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Dieselpreis auf Rekordhoch: 2,477 € je Liter im September

Dieselpreis auf Rekordhoch: 2,477 € am 16. September 2026, zuletzt 10,7 Cent über Super E5, um 11 Uhr aber 17,1 Cent billiger als um 13 Uhr.

Inhaltsverzeichnis

Wie hoch ist der Dieselpreis-Rekord im September 2026?

Der Dieselpreis hat seinen Rekord am Mittwoch, dem 16. September 2026, erreicht: 2,477 € je Liter im bundesweiten Tagesschnitt, der höchste Wert seit Beginn unserer Datenreihe am 1. Januar 2026. Das sind 3,3 Cent mehr als der frühere Jahreshöchstwert von 2,444 € am 7. April. Auch der ADAC meldet, Diesel habe seinen Höchststand vom 7. April überschritten und sei so teuer wie nie zuvor. Für Donnerstag, den 17. September, nennt der Club 2,471 €, unsere Auswertung ergibt für denselben Tag 2,474 €.

Seit dem Rekordtag gibt der Preis leicht nach. Am Freitag, dem 18. September, dem jüngsten Tag mit vollständigen Daten, kostete Diesel 2,451 €. Die Tabelle zeigt ausgewählte Tagesmittel seit dem 7. September, berechnet aus den amtlichen Meldungen von je nach Wochentag rund 14.200 bis 14.800 Tankstellen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Den Stand der Dieselpreise in einzelnen Städten zeigt die Preisübersicht.

TagDieselSuper E5Super E10Abstand Diesel zu Super E5
7. September2,320 €2,324 €2,266 €−0,4 Cent
10. September2,348 €2,313 €2,255 €3,5 Cent
11. September2,393 €2,327 €2,269 €6,6 Cent
15. September2,431 €2,366 €2,308 €6,5 Cent
16. September2,477 €2,381 €2,323 €9,6 Cent
17. September2,474 €2,365 €2,308 €10,9 Cent
18. September2,451 €2,344 €2,286 €10,7 Cent

Auch beide Benzinsorten erreichten am 16. September ihren Höchstwert in unseren Daten. Für Super E10 hatte der ADAC bereits für den 15. September einen Rekordwert von 2,300 € gemeldet. Den E10-Rekord behandelt der Wochenbericht vom 17. September.

Wie schnell ist der Abstand zu Super E5 gewachsen?

Innerhalb von zehn Tagen ist aus dem Gleichstand von Diesel und Super E5 ein Dieselaufschlag von mehr als 10 Cent geworden. Am 7. September kostete Diesel noch 0,4 Cent weniger als Super E5, am 17. September waren es 10,9 Cent mehr, am 18. September 10,7 Cent. Einen so großen Abstand zu Super E5 gab es vor diesem September zuletzt am 14. April mit 11,0 Cent. Den größten Abstand des Jahres zeigt unsere Reihe für den 7. April: Damals lag Diesel 21,0 Cent über Super E5. Gegenüber Super E10 betrug der Abstand am 18. September 16,5 Cent.

Wie die Schere entstand, zeigt die Tabelle: Vom 7. bis zum 16. September stieg Diesel um 15,7 Cent, Super E5 im selben Zeitraum um 5,7 Cent. Beim Rückgang danach war es umgekehrt. Super E5 und Super E10 verloren bis zum 18. September je 3,7 Cent, Diesel nur 2,6 Cent. Dadurch wuchs der Abstand nach dem Rekordtag weiter, von 9,6 auf 10,7 Cent.

Zu Jahresbeginn war das Verhältnis noch umgekehrt. Am 1. Januar 2026 kostete Diesel 1,650 € und damit 11,2 Cent weniger als Super E5. Seitdem hat sich Diesel um 80,1 Cent verteuert, Super E5 um 58,2 Cent. Für eine Tankfüllung von 50 Litern zahlte man am 18. September 122,55 € für Diesel und 117,20 € für Super E5, ein Unterschied von 5,35 €. Den Verlauf aller drei Sorten seit Januar zeigt die Preisentwicklung.

Warum ist Diesel teurer als Benzin?

Diesel ist derzeit teurer als Benzin, weil nach Darstellung der Internationalen Energieagentur (IEA) nicht nur Rohöl, sondern Diesel selbst auf dem Weltmarkt knapp ist. Die Zusammenfassung ihres Ölmarktberichts vom 11. September 2026 trägt die Überschrift „Diesel squeeze“. Die Raffineriemargen im atlantischen Raum erreichten demnach im August Rekordwerte, vor allem wegen stark gestiegener Dieselmargen. Die Golfstaaten exportierten im August netto noch 390.000 Barrel Diesel und Gasöl pro Tag, gut ein Viertel der Menge vor Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist laut IEA weiterhin stark eingeschränkt. Die US-Energiebehörde EIA spricht in ihrem Ausblick vom 9. September von einem angespannten Weltmarkt für Destillate, zu denen Diesel gehört. Sie erwartet, dass die amerikanischen Destillatbestände im September unter 100 Millionen Barrel sinken und unter ihrem Fünfjahrestief bleiben.

Hinzu kommt der Rohölpreis. Die IEA nennt für die Nordseesorte Brent 105 US-Dollar je Barrel, 45 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn; der ADAC sprach Mitte September von knapp 110 US-Dollar. Nach Einschätzung des Clubs erklären Ölpreis und Wechselkurs das Preisniveau an den Zapfsäulen aber nur teilweise. Vor allem auf Raffinerie- und Großhandelsebene gebe es Erklärungsbedarf. Welche Bestandteile den Literpreis bilden, erklärt der Ratgeber Warum sind die Spritpreise so hoch?.

Der Aufschlag kommt zustande, obwohl Diesel steuerlich begünstigt ist. Nach § 2 des Energiesteuergesetzes fallen auf einen Liter Benzin 65,45 Cent Energiesteuer an, auf einen Liter Diesel 47,04 Cent. Der Vorteil von 18,41 Cent wächst mit der Mehrwertsteuer auf 21,9 Cent. Rechnerisch läge Diesel ohne ihn nicht 10,7 Cent, sondern 32,6 Cent über Super E5.

In welchem Bundesland ist Diesel am günstigsten?

Am günstigsten war Diesel in der Woche vom 12. bis 18. September 2026 in Bayern mit 2,418 € je Liter, am teuersten in Brandenburg mit 2,463 €. Die Spanne über alle 16 Länder betrug damit nur 4,5 Cent. Bei Super E5 war sie mit 7,8 Cent deutlich größer. Im Bundesschnitt kostete Diesel in dieser Woche 2,440 € und damit 10,0 Cent mehr als in der Woche davor.

BundeslandDieselSuper E5AbstandDiesel gegenüber Vorwoche
Bayern2,418 €2,310 €10,8 Cent+9,6 Cent
Saarland2,432 €2,332 €10,0 Cent+11,9 Cent
Niedersachsen2,433 €2,366 €6,7 Cent+9,9 Cent
Hamburg2,437 €2,354 €8,3 Cent+10,4 Cent
Bremen2,440 €2,362 €7,8 Cent+9,5 Cent
Rheinland-Pfalz2,441 €2,359 €8,2 Cent+11,1 Cent
Thüringen2,441 €2,365 €7,6 Cent+8,5 Cent
Baden-Württemberg2,442 €2,335 €10,7 Cent+11,7 Cent
Nordrhein-Westfalen2,442 €2,368 €7,4 Cent+9,3 Cent
Sachsen-Anhalt2,442 €2,369 €7,3 Cent+9,3 Cent
Mecklenburg-Vorpommern2,445 €2,370 €7,5 Cent+9,6 Cent
Berlin2,452 €2,363 €8,9 Cent+10,1 Cent
Schleswig-Holstein2,454 €2,370 €8,4 Cent+9,7 Cent
Sachsen2,456 €2,387 €6,9 Cent+8,4 Cent
Hessen2,457 €2,377 €8,0 Cent+10,8 Cent
Brandenburg2,463 €2,388 €7,5 Cent+10,1 Cent

Sortiert ist die Tabelle nach dem Dieselpreis, bei gleichem Preis alphabetisch. Im Süden und Südwesten fällt der Abstand zwischen Diesel und Super E5 am größten aus: In Bayern, Baden-Württemberg und im Saarland waren es 10,0 bis 10,8 Cent, obwohl Diesel dort nicht teurer war als anderswo. Das liegt am Benzin. Super E5 kostete in Bayern 2,310 € und damit 7,8 Cent weniger als in Brandenburg. Am kleinsten war der Abstand in Niedersachsen mit 6,7 Cent und in Sachsen mit 6,9 Cent.

Der Wohnort entscheidet beim Dieselpreis in dieser Phase also wenig. Kein Land blieb vom Anstieg verschont. Selbst in Sachsen, dem Land mit dem kleinsten Plus, wurde Diesel binnen einer Woche 8,4 Cent teurer. Alle Länder mit ihren Tageswerten stehen im Bundesländer-Vergleich.

Wann tankt man Diesel am günstigsten?

Am günstigsten tankt man Diesel am späten Vormittag, vor der Preiserhöhung um 12 Uhr. In der Woche vom 12. bis 18. September 2026 kostete Diesel um 11 Uhr im Bundesschnitt 2,384 €, das war der niedrigste Stundenwert zwischen 6 und 23 Uhr. Um 13 Uhr waren es 2,555 €, der höchste. Der Sprung von 17,1 Cent ist größer als der gesamte Aufschlag gegenüber Super E5 und fast viermal so groß wie die Spanne zwischen den Bundesländern. Bei 50 Litern macht er 8,55 € aus.

Nach der 12-Uhr-Regel, die seit dem 1. April 2026 gilt, dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, und zwar um 12 Uhr. Senken dürfen sie jederzeit. Entsprechend fiel der Dieselpreis am Nachmittag und Abend von Stunde zu Stunde, erreichte das Niveau des Vormittags aber nicht mehr. Um 20 Uhr waren es 2,414 € und damit 3,0 Cent mehr als um 11 Uhr, um 23 Uhr 2,411 € und 2,7 Cent mehr. Die Kurve für alle Sorten und die Regel im Detail stehen im Ratgeber Wann tanken?.

Wer um 13 Uhr tankte, zahlte also 17,1 Cent mehr als zwei Stunden zuvor. Reicht der Tankinhalt noch, lohnt es sich, das Tanken auf den nächsten Vormittag zu legen.

Wie wurden die Zahlen berechnet?

Grundlage sind die amtlichen Preismeldungen der Tankstellen an die MTS-K, die SpritFuchs über den nächtlichen Tankerkönig-Datenabzug erhält. Für jede Station wird ein zeitgewichteter Tagesmittelwert gebildet. Der Bundesschnitt ist das Mittel über alle meldenden Stationen, am 18. September 2026 waren es 14.698. Die Länderwerte sind Mittel der sieben Tagesmittel vom 12. bis 18. September, verglichen mit dem 5. bis 11. September. Für den Tagesverlauf zählt der Preis, der zur vollen Stunde galt, gewichtet nach der Zahl der Stationen.

Der ADAC berechnet seine Tageswerte nach eigener Methode. An den Tagen, für die beide Werte vorliegen, weichen sie um weniger als einen Cent voneinander ab: Für den 15. September nannte der ADAC 2,422 € für Diesel, unsere Auswertung ergibt 2,431 €. Die Daten reichen bis zum Vortag. Sie zeigen, was Diesel gekostet hat, nicht, was er gerade kostet. Ursachen lassen sich aus Preisreihen nicht ablesen. Die Erklärungen in diesem Beitrag stützen sich deshalb auf die genannten Quellen.

Häufig gestellte Fragen

Wie teuer ist Diesel im September 2026?

Am 18. September 2026 kostete Diesel im Bundesschnitt 2,451 € je Liter. Der bisherige Höchstwert des Monats fiel auf den 16. September mit 2,477 €. Das sind 3,3 Cent mehr als der frühere Jahreshöchstwert vom 7. April.

War Diesel schon einmal so teuer?

Nein. Nach Angaben des ADAC hat Diesel im September 2026 seinen bisherigen Höchststand vom 7. April 2026 überschritten und ist so teuer wie nie zuvor. In den SpritFuchs-Tagesdaten, die am 1. Januar 2026 beginnen, ist der 16. September mit 2,477 € der teuerste Tag.

Wie groß ist der Preisunterschied zwischen Diesel und Super E10?

Am 18. September 2026 kostete Diesel 2,451 € und Super E10 2,286 €, der Unterschied betrug 16,5 Cent. Gegenüber Super E5 waren es 10,7 Cent.

Wie viel Energiesteuer steckt in einem Liter Diesel?

Auf Diesel entfallen 47,04 Cent Energiesteuer je Liter, auf Benzin 65,45 Cent. Einschließlich Mehrwertsteuer ist Diesel damit um 21,9 Cent begünstigt. Teurer ist er an der Zapfsäule trotzdem, weil der Preis vor Steuern höher liegt.

Sinken die Dieselpreise wieder?

Seit dem Höchstwert vom 16. September 2026 ist Diesel in zwei Tagen um 2,6 Cent gefallen, Super E5 um 3,7 Cent. Ein Trend lässt sich aus zwei Tagen nicht ablesen.

Um wie viel Uhr steigen die Dieselpreise?

Um 12 Uhr. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich zu diesem Zeitpunkt erhöhen. In der Woche vom 12. bis 18. September 2026 lag Diesel um 13 Uhr 17,1 Cent über dem Wert von 11 Uhr.

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News

Spritpreise diese Woche: Super E10 auf Rekord 2,30 €

Super E10 hat am 15. September 2026 mit 2,30 € im bundesweiten Tagesschnitt ein Allzeithoch erreicht, den vierten Rekordtag in Folge (ADAC). Diesel liegt bei 2,422 € und damit nur rund drei Cent unter seinem Höchststand vom April. Auslöser ist der Ölpreis: Brent stieg über 100 US-Dollar, so hoch wie seit Ende Mai nicht, getrieben von der Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Die eigenen MTS-K-Tagesdaten datieren den Beginn des Anstiegs: Zwischen dem 28. August und dem 6. September kletterte der Diesel-Bundesschnitt um 11,9 Cent.

Ratgeber

Dieselpreis-Zusammensetzung: 47,04 Cent Energiesteuer

Rund 47,04 Cent feste Energiesteuer stecken in jedem Liter Diesel – 18,41 Cent weniger als bei Benzin. Dazu kommen die CO2-Abgabe und 19 % Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis. Bei einem Preis von 2,199 € macht der reine Produkt- und Margenanteil rund 56 % aus, die Tankstelle selbst verdient nur 5 bis 12 Cent pro Liter.

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Diesel teurer als Benzin: 7,6 Cent Aufschlag im August

Der ADAC misst am 5. August 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,204 € und damit die sechste Woche in Folge einen Anstieg, während Super E10 auf 2,128 € nachgibt. Diesel kostet jetzt 7,6 Cent mehr als Benzin, doppelt so viel Abstand wie die 5,1 Cent der Vorwoche. Der Widerspruch: Brent-Rohöl liegt bei rund 79 US-Dollar und damit etwa 17 Prozent unter dem Juli-Hoch von gut 100 US-Dollar. Im SpritFuchs-Puls aus Berlin, München und Hamburg geben die Diesel-Mediane bereits nach, während der Bundesschnitt noch steigt.

Analyse

Günstigstes Bundesland tanken: 6,3 Cent Spanne im September

In der Woche vom 28. August bis 3. September 2026 kostet Diesel im günstigsten Bundesland Saarland im Schnitt 2,213 €, im teuersten Brandenburg 2,276 € – eine Spanne von 6,3 Cent. Der Bundesschnitt liegt bei 2,248 €. Beim Benzin fallen die Länderunterschiede mit rund 8,7 Cent noch größer aus.