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Von SpritFuchs Redaktion

Spritmarken-Ranking August 2026: 7,7 Cent Diesel-Spanne

Spritmarken-Ranking August 2026: AVIA XPress tankt am günstigsten, Aral und Shell am teuersten — 7,7 Cent Diesel-Spanne über 20 Marken.

Inhaltsverzeichnis

Spritmarken-Ranking August 2026: die günstigste und die teuerste Marke

Das Spritmarken-Ranking August 2026 führt AVIA XPress an: Über 29 Tage kostet der Liter Diesel bei dieser Marke im Bundesschnitt 2,193 € — 7,7 Cent weniger als bei Shell (2,270 €), der teuersten der 20 bundesweit ausgewerteten Marken. Zwischen diesen beiden Polen sortiert sich der gesamte deutsche Tankstellenmarkt.

Auffällig ist, wer das teure Ende besetzt. Nicht eine Nischenmarke, sondern die beiden Marktführer: Shell und Aral (2,266 €) stehen beim Diesel auf den Plätzen 20 und 19, bei Super E5 und E10 tauschen sie nur die Reihenfolge. AGIP ENI, im Juli-Ranking noch die teuerste Marke im Feld, ist im August auf einen Mittelplatz zurückgefallen. Am günstigen Rand drängen sich die üblichen Verdächtigen: AVIA XPress, Supermarkt-Tankstellen, die Sammelkategorie freie Tankstellen sowie die Discounter AVIA und JET. Das Muster ist stabil, die Namen sind es auch — verschoben hat sich vor allem der Abstand zwischen oben und unten.

Wie groß ist der Preisunterschied zwischen den Tankstellenmarken?

Beim Diesel liegen 7,7 Cent pro Liter zwischen der günstigsten und der teuersten Marke, bei Super E5 sind es 7,6 Cent, bei Super E10 7,3 Cent. Die Spanne ist über alle drei Sorten hinweg fast gleich groß, die Preisstruktur einer Marke also sortenübergreifend konsistent: Wer beim Diesel oben steht, steht es auch beim Benzin.

Die folgende Rangliste zeigt den Diesel-Bundesschnitt aller 20 bundesweit relevanten Marken über den Zeitraum 30. Juli bis 27. August 2026, geordnet vom günstigsten zum teuersten. Die Spalten Super E10 und E5 nennen die parallelen Bundesschnitte derselben 29 Tage, die Spalte Stationen die Zahl der von der Marke betriebenen Standorte im MTS-K-Datenbestand.

#MarkeDieselSuper E10Super E5Stationen
1AVIA XPress2,193 €2,110 €2,166 €211
2Supermarkt-Tankstelle2,205 €2,115 €2,175 €126
3freie Tankstelle2,206 €2,129 €2,183 €225
4AVIA2,207 €2,123 €2,183 €635
5JET2,211 €2,123 €2,183 €687
6OIL!2,211 €2,128 €2,188 €196
7Hoyer2,216 €2,129 €2,187 €137
8Raiffeisen2,218 €2,152 €2,204 €435
9CLASSIC2,220 €2,145 €2,204 €176
10bft2,222 €2,144 €2,198 €392
11HEM2,222 €2,128 €2,186 €395
12STAR2,223 €2,139 €2,199 €482
13Q12,224 €2,149 €2,204 €115
14SB2,231 €2,140 €2,199 €190
15ESSO2,235 €2,149 €2,207 €1.158
16Westfalen2,249 €2,168 €2,227 €152
17AGIP ENI2,250 €2,161 €2,222 €473
18TotalEnergies2,255 €2,163 €2,222 €744
19Aral2,266 €2,183 €2,243 €2.171
20Shell2,270 €2,179 €2,238 €1.667
Das Feld ist unten dicht gedrängt und oben lang gezogen. Zwischen Rang 1 und Rang 10 liegen gerade einmal 2,9 Cent, zwischen Rang 10 und Rang 20 dagegen 4,8 Cent. Die Trennlinie zum teuren Segment verläuft zwischen ESSO (Rang 15, 2,235 €) und Westfalen (Rang 16, 2,249 €); ab dort öffnet sich der Abstand zum Aral-, Shell- und TotalEnergies-Block. Neunzehn der zwanzig Marken bleiben innerhalb von rund fünf Cent; es ist der schmale Premium-Zipfel, der die volle Spanne auf 7,7 Cent zieht. Wer das dauerhaft aktualisierte Ranking im Blick behalten will, findet auf der Ratgeber-Seite welche Tankstellenmarke dauerhaft am günstigsten ist die laufend fortgeschriebene Auswertung.

Was kostet Diesel bei Aral, Shell und den Discountern?

Fasst man die großen Ketten und die Discounter zu zwei Gruppen zusammen, kostet der Liter Diesel im Premium-Cluster (Aral, Shell, TotalEnergies, ESSO, AGIP ENI) im Schnitt 2,259 €, im Discount-Cluster (JET, STAR, HEM, AVIA XPress, OIL!, freie und Supermarkt-Tankstellen) 2,213 €. Das sind 4,6 Cent Abstand, station-gewichtet über den gesamten Zeitraum.

ClusterDieselSuper E10Super E5Stationen
Discount-Cluster2,213 €2,127 €2,186 €2.322
Premium-Cluster2,259 €2,171 €2,231 €6.213
Als Orientierung: Der Diesel-Bundesschnitt über alle meldenden Stationen des Zeitraums liegt bei 2,233 €. Der Discount-Cluster tankt damit 2,0 Cent unter dem Mittel, der Premium-Cluster 2,6 Cent darüber. Bei Super E10 beträgt der Cluster-Abstand 4,4 Cent, bei Super E5 4,5 Cent. Auch hier verschiebt sich das Bild kaum. Ein Teil des Premium-Aufschlags ist hausgemacht: Der Cluster wird von Aral mit seinen 2.171 Stationen dominiert, der teuersten Kette im Feld. Ohne diesen Schwergewicht-Effekt fiele der Abstand etwas kleiner aus. Aktuelle Durchschnittspreise für ganz Deutschland stehen jederzeit auf der Preisübersicht mit tagesaktuellen Bundesschnitten.

Warum sind Aral und Shell im Schnitt teurer als JET?

Der Unterschied entsteht nicht am Produkt, sondern am Betrieb. Drei Treiber trennen die Discounter von den großen Ketten, und keiner davon hat mit der Qualität des Sprits zu tun.

Da ist zunächst die Kostenstruktur am Standort. Aral, Shell und TotalEnergies unterhalten Shops, Waschstraßen, Ladeinfrastruktur, Bonusprogramme und einen höheren Personalstand; diese Zusatzleistungen werden über den Literpreis mitfinanziert. AVIA XPress, JET und die Automatentankstellen verzichten auf große Teile davon und geben die Ersparnis weiter. Der Kraftstoff selbst ist derselbe: Alle deutschen Tankstellen beziehen ihre Ware aus einem gemeinsamen Raffinerie- und Großhandelsnetz und müssen DIN EN 228 und DIN EN 590 erfüllen.

Hinzu kommt die Marktposition. Aral (2.171 Stationen) und Shell (1.667 Stationen) stellen zusammen mit ESSO, TotalEnergies und JET nach Erhebungen des Bundeskartellamts rund zwei Drittel des deutschen Kraftstoffumsatzes. Die Kartellbehörde hat diese Gruppe in ihren Sektoruntersuchungen wiederholt als gemeinsam marktbeherrschend eingestuft. Diese Stellung erlaubt niedrige Grenzkosten im Einkauf und zugleich, den Aufschlag zu halten, weil der nächste sichtbare Wettbewerber selten ein Discounter ist, sondern die andere große Kette gegenüber.

Der dritte Treiber ist die regionale Verteilung, und hier hat sich seit Juli etwas verschoben. AGIP ENI, aus dem italienischen Eni-Konzern hervorgegangen, konzentriert seine 473 deutschen Stationen überproportional auf den Süden und auf Bundesstraßen mit geringer Wettbewerbsdichte, also Standorte, wie sie sich häufig in Bayern und dessen Fernstraßennetz finden. Im Juli reichte das für den Spitzenplatz der teuersten Marke; im August haben Aral und Shell diese Position übernommen, weil sie den Preisanstieg der letzten Wochen stärker weitergereicht haben als der Rest des Feldes.

Wie haben sich die Markenpreise seit Juli 2026 verändert?

Das gesamte Feld ist teurer geworden. Zwischen dem Juli- und dem August-Ranking hat der Diesel-Bundesschnitt jeder Marke um gut 22 bis 24 Cent zugelegt. Der Nachlauf des zum 30. Juni ausgelaufenen Tankrabatts und ein festerer Rohölpreis treiben die Kurve seit Anfang Juli nach oben. Interessant ist nicht der Anstieg selbst, sondern sein Tempo je Marke.

MarkeJuliAugustVeränderung
AVIA XPress1,974 €2,193 €+21,9 Cent
AGIP ENI2,038 €2,250 €+21,2 Cent
freie Tankstelle1,983 €2,206 €+22,3 Cent
JET1,985 €2,211 €+22,6 Cent
ESSO2,007 €2,235 €+22,8 Cent
TotalEnergies2,022 €2,255 €+23,3 Cent
Aral2,032 €2,266 €+23,4 Cent
Shell2,032 €2,270 €+23,8 Cent
Die beiden Marktführer stehen am unteren Rand der Tabelle, aber am oberen Rand der Veränderung: Shell (+23,8 Cent) und Aral (+23,4 Cent) haben den Anstieg am kräftigsten weitergegeben, AVIA XPress (+21,9 Cent) und AGIP ENI (+21,2 Cent) am zurückhaltendsten. Genau diese knapp zwei Cent Unterschied im Tempo erklären, warum sich die Spanne zwischen günstigster und teuerster Marke von 6,5 Cent im Juli auf jetzt 7,7 Cent geweitet hat. Die Details des Juli-Standes stehen im Spritmarken-Ranking Juli 2026.

Ein Vorbehalt gehört dazu: Die beiden Ranglisten stützen sich auf verschiedene, jeweils rund einmonatige Fenster, nicht auf denselben Kalendermonat. Der absolute Sprung von gut 22 Cent spiegelt vor allem das gestiegene Preisniveau, nicht eine Preispolitik einzelner Marken. Belastbar ist die relative Bewegung, und die zeigt: Das teure Ende zieht sich langsam vom Feld ab.

Wie viel spart die Markenwahl beim Tanken?

Konkret in Euro: Wer statt zu einer Aral- oder Shell-Station in Sichtweite zum nächsten AVIA XPress, JET oder freien Anbieter fährt, spart im Bundesschnitt der letzten 29 Tage bis zu 7,7 Cent pro Liter Diesel. Für eine 60-Liter-Füllung sind das 4,62 € pro Tankstopp; bleibt man innerhalb der realistischeren Cluster-Differenz von 4,6 Cent, sind es 2,76 €.

Über ein Jahr summiert sich das spürbar. Ein Diesel-SUV mit 18.000 Kilometern Fahrleistung und 7,5 l/100 km verbraucht rund 1.350 Liter im Jahr. Konsequent zum günstigeren Cluster getankt, ergibt das bei 4,6 Cent Abstand etwa 62 € Ersparnis; wer es zwischen dem teuersten und dem günstigsten Einzelanbieter schafft, kommt bei 7,7 Cent auf rund 104 €. Das ist kein Vermögen, aber es ist ein Betrag, der ohne Umweg und ohne Komfortverlust entsteht, allein durch die Wahl der Zapfsäule.

Nutzen Sie die Zahlen mit Augenmaß. Ein Umweg von mehreren Kilometern für einen Cent Vorteil verbrennt die Ersparnis sofort wieder. Ergiebiger ist die Kombination aus Marke und Uhrzeit: Seit der 12-Uhr-Regel des Kraftstoff-Preisanpassungsgesetzes, die seit dem 1. April 2026 nur noch eine Preiserhöhung pro Tag zulässt, ist der Vormittag vor 12 Uhr meist die günstigste Tageszeit. Der Ratgeber zum günstigsten Tankzeitpunkt zeigt, wie sich das mit der Markenwahl verbinden lässt. Ein Blick auf die Tankstellenpreise in München oder der eigenen Stadt macht sichtbar, welche günstige Marke tatsächlich in Reichweite liegt. Und weil Diesel inzwischen bei jeder Marke die teuerste Sorte ist, trifft das verschwundene Dieselprivileg an der Zapfsäule Vielfahrer besonders: Die Sorgfalt bei der Wahl zahlt sich gerade für Selbstständige und Pendler aus.

So entsteht das Spritmarken-Ranking

Grundlage sind die amtlichen Preismeldungen der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt, die SpritFuchs täglich in eine eigene Datenbank überführt und zu einem nächtlich berechneten Marken-Rollup verdichtet. Das Ranking mittelt die täglichen MTS-K-Durchschnittspreise aller Stationen über 29 Tage (30. Juli bis 27. August 2026), gruppiert nach großgeschrieben normalisierter Markenbezeichnung, sodass Schreibvarianten wie „bft“ und „BFT“ als eine Marke zählen.

Berücksichtigt sind alle 20 Marken, die im Datenbestand mit mindestens 100 aktiven Stationen bundesweit vertreten sind, zusammen gut 10.760 Standorte. Die Schwelle hält kleine, regional konzentrierte Ketten heraus, bei denen einzelne Ausreißer den Schnitt verzerren würden. Zwei Sammelkategorien laufen mit: freie Tankstellen, die keiner der großen Marken angehören, und Supermarkt-Tankstellen an Lebensmittelmärkten. Jeder Wert ist ein Durchschnitt über alle Stationen einer Marke; einzelne Standorte weichen nach oben wie unten ab, weshalb auch bei einer im Schnitt teureren Marke dauerhaft günstige Zapfsäulen existieren. Dieselben Daten speisen die tagesaktuelle Preisübersicht auf derspritfuchs.de.

Häufig gestellte Fragen

Über die 29 Tage vom 30. Juli bis 27. August 2026 führt AVIA XPress das Feld mit einem Diesel-Bundesschnitt von 2,193 € pro Liter an, dicht gefolgt von Supermarkt-Tankstellen (2,205 €), der Sammelkategorie freie Tankstellen (2,206 €) und dem Markennetz AVIA (2,207 €). Auch der Discounter JET (2,211 €) liegt am günstigen Rand. Bei Super E10 und E5 wechselt die Reihenfolge im Detail, die Spitze teilen sich aber dieselben Marken.

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Analyse

Spritmarken-Ranking Juli 2026: Sechs Cent Diesel-Aufschlag trennen Aral von AVIA XPress

30 Tage MTS-K-Daten (24. Juni bis 23. Juli 2026, gut 10.700 Stationen der 20 bundesweit relevanten Marken) zeigen: AVIA XPress ist mit 1,974 € pro Liter Diesel die günstigste bundesweit vertretene Marke, gefolgt von Supermarkt-Tankstellen (1,977 €) und der Sammelkategorie Freie Tankstellen (1,983 €). Aral (2,032 €) und Shell (2,032 €) rangieren am oberen Ende, AGIP ENI führt die Diesel-Rangliste mit 2,038 € als teuerste Marke an. Im Brent-Schock der KW30 hielt der Vier-Cent-Aufschlag des Premium-Clusters gegenüber den Discountern — beide Segmente reichten den Rohölanstieg fast identisch an die Zapfsäule weiter.

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Günstigstes Bundesland zum Tanken: 7,9 Cent Diesel-Spanne

Im Zeitraum vom 1. bis 7. August 2026 kostet Diesel im günstigsten Bundesland Bayern durchschnittlich 2,155 €, im teuersten Nordrhein-Westfalen 2,234 € — eine Spanne von 7,9 Cent. Der Bundesschnitt liegt bei 2,203 €. Bayern und das Saarland trennen an der Spitze nur 0,4 Cent, sie liegen praktisch gleichauf.

Analyse

Günstigste Tankstädte August 2026: 23,8 Cent Spanne

Zwischen der günstigsten und der teuersten deutschen Tankstadt liegen im August 2026 genau 23,8 Cent pro Liter Diesel. Kaufbeuren in Bayern führt das SpritFuchs-Ranking mit 2,170 € an, das nordrhein-westfälische Eschweiler bildet mit 2,408 € das Schlusslicht — bei einer 60-Liter-Tankfüllung ein Unterschied von 14,28 €. Sieben der zehn günstigsten Städte liegen in Bayern, sieben der zehn teuersten in Nordrhein-Westfalen. Auffällig: Zwischen dem günstigsten Bundesland (Bayern, 2,231 €) und dem teuersten (Nordrhein-Westfalen, 2,297 €) liegen nur 6,6 Cent — der Standort innerhalb eines Landes entscheidet also stärker als das Bundesland selbst. Grundlage sind die MTS-K-Tagesdaten vom 15. bis 21. August 2026 aus rund 15.000 Tankstellen; der Bundesschnitt der Woche lag bei 2,267 € Diesel.

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Spritpreis-Report Juli 2026: Diesel im Schnitt 2,102 €

Diesel kostete im Juli 2026 im Bundesschnitt 2,102 € — 28,0 Cent mehr als im Juni und der zweitgrößte Monatssprung des Jahres. Super E10 (2,103 €) und Super E5 (2,161 €) erreichten sogar ihren höchsten Monatswert seit Jahresbeginn. Am günstigsten tankte man im Saarland (2,079 €), am teuersten in Schleswig-Holstein (2,126 €).