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Spritpreise diese Woche: Super E10 auf Rekord 2,30 €

Spritpreise diese Woche: Super E10 erreicht mit 2,30 € ein Allzeithoch, Diesel steigt auf 2,422 €. Auslöser ist der Ölpreis über 100 US-Dollar.

Inhaltsverzeichnis

Warum hat Super E10 ein Allzeithoch erreicht?

Super E10 hat am 16. September 2026 im bundesweiten Tagesschnitt 2,30 € je Liter gekostet und damit einen Allzeithoch-Wert markiert, den vierten Rekordtag in Folge. Das geht aus der ADAC-Erhebung hervor. Die bisherige Bestmarke für die Sorte stammte aus dem Frühjahr 2022; seither hat kein Tageswert so hoch gelegen. Diesel notierte am selben Tag bei 2,422 € und lag damit nur noch rund drei Cent unter seinem eigenen Höchststand vom April 2026.

Was das im Alltag bedeutet, zeigt eine einfache Tankfüllung. Wer heute 60 Liter Super E10 zum Rekordwert von 2,30 € tankt, zahlt 138,00 € an der Kasse. Ende August, bei einem Bundesschnitt von 2,148 €, waren es für dieselbe Menge 128,88 €, also gut neun Euro weniger in kaum drei Wochen. Getrieben wird der Sprung vom Rohölmarkt, doch der ADAC hält das Niveau an der Zapfsäule für überzogen: Ölpreis und Euro-Dollar-Kurs erklärten die aktuellen Preise nur teilweise, weshalb der Club mehr Transparenz bei der Preisbildung fordert. Wie sich die Lage in der Fläche entwickelt, lässt sich in der bundesweiten Preisübersicht tagesaktuell nachverfolgen. Stand 17. September 2026 ist an der Zapfsäule keine Entspannung in Sicht.

Wie stark ist der Spritpreis im September gestiegen?

Der Anstieg begann Anfang September und war binnen weniger Tage heftig. Die eigenen, aus den amtlichen MTS-K-Tagesmeldungen berechneten Werte datieren den Beginn genau: Zwischen dem 28. August und dem 6. September kletterte der bundesweite Diesel-Tagesschnitt von 2,208 € auf 2,327 €, ein Plus von 11,9 Cent. Bei den Benzinsorten fiel der Zuwachs ähnlich aus, Super E5 legte um 12,4 Cent zu, Super E10 um 12,3 Cent. Das ist ein außergewöhnlich steiler Ausschlag für ein so kurzes Fenster.

DatumDieselSuper E5Super E10
28. August2,208 €2,205 €2,148 €
1. September2,247 €2,256 €2,198 €
3. September2,321 €2,309 €2,253 €
6. September2,327 €2,329 €2,271 €

Getragen wird die Auswertung von gut 14.200 Tankstellen, die am 6. September Preise gemeldet haben, also dem weit überwiegenden Teil des deutschen Netzes. Die eigene Zeitreihe reicht derzeit bis zum 6. September; die ADAC-Tageswerte führen dieselbe Kurve seither bis auf das Rekordniveau vom 16. September fort. Beide Datenquellen zeichnen dasselbe Bild, eine kurze, steile Rampe ohne Gegenbewegung. Auffällig ist vor allem, dass der Markt nach dem Sprung nicht wieder nachgab, sondern sich auf dem hohen Niveau festsetzte und weiter zulegte. Für die Einordnung heißt das auch: Der Rekord ist kein Ausreißer eines einzelnen teuren Meldetags, sondern das Ergebnis einer Woche, in der die Preise Stufe um Stufe nachgezogen sind. Genau diese Beharrlichkeit unterscheidet die aktuelle Lage von einer kurzen Preisspitze, wie sie der Sommer mehrfach gesehen hat.

Was treibt den Ölpreis nach oben?

Hinter dem Preissprung steht ein Ölmarkt in Aufruhr. Ein Barrel der Nordseesorte Brent überschritt Anfang September wieder die Marke von 100 US-Dollar und notierte damit so hoch wie seit Ende Mai nicht mehr. Auslöser ist die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus, jene Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports läuft. Nach gegenseitigen Angriffen im Persischen Golf wuchs die Sorge vor Lieferausfällen, und der Preis zog kräftig an, während die Kämpfe an der wichtigsten Öldrehscheibe der Welt nicht abrissen.

Ein steigender Rohölpreis schlägt an der Zapfsäule allerdings selten eins zu eins durch, und noch seltener so schnell wie diesmal. Der ADAC verweist darauf, dass Ölpreis und Wechselkurs das hohe Preisniveau nur teilweise erklären. Ein schwächerer Euro verteuert die in Dollar abgerechnete Rohöllieferung zusätzlich. Der Rest ist Spielraum im Groß- und Zwischenhandel, der nach oben gern schnell und nach unten zäh weitergegeben wird. Für Autofahrer heißt das: Auf einen ähnlich raschen Rückgang, sobald sich der Ölmarkt beruhigt, sollte man nicht bauen.

Diesel reagiert dabei oft empfindlicher als Benzin. Er teilt seine Rohstoffbasis mit dem leichten Heizöl, dessen Nachfrage im Herbst traditionell anzieht, wenn die Tanks für die Heizsaison gefüllt werden. Trifft eine solche saisonale Nachfrage auf ein ohnehin knappes Rohölangebot, stützen sich beide Effekte gegenseitig. Das ist ein Teil der Erklärung, warum Diesel seinem April-Höchststand mit 2,422 € so nahe kommt, obwohl der frühere Steuervorteil an der Säule längst nicht mehr durchschlägt.

Ist Diesel jetzt teurer als Benzin?

Diesel und Super E5 liegen praktisch gleichauf, mit einem hauchdünnen Vorsprung für den Ottokraftstoff. Im eigenen Tagesschnitt vom 6. September kostete Super E5 2,329 € und Diesel 2,327 €. Das über Jahre gewohnte Dieselprivileg an der Zapfsäule ist damit im Sommer 2026 verschwunden: Der Steuervorteil von gut 18 Cent, den Diesel gegenüber Benzin bei der Energiesteuer genießt, wird derzeit vom höheren Produktpreis aufgezehrt. Woraus sich ein Literpreis im Einzelnen zusammensetzt, schlüsselt der Beitrag zur Dieselpreis-Zusammensetzung auf.

Super E5 und Super E10 sind dagegen nicht direkt vergleichbar. E10 enthält einen höheren Ethanolanteil, kostet meist einige Cent weniger und hat einen geringfügig niedrigeren Energiegehalt. Am 6. September trennten die beiden Benzinsorten gut fünf Cent, mit E10 auf 2,271 €. Trotzdem ist gerade E10 die Sorte, die mit 2,30 € nun ihren eigenen Rekord aus dem Frühjahr 2022 gebrochen hat, während Diesel seinem April-Höchststand nur noch nahekommt.

Wie tankt man beim Rekord am günstigsten?

Der größte Hebel liegt beim Zeitpunkt, nicht beim Ort. Seit der 12-Uhr-Regel vom 1. April 2026 dürfen die Preise werktags erst um 12 Uhr steigen; am Vormittag zwischen 8 und 11 Uhr ist Sprit im Schnitt drei bis fünf Cent günstiger als am Nachmittag. Wer also früh tankt, spart selbst auf Rekordniveau mehr, als sich zwischen zwei Bundesländern holen lässt. Der Ratgeber zum Tankzeitpunkt ordnet die Regel und die gemessene Tageskurve ein.

Danach entscheidet der Standort. Zwischen der günstigsten und der teuersten Säule einer einzigen Stadt liegen oft mehr als 20 Cent, weit mehr als zwischen den Bundesländern. Ein Preisvergleich vor Ort lohnt sich deshalb in jeder größeren Stadt, ob in Berlin, München oder Hamburg. Welche Städte im Schnitt vorn und hinten liegen, zeigt das Städte-Ranking. Bei Preisen jenseits von 2,30 € macht schon der Vormittag den Unterschied, den man sonst quer durch die Republik suchen müsste.

Und noch etwas hilft in einer Rekordphase: Ruhe bewahren. Den Tank aus Angst vor weiter steigenden Preisen randvoll zu füllen, lohnt sich selten, denn den nächsten Ausschlag am Ölmarkt kann niemand verlässlich vorhersagen. Sinnvoller ist es, den Vormittag zu nutzen, den Preisvergleich vor der Abfahrt zu öffnen und nur so viel zu tanken, wie man ohnehin braucht. Sobald die Meldungen wieder unter die aktuellen Höchstwerte rutschen, zeigt sich das zuerst in der tagesaktuellen Übersicht, nicht in der Wochenmeldung, die dem Geschehen naturgemäß hinterherläuft.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet Super E10 gerade?

Super E10 kostet im bundesweiten Tagesschnitt 2,30 € je Liter und hat damit am 16. September 2026 ein Allzeithoch erreicht, den vierten Rekordtag in Folge (ADAC-Erhebung). Diesel liegt bei 2,422 €.

Warum steigen die Spritpreise im September 2026 so stark?

Der Rohölpreis ist der Haupttreiber: Brent überschritt Anfang September die 100-Dollar-Marke, so hoch wie seit Ende Mai nicht. Hintergrund ist die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran rund um die Straße von Hormus. Der ADAC sieht das Preisniveau damit aber nur teilweise erklärt.

Ist Diesel jetzt teurer als Benzin?

Diesel und Super E5 liegen praktisch gleichauf, im eigenen Tagesschnitt vom 6. September bei 2,327 € und 2,329 €. Das Dieselprivileg an der Zapfsäule ist damit verschwunden, weil der höhere Produktpreis den Steuervorteil aufzehrt.

Wie weit ist Diesel von seinem Rekord entfernt?

Diesel kostet 2,422 € und liegt damit nur rund drei Cent unter seinem bisherigen Höchststand vom April 2026. Bei Super E10 ist die alte Bestmarke aus dem Frühjahr 2022 dagegen bereits gefallen.

Wann tankt man beim Rekord am günstigsten?

Meist am Vormittag zwischen 8 und 11 Uhr. Seit der 12-Uhr-Regel vom 1. April 2026 dürfen die Preise werktags erst um 12 Uhr steigen, davor ist Sprit im Schnitt drei bis fünf Cent günstiger.

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News

Spritpreise diese Woche: Diesel springt auf 2,321 €

Diesel springt diese Woche auf 2,321 € (plus 8,9 Cent), Super E10 auf 2,259 € (plus 7,6 Cent), so die ADAC-Erhebung vom 9. September 2026. Auslöser ist der Ölpreis: Brent überschritt am 9. September erstmals seit dem 23. Juli wieder die 100-Dollar-Marke, getrieben von der Eskalation zwischen den USA und dem Iran am Persischen Golf. Im eigenen MTS-K-Tagesschnitt (Stand 6. September) kostet Diesel 2,327 € und liegt damit praktisch gleichauf mit Super E5.

Analyse

Günstigste Tankstädte September 2026: 18,0 Cent Spanne

Zwischen der günstigsten und der teuersten deutschen Tankstadt liegen im September 2026 genau 18,0 Cent pro Liter Diesel. Kaufbeuren in Bayern führt das SpritFuchs-Ranking zum dritten Mal in Folge an, diesmal mit 2,222 €; das nordrhein-westfälische Overath bildet mit 2,402 € das Schlusslicht — bei einer 60-Liter-Tankfüllung ein Unterschied von 10,80 €. Das günstige Ende verteilt sich diesmal auf fünf Bundesländer, während am teuren Ende Nordrhein-Westfalen mit sieben der zehn teuersten Städte klar dominiert. Auffällig: Zwischen dem günstigsten Bundesland (Saarland, 2,264 €) und dem teuersten (Sachsen, 2,325 €) liegen nur 6,1 Cent — der Standort innerhalb eines Landes entscheidet damit fast dreimal so stark wie das Bundesland selbst. Grundlage sind die MTS-K-Tagesdaten vom 31. August bis 6. September 2026 aus rund 14.200 Tankstellen; der Bundesschnitt der Woche lag bei 2,295 € Diesel.

Analyse

Günstigstes Bundesland tanken: 6,3 Cent Spanne im September

In der Woche vom 28. August bis 3. September 2026 kostet Diesel im günstigsten Bundesland Saarland im Schnitt 2,213 €, im teuersten Brandenburg 2,276 € — eine Spanne von 6,3 Cent. Der Bundesschnitt liegt bei 2,248 €. Beim Benzin fallen die Länderunterschiede mit rund 8,7 Cent noch größer aus.

Ratgeber

Dieselpreis-Zusammensetzung: 47,04 Cent Energiesteuer

Rund 47,04 Cent feste Energiesteuer stecken in jedem Liter Diesel — 18,41 Cent weniger als bei Benzin. Dazu kommen die CO2-Abgabe und 19 % Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis. Bei einem Preis von 2,199 € macht der reine Produkt- und Margenanteil rund 56 % aus, die Tankstelle selbst verdient nur 5 bis 12 Cent pro Liter.