Spritpreise September 2026: Diesel im Schnitt 2,395 €
Spritpreise September 2026: Diesel kostete im Schnitt 2,395 €, 16,4 Cent mehr als im August. Dazu alle Bundesländer und der erste Tankrabatt-Tag.
Inhaltsverzeichnis
Wie teuer waren die Spritpreise im September 2026?
Die Spritpreise im September 2026 lagen so hoch wie in keinem anderen Monat seit Beginn unserer Datenreihe am 1. Januar 2026: Diesel kostete im Bundesschnitt 2,395 € pro Liter, 16,4 Cent mehr als im August. Super E10 kam auf 2,273 € (plus 12,1 Cent), Super E5 auf 2,331 € (plus 12,2 Cent). Alle drei Sorten haben damit ihren bisherigen Höchstwert seit Januar übertroffen.
Beim Diesel ist der Abstand zum alten Spitzenmonat besonders deutlich. Bisher hielt der April mit 2,250 € diese Marke, der September liegt 14,5 Cent darüber. Bei Super E10 und Super E5 war erst der August der teuerste Monat gewesen (2,152 € und 2,209 €), der September übertraf ihn gleich wieder. Den Verlauf seit Januar zeigt unsere Preisentwicklung Tag für Tag.
Eine 50-Liter-Füllung Diesel kostete im Septemberschnitt 119,75 €, im August waren es 111,55 €. Das sind 8,20 € mehr pro Tankstopp.
Der ADAC kommt mit seiner eigenen Erhebung auf ein sehr ähnliches Bild. Er nennt für den September 2,386 € für Diesel und 2,266 € für Super E10; damit sei der September „der bislang teuerste Tankmonat“ gewesen. Die kleinen Unterschiede zu unseren Werten dürften auf unterschiedliche Erhebungsmethoden zurückgehen; wir mitteln die zeitgewichteten Tagesdurchschnitte aller meldenden Tankstellen.
Eine Erklärung allein über den Ölpreis hält der ADAC für zu kurz gegriffen. Die Ölpreise seien über den Monat zwar gestiegen, die hohen Kraftstoffpreise ließen sich aber „nicht allein mit der Entwicklung des Rohölpreises erklären“: Im April habe Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar gelegen, Super E10 sei trotzdem spürbar billiger gewesen als im September. Neben dem Rohöl wirkten auch Raffinerie- und Vertriebskosten sowie Steuern auf den Preis; der Abstand zum Niveau früherer Monate sei aus Sicht des ADAC dennoch „nicht vollständig nachvollziehbar“.
Wann war Tanken im September am teuersten?
Am 16. September 2026 erreichten alle drei Sorten ihr Monatshoch: Diesel kostete an diesem Tag im Schnitt 2,477 €, Super E10 2,323 € und Super E5 2,381 €. Am günstigsten war der Monatsanfang, am 1. September kostete Diesel 2,247 € und Super E10 2,198 €.
Zwischen Tief und Hoch lagen beim Diesel damit 23,0 Cent, bei Super E10 12,5 Cent. Diesel schwankte also fast doppelt so stark wie Super E10. Nach dem 16. September gaben die Preise wieder nach, ohne jedoch auf das Niveau vom Monatsanfang zurückzufallen: Am 30. September lag Diesel bei 2,393 € und damit 8,4 Cent unter dem Hoch, Super E10 bei 2,246 € (minus 7,7 Cent).
Der ADAC datiert das Diesel-Hoch in seiner Erhebung auf den 17. September (2,471 €). In unseren Tagesdurchschnitten liegen der 16. und der 17. September mit 2,477 € und 2,474 € praktisch gleichauf.
Wie viel teurer als Benzin war Diesel im September?
Im September 2026 kostete Diesel im Schnitt 12,2 Cent mehr als Super E10. Das ist der drittgrößte Monatsabstand seit Januar, nur im März (15,0 Cent) und April (15,6 Cent) lag Diesel noch weiter vorn. Noch im Juli waren beide Sorten mit 0,1 Cent Unterschied praktisch gleich teuer, im Juni war Diesel sogar 5,0 Cent günstiger.
Innerhalb des Monats schwankte der Abstand stark. Am 1. September betrug er 4,9 Cent, am 20. September 16,9 Cent. Warum Diesel in diesem Herbst teurer ist als Benzin, können unsere Preisdaten allein nicht zeigen; sie messen den Abstand, nicht seine Ursache. Wie sich der Abstand zwischen den Bundesländern verteilt, zeigt der Abschnitt nach der Ländertabelle.
In welchem Bundesland war Diesel im September am günstigsten?
Am günstigsten tankte man Diesel im September 2026 in Bayern mit 2,376 € im Monatsschnitt, am teuersten in Brandenburg mit 2,416 €. Die Spanne über alle 16 Bundesländer betrug nur 4,0 Cent, im August waren es noch 5,4 Cent.
| Rang | Bundesland | Diesel Ø | Super E10 Ø | Super E5 Ø | Diesel ggü. August |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 2,376 € | 2,229 € | 2,285 € | +17,8 Cent |
| 2 | Saarland | 2,378 € | 2,243 € | 2,301 € | +17,5 Cent |
| 3 | Niedersachsen | 2,388 € | 2,290 € | 2,347 € | +16,4 Cent |
| 3 | Hamburg | 2,388 € | 2,278 € | 2,337 € | +15,9 Cent |
| 5 | Baden-Württemberg | 2,391 € | 2,246 € | 2,304 € | +16,9 Cent |
| 6 | Sachsen-Anhalt | 2,393 € | 2,290 € | 2,347 € | +16,0 Cent |
| 7 | Rheinland-Pfalz | 2,394 € | 2,271 € | 2,328 € | +16,4 Cent |
| 8 | Mecklenburg-Vorpommern | 2,396 € | 2,288 € | 2,346 € | +16,9 Cent |
| 9 | Bremen | 2,397 € | 2,284 € | 2,343 € | +16,3 Cent |
| 9 | Thüringen | 2,397 € | 2,287 € | 2,342 € | +17,1 Cent |
| 11 | Nordrhein-Westfalen | 2,403 € | 2,288 € | 2,346 € | +15,0 Cent |
| 11 | Berlin | 2,403 € | 2,286 € | 2,346 € | +17,6 Cent |
| 13 | Schleswig-Holstein | 2,405 € | 2,288 € | 2,349 € | +15,6 Cent |
| 14 | Hessen | 2,408 € | 2,294 € | 2,352 € | +15,9 Cent |
| 15 | Sachsen | 2,410 € | 2,303 € | 2,361 € | +16,5 Cent |
| 16 | Brandenburg | 2,416 € | 2,308 € | 2,365 € | +16,5 Cent |
| Deutschland | 2,395 € | 2,273 € | 2,331 € | +16,4 Cent |
Bayern und das Saarland belegten wie im August die ersten beiden Plätze; Bayern führt damit den zweiten Monat in Folge, im Juli hatte noch das Saarland vorn gelegen. Ausgerechnet die beiden günstigsten Länder schlugen beim Diesel mit plus 17,8 und 17,5 Cent besonders stark auf, mehr legte nur Berlin zu (plus 17,6 Cent). Am wenigsten stieg der Preis in Nordrhein-Westfalen (plus 15,0 Cent), das dadurch vom letzten Platz im August auf Rang 11 vorrückte. Deshalb schrumpfte die Spanne: Am günstigen Ende stiegen die Preise stärker als am teuren.
Weitere Bewegungen gegenüber August: Hamburg verbesserte sich von Platz 8 auf 3, Sachsen-Anhalt von 10 auf 6. Berlin rutschte von 7 auf 11, Thüringen von 5 auf 9, Sachsen von 12 auf 15 und Baden-Württemberg von 3 auf 5. Brandenburg übernahm von Nordrhein-Westfalen die rote Laterne. Bei 4,0 Cent Gesamtspanne bedeuten einzelne Plätze oft nur Zehntel-Cent; Bremen und Thüringen etwa trennt gerundet nichts. Alle Länder im Detail sammelt unsere Übersicht der Spritpreise nach Bundesland.
Ist Benzin in denselben Ländern günstig wie Diesel?
Nur zum Teil: Bayern war im September 2026 bei beiden Sorten am günstigsten, in der Mitte der Rangfolge hängt die Platzierung aber stark von der Sorte ab. Bei Super E10 war die Spanne zwischen Bayern (2,229 €) und Brandenburg (2,308 €) mit 7,9 Cent fast doppelt so groß wie beim Diesel, und die Reihenfolge in der Mitte sah anders aus.
| Bundesland | Diesel-Rang | Super E10 Ø | Diesel minus E10 |
|---|---|---|---|
| Bayern | 1 | 2,229 € | 14,7 Cent |
| Baden-Württemberg | 5 | 2,246 € | 14,5 Cent |
| Saarland | 2 | 2,243 € | 13,5 Cent |
| Sachsen-Anhalt | 6 | 2,290 € | 10,3 Cent |
| Niedersachsen | 3 | 2,290 € | 9,8 Cent |
| Deutschland | 2,273 € | 12,2 Cent |
Im Süden ist der Abstand zwischen Diesel und Benzin am größten. Das liegt nicht daran, dass Diesel dort teuer wäre, sondern daran, dass Benzin dort besonders günstig ist: In Bayern lag Diesel 1,9 Cent unter dem Bundesschnitt, Super E10 aber 4,4 Cent. Umgekehrt in Niedersachsen: Beim Diesel teilte sich das Land mit Hamburg Platz 3, bei Super E10 lag es mit 2,290 € über dem Bundesschnitt. Mit 9,8 Cent war der Abstand zwischen beiden Sorten dort so klein wie nirgends sonst. Sachsen-Anhalt zeigt dasselbe Muster etwas schwächer. Ein Bundesland-Ranking, das nur auf Diesel schaut, sagt einem Benzinfahrer deshalb wenig; maßgeblich ist die eigene Sorte.
Wie oft erhöhten Tankstellen im September mehrfach am Tag?
Im September 2026 meldeten nach unserer Auswertung 660 Tankstellen an mindestens einem Tag mehr als eine Preiserhöhung an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K), zusammen an 1.330 Stationstagen. Im August hatten wir 731 Tankstellen an 1.708 Stationstagen erfasst. Je Kalendertag gerechnet sind das im September 44,3 statt 55,1 Fälle.
Zugleich stieg das Maximum: Im September meldete eine Station an einem einzigen Tag 14 Erhöhungen, im August lag der höchste Wert bei 9. Die Zahlen beschreiben Auffälligkeiten in den Preismeldungen, keine festgestellten Verstöße gegen die 12-Uhr-Regel (seit 1. April 2026 dürfen Preise nur einmal täglich um 12:00 Uhr steigen). Unsere Erkennung erfasst zudem nicht jede Erhöhung, ein Rückgang der erfassten Fälle beweist also keinen Rückgang der tatsächlichen; das erklärt der Methodenkasten im Preis-Watchdog.
Was bringt der Tankrabatt ab Oktober?
Bei voller Weitergabe senkt der Tankrabatt den Literpreis vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 um rund 16,7 Cent. Am ersten Tag, dem 1. Oktober 2026, lag Diesel im Tagesschnitt bei 2,252 € und damit 14,1 Cent unter dem 30. September; Super E10 fiel um 14,2 Cent auf 2,104 €, Super E5 um 14,1 Cent auf 2,162 €.
Der Bundesrat hat am 25. September 2026 die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um je 14,04 Cent je Liter gebilligt; mit Mehrwertsteuer ergeben sich daraus die rund 16,7 Cent. Eine gesetzliche Pflicht zur vollständigen Weitergabe gibt es laut Bundesrat nicht. Wie viel vom Rückgang am 1. Oktober auf die Steuer zurückgeht, lässt sich aus einem einzelnen Tagesschnitt nicht ablesen: Er enthält auch die Marktbewegung des Tages, und am 1. Oktober meldeten mit 15.041 auffällig mehr Tankstellen als im Septemberschnitt (14.535), was den Durchschnitt selbst verschieben kann.
Zielwerte bei voller Weitergabe für den Bund und die Länder an den Enden der Rangfolge stehen in unserer Analyse zur Tankrabatt-Weitergabe. Unabhängig vom Rabatt bleibt der größte Hebel im Alltag die Uhrzeit: Weil Preise nur um 12:00 Uhr steigen dürfen, ist der Vormittag in der Regel günstiger. Unser Ratgeber, wann man am besten tankt, zeigt den gemessenen Tagesverlauf.
Woher stammen die Zahlen?
Alle Werte beruhen auf den amtlichen Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Tankstellen müssen jede Preisänderung bei Super E5, Super E10 und Diesel innerhalb von fünf Minuten melden. Wir beziehen die Daten über den nächtlichen Datendump von Tankerkönig.
Grundlage sind zeitgewichtete Tagesdurchschnitte aller meldenden Tankstellen, je Tag bundesweit und je Bundesland. Ein Monatswert ist der Mittelwert dieser Tagesdurchschnitte. Für den September lagen Daten an allen 30 Tagen vor, im Schnitt von 14.535 Tankstellen am Tag. Frühere Monatsreports mittelten noch die einzelnen Stationswerte direkt; deshalb können Juliwerte hier um einige Zehntel Cent vom damaligen Report abweichen (Diesel 2,106 € statt 2,102 €). Die Ursache der höheren Stationszahl am 1. Oktober haben wir nicht geprüft. Die Septemberränge der Tabelle beruhen auf den gerundeten Werten (Gleichstand ergibt denselben Rang), die Augustränge auf den ungerundeten Monatswerten. Die Daten zeigen Durchschnittspreise, keine Preise einzelner Tankstellen, und sie erklären nicht, warum Preise steigen oder fallen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch war der Dieselpreis im September 2026?
Im bundesweiten Monatsschnitt kostete Diesel im September 2026 2,395 € pro Liter. Das sind 16,4 Cent mehr als im August und der höchste Monatswert seit Januar 2026; der bisherige Spitzenmonat April lag bei 2,250 €.
Wann war Tanken im September 2026 am teuersten?
Am 16. September 2026 erreichten alle drei Sorten ihr Monatshoch, Diesel mit einem Tagesschnitt von 2,477 €. Am günstigsten war der 1. September mit 2,247 € für Diesel. Bis zum Monatsende fiel Diesel wieder auf 2,393 €.
Wie viel teurer als Benzin war Diesel im September 2026?
Diesel kostete im September 2026 im Schnitt 12,2 Cent mehr als Super E10. Größer war der Abstand seit Januar nur im März und April; im Juli waren beide Sorten noch praktisch gleich teuer.
Ist der Tankrabatt im Oktober 2026 an der Zapfsäule angekommen?
Am ersten Tag, dem 1. Oktober 2026, lag Diesel im Tagesschnitt 14,1 Cent unter dem 30. September, Super E10 14,2 Cent. Bei voller Weitergabe der Steuersenkung wären es rund 16,7 Cent. Ein einzelner Tag, der auch Marktbewegungen enthält, erlaubt aber noch kein Urteil.
Welches Bundesland war im September 2026 beim Benzin am günstigsten?
Super E10 war im September 2026 in Bayern am günstigsten (2,229 €) und in Brandenburg am teuersten (2,308 €). Die Spanne zwischen beiden Ländern betrug 7,9 Cent und war damit fast doppelt so groß wie beim Diesel.
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