Günstigstes Bundesland tanken: 6,3 Cent Spanne im September
Günstigstes Bundesland tanken: 6,3 Cent trennen Saarland und Brandenburg beim Diesel im September 2026. Der komplette Ländervergleich.
Inhaltsverzeichnis
In welchem Bundesland tankt man im September 2026 am günstigsten?
Das günstigste Bundesland zum Tanken ist im September 2026 das Saarland: In den sieben Tagen bis zum 3. September kostet ein Liter Diesel dort im Schnitt 2,213 €, während Brandenburg mit 2,276 € das Schlusslicht bildet. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Land liegen damit 6,3 Cent. Der bundesweite Diesel-Schnitt beträgt im selben Zeitraum 2,248 €.
An der Spitze bleibt der Süden das Maß. Auf das Saarland folgen Baden-Württemberg mit 2,233 € und Rheinland-Pfalz mit 2,236 €, Bayern reiht sich mit 2,241 € auf Rang vier ein. Diese vier Länder tanken durchgängig am günstigsten und liegen alle unter dem Bundesschnitt. Das Saarland knüpft damit an den Juli an, als es schon einmal die Rangliste anführte, ehe es Anfang August knapp von Bayern verdrängt wurde. Am teuren Ende steht mit Brandenburg, Sachsen (2,272 €) und Sachsen-Anhalt (2,262 €) ein ostdeutsches Trio.
Bemerkenswert ist, wer diesmal fehlt. Nordrhein-Westfalen, Anfang August noch das teuerste Land, liegt mit 2,253 € nur im Mittelfeld auf Rang elf. Das teure Drittel hat seine Bewohner gewechselt: An der Preisskala ist der dünn besiedelte Osten nach oben gerückt, während der dichte Westen zurückfällt.
Wie groß ist der Preisunterschied zwischen den Bundesländern?
Beim Diesel beträgt die Spanne 6,3 Cent, beim Benzin fällt sie deutlich größer aus. Bei Super E10 reicht das Feld von 2,144 € in Baden-Württemberg bis 2,231 € in Sachsen, also 8,7 Cent; bei Super E5 sind es 8,6 Cent, von 2,202 € bis 2,288 € zwischen denselben beiden Ländern. Wer Benzin fährt, findet zwischen den Bundesländern also spürbar größere Unterschiede als beim Diesel, und mit Baden-Württemberg zugleich einen anderen Spitzenreiter als das beim Diesel führende Saarland.
Gegenüber dem Ländervergleich von Anfang August hat sich die Diesel-Spanne verengt. Damals trennten den günstigsten und den teuersten Landesschnitt 7,9 Cent, jetzt sind es 6,3 Cent. Das Mittelfeld liegt in diesem Fenster ausgesprochen dicht beieinander: Zwischen Rang fünf, Niedersachsen mit 2,243 €, und Rang vierzehn, Sachsen-Anhalt mit 2,262 €, liegen nur 1,9 Cent. Die Spanne entsteht damit fast allein an den Rändern, wo das Saarland nach unten und die beiden sächsischen Länder samt Brandenburg nach oben ausscheren. Zehn Länder drängen sich dazwischen auf einem Feld, das schmaler ist als der Abstand zwischen dem Bundesschnitt und dem Spitzenreiter.
Wie stark der günstige Rand die Spanne prägt, zeigt eine einfache Rechnung. Allein der Vorsprung des Saarlands auf das zweitplatzierte Baden-Württemberg beträgt 2,0 Cent und macht damit fast ein Drittel der gesamten Diesel-Spanne aus. Vom zweiten bis zum letzten Rang, also von Baden-Württemberg bis Brandenburg, bleiben nur noch 4,3 Cent. Das Saarland ist in dieser Woche also weniger Teil eines günstigen Blocks als ein einzelner Ausreißer nach unten, dem die übrigen süddeutschen Länder mit einigem Abstand folgen.
Spritpreise nach Bundesland: das komplette Ranking
Die folgende Tabelle listet alle 16 Bundesländer nach dem Diesel-Tagesschnitt der Woche bis zum 3. September 2026, vom günstigsten zum teuersten. Die Spalten für Super E10 und Super E5 zeigen, dass sich die Rangfolge zwischen den Sorten verschiebt: Rheinland-Pfalz etwa tankt beim Diesel günstig, rutscht beim Benzin aber ins obere Feld, während Niedersachsen beim Benzin schlechter dasteht als beim Diesel.
| Rang | Bundesland | Diesel | Super E10 | Super E5 | Stationen |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Saarland | 2,213 € | 2,149 € | 2,207 € | 190 |
| 2 | Baden-Württemberg | 2,233 € | 2,144 € | 2,202 € | 2.308 |
| 3 | Rheinland-Pfalz | 2,236 € | 2,183 € | 2,241 € | 943 |
| 4 | Bayern | 2,241 € | 2,152 € | 2,208 € | 3.112 |
| 5 | Niedersachsen | 2,243 € | 2,209 € | 2,265 € | 2.347 |
| 6 | Hamburg | 2,249 € | 2,200 € | 2,259 € | 222 |
| 7 | Bremen | 2,250 € | 2,202 € | 2,261 € | 111 |
| 8 | Thüringen | 2,251 € | 2,208 € | 2,263 € | 496 |
| 9 | Mecklenburg-Vorpommern | 2,251 € | 2,204 € | 2,262 € | 404 |
| 10 | Hessen | 2,252 € | 2,219 € | 2,276 € | 1.397 |
| 11 | Nordrhein-Westfalen | 2,253 € | 2,204 € | 2,263 € | 3.632 |
| 12 | Berlin | 2,258 € | 2,208 € | 2,267 € | 314 |
| 13 | Schleswig-Holstein | 2,261 € | 2,212 € | 2,273 € | 721 |
| 14 | Sachsen-Anhalt | 2,262 € | 2,219 € | 2,275 € | 520 |
| 15 | Sachsen | 2,272 € | 2,231 € | 2,288 € | 650 |
| 16 | Brandenburg | 2,276 € | 2,227 € | 2,285 € | 481 |
Warum führt beim Benzin ein anderes Land als beim Diesel?
Beim Benzin ist Baden-Württemberg das günstigste Land, beim Diesel das Saarland. Die beiden liegen zwar dicht beieinander, doch die Rangfolge deckt sich zwischen den Sorten nicht. Bei der Suche nach dem günstigsten Bundesland lohnt deshalb ein Blick auf die Sorte, die man tatsächlich tankt.
Am deutlichsten fällt der Unterschied bei Rheinland-Pfalz auf: Beim Diesel steht das Land mit 2,236 € auf Rang drei, beim Super E5 rutscht es mit 2,241 € dagegen ins obere Feld. Umgekehrt tanken die norddeutschen Länder Diesel vergleichsweise günstig, während ihr Benzin teurer ist als die Diesel-Platzierung erwarten lässt: Niedersachsen liegt beim Diesel auf Rang fünf, beim Super E5 mit 2,265 € aber im teureren Drittel. Solche Verschiebungen entstehen, weil sich Diesel und Benzin an unterschiedlichen Großhandelsmärkten orientieren und regional verschieden nachgefragt werden. Zwischen den beiden Benzinsorten bleibt der Abstand dagegen konstant: Super E5 kostet bundesweit knapp sechs Cent mehr als Super E10, weil dem E10 ein höherer Ethanolanteil beigemischt ist.
Warum liegt der Osten jetzt an der Spitze der Preisskala?
Ein fester Zusammenhang zwischen Tankstellendichte und Preis lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen. Nordrhein-Westfalen betreibt mit 3.632 Stationen das dichteste Netz aller Länder und liegt trotzdem nur im Mittelfeld, während das Saarland mit gerade 190 Stationen am günstigsten tankt. Auch das ostdeutsche Trio an der teuren Spitze zählt nicht zu den dünnsten Netzen: Sachsen hat 650, Brandenburg 481 Stationen. Ein simples „mehr Stationen, niedrigere Preise“ tragen die Daten nicht.
Dass die Rangfolge kein Naturgesetz ist, zeigt der Vergleich mit dem Vormonat. Anfang August führte Nordrhein-Westfalen die teure Seite an, das östliche Feld lag noch im Mittelfeld. Der stabile Kern des Befunds bleibt der günstige Süden; das teure Drittel dagegen tauscht von Monat zu Monat seine Bewohner. Das Bundeskartellamt führt regionale Unterschiede in seiner Sektoruntersuchung zu Raffinerien und Kraftstoffgroßhandel auf strukturelle Ursachen zurück: unterschiedliche Bezugskosten, die Anbindung an Häfen und Pipelines sowie den Anteil freier Marken, die den örtlichen Preisdruck erhöhen. Ostdeutschland hängt dabei an anderen Raffinerie- und Zulieferstrukturen als der Westen und Süden, was sich in den Bezugskosten der Tankstellen niederschlägt. Der ADAC betont zugleich, dass eine hohe Stationsdichte den Wettbewerb nicht automatisch verschärft und die Nähe zu günstigeren Nachbarländern den Landesschnitt kaum verschiebt.
Über die Rangfolge legt sich in dieser Woche eine kräftige Aufwärtsbewegung. Der bundesweite Diesel-Schnitt kletterte von 2,208 € am 28. August auf 2,321 € am 3. September, ein Sprung von 11,3 Cent binnen einer Woche. Auslöser ist der Rohölmarkt: Die Nordseesorte Brent notierte Anfang September bei rund 95 US-Dollar je Barrel, etwa acht Prozent über der Vorwoche. Der ADAC verweist darauf, dass der gestiegene Ölpreis das hohe Niveau an den Tankstellen nicht vollständig erklärt. Weil dieser Anstieg die Länder weitgehend im Gleichschritt erfasste, blieb die Spanne zwischen ihnen trotz der Bewegung moderat. Das Ranking gibt damit die Ordnung der Länder zueinander wieder, nicht das Preisniveau eines einzelnen Tages, das am Ende der Woche bereits über dem Wochenmittel lag.
Die günstige Spitze hält dabei auch im Tagesvergleich. Selbst am 3. September, dem teuersten Tag der Woche, standen Saarland, Baden-Württemberg und Bayern an der Spitze des Länderfelds. Das teure Ende dagegen wechselt von Tag zu Tag zwischen den ostdeutschen Ländern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Das ist ein Hinweis darauf, dass die obere Rangfolge stärker vom Meldetag abhängt als die stabile günstige Spitze, und ein zusätzliches Argument, den Wochenschnitt und nicht den Wert eines einzelnen Tages zum Maßstab zu nehmen.
Lohnt sich der Blick über die Landesgrenze beim Tanken?
Auf eine einzelne Tankfüllung gerechnet ist der Ländereffekt spürbar, aber überschaubar. Die Diesel-Spanne von 6,3 Cent summiert sich bei einer 60-Liter-Füllung auf 3,78 € Unterschied zwischen einer Fahrt im Saarland und einer in Brandenburg. Für Benzinfahrer ist der Hebel größer: Die E10-Spanne von 8,7 Cent macht bei 60 Litern 5,22 € aus. Das lohnt vor allem für zwei Gruppen: für alle, die nah an einer Landesgrenze wohnen und die günstigere Seite ansteuern können, und für Vielfahrer, die einen langen Tankstopp bewusst in ein billiges Land legen. Über ein ganzes Jahr summiert sich der Effekt: Ein Außendienstwagen mit 25.000 Kilometern Laufleistung und rund 6,5 Litern Verbrauch schluckt gut 1.625 Liter Diesel; die Landesspanne von 6,3 Cent schlägt dann mit etwa 102 € zu Buche. Das ist ein realer Betrag, aber kein Grund, Umwege zu fahren.
Das eigene Bundesland lässt sich nicht wählen, die Tankstelle und der Zeitpunkt schon. Und der Zeitpunkt ist der größere Hebel. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen den Preis nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr anheben, ihn dazwischen aber beliebig oft senken. Der günstigste Moment liegt am späten Vormittag zwischen etwa 8 und 11 Uhr, kurz vor der einzigen Anhebung des Tages. Dieses Zeitfenster bringt an einem einzelnen Tag oft so viel wie der Weg ins günstigere Nachbarland; wie es sich über den Tag verschiebt, erklärt der Ratgeber „Wann tanken?“. Ein günstiger Vormittag im teuren Land schlägt einen teuren Nachmittag im günstigen Land.
Methodik: MTS-K-Tagesdaten der Woche bis zum 3. September
Grundlage dieses Rankings sind die amtlichen Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt, die SpritFuchs über den Tankerkönig-Datendump bezieht und in einem nächtlich berechneten Rollup pro Bundesland verdichtet. Ausgewertet wurde der Zeitraum vom 28. August bis 3. September 2026, also sieben vollständige Tanktage. In diesem Fenster meldeten täglich rund 14.500 der etwa 17.800 registrierten Tankstellen Preise; am 3. September waren es 14.493. Nicht jede Station gibt an jedem Tag Werte ab.
Für jedes Bundesland und jede Sorte wurde der über die sieben Tage gemittelte Tagesdurchschnitt gebildet, gerundet auf Zehntelcent. Die Spalte „Stationen“ nennt die Zahl der insgesamt registrierten Tankstellen je Land, nicht die Zahl der täglichen Meldungen. Alle genannten Superlative beziehen sich ausschließlich auf dieses Datenfenster und den bei SpritFuchs seit dem 1. Januar 2026 erfassten Zeitraum. Die Datenlizenz ist CC BY-NC-SA 4.0. Da sich die Preise täglich ändern, verschiebt sich die Rangfolge im Mittelfeld von Woche zu Woche; der stabile Kern bleibt der günstige Süden und eine Streuung von gut sechs bis knapp neun Cent zwischen den Ländern.
Häufig gestellte Fragen
Weiterlesen bei SpritFuchs
Analyse
Günstigstes Bundesland zum Tanken: 7,9 Cent Diesel-Spanne
Im Zeitraum vom 1. bis 7. August 2026 kostet Diesel im günstigsten Bundesland Bayern durchschnittlich 2,155 €, im teuersten Nordrhein-Westfalen 2,234 € — eine Spanne von 7,9 Cent. Der Bundesschnitt liegt bei 2,203 €. Bayern und das Saarland trennen an der Spitze nur 0,4 Cent, sie liegen praktisch gleichauf.
Analyse
Günstigste Tankstädte August 2026: 23,8 Cent Spanne
Zwischen der günstigsten und der teuersten deutschen Tankstadt liegen im August 2026 genau 23,8 Cent pro Liter Diesel. Kaufbeuren in Bayern führt das SpritFuchs-Ranking mit 2,170 € an, das nordrhein-westfälische Eschweiler bildet mit 2,408 € das Schlusslicht — bei einer 60-Liter-Tankfüllung ein Unterschied von 14,28 €. Sieben der zehn günstigsten Städte liegen in Bayern, sieben der zehn teuersten in Nordrhein-Westfalen. Auffällig: Zwischen dem günstigsten Bundesland (Bayern, 2,231 €) und dem teuersten (Nordrhein-Westfalen, 2,297 €) liegen nur 6,6 Cent — der Standort innerhalb eines Landes entscheidet also stärker als das Bundesland selbst. Grundlage sind die MTS-K-Tagesdaten vom 15. bis 21. August 2026 aus rund 15.000 Tankstellen; der Bundesschnitt der Woche lag bei 2,267 € Diesel.
Analyse
Spritmarken-Ranking August 2026: 7,7 Cent Diesel-Spanne
Über 29 Tage (30. Juli bis 27. August 2026, gut 10.760 Stationen der 20 bundesweit relevanten Marken) ist AVIA XPress mit 2,193 € pro Liter Diesel die günstigste Marke, Shell mit 2,270 € die teuerste — dazwischen liegen 7,7 Cent. Die beiden Marktführer Aral (2,266 €) und Shell führen das teure Ende an, während die Discounter JET und AVIA sowie freie und Supermarkt-Tankstellen den günstigen Rand besetzen. Der Premium-Cluster liegt beim Diesel im Schnitt 4,6 Cent über dem Discount-Cluster; gegenüber dem Juli-Ranking hat sich die Spanne zwischen günstigster und teuerster Marke von 6,5 auf 7,7 Cent geweitet.
News
Spritpreise diese Woche: Benzin steigt auf 2,183 €
Super E10 steigt diese Woche auf 2,183 € (plus 2,8 Cent), Diesel gibt mit 2,232 € leicht nach — laut ADAC-Erhebung vom 2. September 2026. Getrieben wird der Ölmarkt von Brent bei rund 95 US-Dollar und der Eskalation zwischen USA und Iran. Im Mittel aus Berlin, München und Hamburg liegt Diesel bei 2,219 € und Super E5 bei 2,249 €.