentwicklung seit Januar.
Eine 50-Liter-Füllung Super E10 kostete im Oktoberschnitt 105,90 €, im September waren es 113,65 €, also 7,75 € weniger. Beim Diesel sank derselbe Tankstopp von 119,75 € auf 113,30 €, eine Ersparnis von 6,45 €.
Der ADAC kommt in seiner eigenen Erhebung auf fast dieselben Werte: 2,114 € für Super E10 (minus 15,2 Cent) und 2,261 € für Diesel (minus 12,5 Cent). Die Abweichungen von höchstens einem halben Cent dürften auf unterschiedliche Methoden zurückgehen; wir mitteln die zeitgewichteten Tagesdurchschnitte aller meldenden Tankstellen.
Ist der Tankrabatt im Oktober beim Diesel angekommen?
Nur zum Teil, urteilt der ADAC. Diesel wurde im Monatsvergleich 12,9 Cent billiger, Super E10 15,5 Cent; bei voller Weitergabe hätte der Tankrabatt den Literpreis um rund 16,7 Cent gesenkt.
Der Bundesrat billigte am 25. September 2026 eine Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter, mit Mehrwertsteuer bis zu 17 Cent. Eine gesetzliche Pflicht zur vollständigen Weitergabe gibt es laut Bundesrat nicht. Der ADAC sieht den Rabatt „zumindest bei Benzin zum Großteil“ weitergegeben, beim Diesel sei die Entlastung „nur teilweise angekommen“.
Ein Monatsvergleich ist allerdings kein exakter Weitergabe-Nachweis. Er enthält auch alles, was sich am Ölmarkt und bei den Großhandelspreisen getan hat, und der Vergleich startet vom teuersten Monat seit Januar. Wie viel des Rückgangs auf die Steuer zurückgeht, lässt sich aus Tagesdurchschnitten an der Zapfsäule nicht herausrechnen. Zielwerte bei voller Weitergabe rechnet unsere Analyse zur Tankrabatt-Weitergabe vor.
Wie entwickelte sich der Dieselpreis Ende Oktober?
Diesel wurde in der zweiten Oktoberhälfte wieder teurer, während Super E10 billiger wurde. Vom 1. bis 15. Oktober kostete Diesel im Schnitt 2,259 €, vom 16. bis 31. Oktober 2,273 € (plus 1,4 Cent). Super E10 sank im selben Vergleich von 2,141 € auf 2,097 € (minus 4,4 Cent).
Das Monatstief erreichte Diesel am 7. Oktober mit 2,230 €, das Hoch am 27. Oktober mit 2,297 €. Bei Super E10 war es umgekehrt: Hoch am 9. Oktober (2,158 €), Tief am 30. Oktober (2,074 €). Am letzten Oktobertag lag Diesel nur noch 10,5 Cent unter dem 30. September, dem Tag vor dem Rabatt, Super E10 dagegen 17,0 Cent.
Damit wuchs der Abstand zwischen beiden Sorten. Im Oktobermittel kostete Diesel 14,8 Cent mehr als Super E10, nach 12,2 Cent im September. Am 7. Oktober betrug der Abstand 9,7 Cent, am 27. und 31. Oktober jeweils 21,2 Cent. Größer war der Monatsabstand seit Januar nur im März (15,0 Cent) und April (15,6 Cent).
In welchem Bundesland war Diesel im Oktober am günstigsten?
Am günstigsten tankte man Diesel im Oktober 2026 in Sachsen-Anhalt mit 2,241 €, gefolgt von Berlin mit 2,242 €. Am teuersten war Nordrhein-Westfalen mit 2,286 €. Die Spanne über alle 16 Länder betrug 4,5 Cent, im September waren es 4,0 Cent.
| Rang | Bundesland | Diesel Ø | Super E10 Ø | Super E5 Ø | Diesel ggü. September | Rang September |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Sachsen-Anhalt | 2,241 € | 2,107 € | 2,165 € | −15,2 Cent | 6 |
| 2 | Berlin | 2,242 € | 2,095 € | 2,154 € | −16,1 Cent | 11 |
| 3 | Hamburg | 2,247 € | 2,113 € | 2,172 € | −14,1 Cent | 3 |
| 4 | Niedersachsen | 2,251 € | 2,134 € | 2,191 € | −13,6 Cent | 3 |
| 5 | Sachsen | 2,254 € | 2,113 € | 2,171 € | −15,6 Cent | 15 |
| 6 | Thüringen | 2,256 € | 2,110 € | 2,165 € | −14,1 Cent | 9 |
| 7 | Saarland | 2,257 € | 2,080 € | 2,139 € | −12,1 Cent | 2 |
| 7 | Bremen | 2,257 € | 2,118 € | 2,178 € | −13,9 Cent | 9 |
| 9 | Mecklenburg-Vorpommern | 2,258 € | 2,118 € | 2,176 € | −13,7 Cent | 8 |
| 10 | Bayern | 2,262 € | 2,088 € | 2,144 € | −11,5 Cent | 1 |
| 10 | Rheinland-Pfalz | 2,262 € | 2,106 € | 2,164 € | −13,2 Cent | 7 |
| 12 | Brandenburg | 2,267 € | 2,118 € | 2,175 € | −14,9 Cent | 16 |
| 12 | Schleswig-Holstein | 2,267 € | 2,128 € | 2,188 € | −13,8 Cent | 13 |
| 14 | Baden-Württemberg | 2,269 € | 2,083 € | 2,141 € | −12,2 Cent | 5 |
| 15 | Hessen | 2,279 € | 2,144 € | 2,201 € | −12,9 Cent | 14 |
| 16 | Nordrhein-Westfalen | 2,286 € | 2,152 € | 2,210 € | −11,7 Cent | 11 |
| Deutschland | 2,266 € | 2,118 € | 2,175 € | −12,9 Cent |
Die Rangfolge hat sich gegenüber September kräftig verschoben. Bayern, das im August und September beim Diesel vorn lag, fiel auf Platz 10: Mit minus 11,5 Cent sank der Dieselpreis dort so wenig wie in keinem anderen Land. Baden-Württemberg rutschte von Platz 5 auf 14, das Saarland von 2 auf 7. Nordrhein-Westfalen gab nur 11,7 Cent nach und übernahm von Brandenburg den letzten Platz.
In der Rangliste nach vorn rückten vor allem die ostdeutschen Länder. Sachsen sprang von Platz 15 auf 5, Berlin von 11 auf 2, Sachsen-Anhalt von 6 auf 1. Brandenburg verließ das Tabellenende und steht jetzt auf Rang 12. Mehrere dieser Plätze trennt nur ein Zehntel-Cent, Saarland und Bremen sind gerundet sogar gleich teuer. Preise und Entwicklung jedes Landes bündelt die Übersicht der Spritpreise nach Bundesland.
Wo fielen die Dieselpreise im Oktober am stärksten?
Im Osten: In allen sechs ostdeutschen Ländern einschließlich Berlin sank Diesel im Oktober stärker als im Bundesschnitt, am stärksten in Berlin mit 16,1 Cent. In Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland fiel er schwächer. Eine belegte Ursache dafür kennen wir nicht.
| Region | Bundesland | Diesel ggü. September | Super E10 ggü. September | Diesel-Rang Sept. → Okt. |
|---|---|---|---|---|
| Ost | Berlin | −16,1 Cent | −19,1 Cent | 11 → 2 |
| Ost | Sachsen | −15,6 Cent | −19,0 Cent | 15 → 5 |
| Ost | Sachsen-Anhalt | −15,2 Cent | −18,2 Cent | 6 → 1 |
| Ost | Brandenburg | −14,9 Cent | −19,0 Cent | 16 → 12 |
| Ost | Thüringen | −14,1 Cent | −17,6 Cent | 9 → 6 |
| Ost | Mecklenburg-Vorpommern | −13,7 Cent | −17,0 Cent | 8 → 9 |
| Süd/Südwest | Baden-Württemberg | −12,2 Cent | −16,3 Cent | 5 → 14 |
| Süd/Südwest | Saarland | −12,1 Cent | −16,3 Cent | 2 → 7 |
| Süd/Südwest | Bayern | −11,5 Cent | −14,1 Cent | 1 → 10 |
| Deutschland | −12,9 Cent | −15,5 Cent |
Beim Super E10 ist das Bild ähnlich: Im Osten sank der Preis um 17,0 bis 19,1 Cent, durchweg mehr als die 15,5 Cent im Bund. Beim Benzin lagen Bayern, Baden-Württemberg und das Saarland trotzdem vorn. Das Saarland war mit 2,080 € das günstigste Land für Super E10, Baden-Württemberg (2,083 €) und Bayern (2,088 €) folgten. Die E10-Spanne zwischen Saarland und Nordrhein-Westfalen (2,152 €) betrug 7,2 Cent.
Für Dieselfahrer im Süden und Südwesten heißt das: Der große Vorsprung beim Benzin galt im Oktober nicht für den Diesel. In Bayern lag Diesel nur 0,4 Cent unter dem Bundesschnitt, Super E10 dagegen 3,0 Cent. In Baden-Württemberg kostete Diesel 18,6 Cent mehr als Super E10, so viel wie in keinem anderen Land.
Wie oft erhöhten Tankstellen im Oktober mehrfach am Tag?
Im Oktober 2026 meldeten nach unserer Auswertung 665 Tankstellen an mindestens einem Tag mehr als eine Preiserhöhung an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), zusammen an 981 Stationstagen. Im September waren es 1.330 Stationstage bei 660 Tankstellen. Je Kalendertag gerechnet sank die Zahl von 44,3 auf 31,6 Fälle.
Die Zahl der betroffenen Tankstellen blieb also fast gleich, sie fielen aber an weniger Tagen auf. In der Spitze meldete eine Tankstelle wie im September 14 Erhöhungen an einem Tag. Die Zahlen beschreiben Auffälligkeiten in den Preismeldungen, keine festgestellten Verstöße gegen die 12-Uhr-Regel (seit 1. April 2026 dürfen Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr steigen). Unsere Erkennung erfasst nicht jede Erhöhung, weniger erfasste Fälle beweisen also keinen Rückgang der tatsächlichen. Unser Watchdog-Report für Oktober zählte vom 30. September bis 29. Oktober (994 Stationstage, 668 Tankstellen) und weicht deshalb leicht vom Kalendermonat ab. Die jeweils letzten 30 Tage zeigt der Preis-Watchdog.
Was bedeutet das für den Tankstopp im November?
Diesel gab Anfang November kaum nach, Super E10 wurde erneut billiger. In den sieben Tagen vom 30. Oktober bis 5. November 2026 kostete Super E10 im Schnitt 2,054 €, 3,6 Cent weniger als in der Woche davor; Diesel gab nur 1,0 Cent auf 2,274 € nach. Am 5. November lag Diesel 23,7 Cent über Super E10.
Diesel kostete in dieser Woche sogar mehr als im Schnitt der ersten Oktoberhälfte (2,259 €). Eine Prognose leiten wir daraus nicht ab. Planbar ist dagegen die Uhrzeit: Weil Preise nur um 12:00 Uhr steigen dürfen, ist es meist kurz vor 12 Uhr am günstigsten. Unser Ratgeber, wann man am besten tankt, zeigt den gemessenen Tagesverlauf.
Woher stammen die Zahlen?
Alle Werte beruhen auf den amtlichen Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Tankstellen müssen jede Preisänderung bei Super E5, Super E10 und Diesel innerhalb von fünf Minuten melden. Wir beziehen die Daten über den nächtlichen Datendump von Tankerkönig.
Für jede Tankstelle wird ein zeitgewichteter Tagesdurchschnitt gebildet und daraus der Mittelwert für den Bund und jedes Land; der Monatswert mittelt diese Tageswerte. Für den Oktober lagen Daten an allen 31 Tagen vor, im Schnitt von 14.596 Tankstellen am Tag. Die Ränge beruhen auf den gerundeten Werten, Gleichstand ergibt denselben Rang. Die Daten zeigen Durchschnittspreise, keine Preise einzelner Tankstellen, und sie erklären nicht, warum Preise steigen oder fallen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostete Super E10 im Oktober 2026?
Im bundesweiten Monatsschnitt 2,118 € pro Liter, 15,5 Cent weniger als im September. Am günstigsten war der 30. Oktober mit 2,074 €, am teuersten der 9. Oktober mit 2,158 €.
Wie hoch war der Dieselpreis im Oktober 2026?
Diesel kostete im Oktober 2026 im Schnitt 2,266 € pro Liter, 12,9 Cent weniger als im September. Höher lag der Monatsschnitt seit Januar 2026 nur im September; in der zweiten Monatshälfte stieg Diesel sogar wieder leicht.
Ist der Tankrabatt im Oktober 2026 angekommen?
Beim Diesel nur zum Teil, urteilt der ADAC, bei Benzin zum Großteil. Super E10 sank im Monatsvergleich um 15,5 Cent, Diesel um 12,9 Cent, bei voller Weitergabe wären es rund 16,7 Cent. Der Vergleich enthält allerdings auch Marktbewegungen und ist kein exakter Nachweis.
Wie groß war der Preisabstand zwischen Diesel und Super E10 im Oktober 2026?
Im Oktober 2026 kostete Diesel im Schnitt 14,8 Cent mehr als Super E10, am Monatsende 21,2 Cent und am 5. November 23,7 Cent.
In welchem Bundesland war Tanken im Oktober 2026 am günstigsten?
Diesel war in Sachsen-Anhalt am günstigsten (2,241 €), knapp vor Berlin. Super E10 kostete im Saarland am wenigsten (2,080 €). Am teuersten waren beide Sorten in Nordrhein-Westfalen.
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