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Ölpreis sinkt: Diesel erst 5,2 Cent billiger

Ölpreis sinkt: Brent fiel am 22. September unter 100 Dollar, Diesel ist seit dem Rekord vom 16. September aber nur 5,2 Cent billiger.

Inhaltsverzeichnis

Ölpreis sinkt: Wie viel billiger ist Tanken geworden?

Der Ölpreis ist deutlich gefallen, die Spritpreise nur ein Stück: Seit seinem Rekord vom 16. September 2026, dem teuersten Tag in den SpritFuchs-Daten seit 1. Januar 2026, ist Diesel im Bundesschnitt erst 5,2 Cent billiger geworden, Super E10 um 5,6 Cent. Das zeigen die amtlichen Tagesdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) bis zum 22. September. Am selben Tag schloss die Nordseesorte Brent nach Angaben des ADAC unter 100 US-Dollar je Barrel, mehr als zehn Dollar unter dem Wert der Vorwoche.

Gemessen am Anstieg davor ist der Rückgang an der Zapfsäule klein. Der ADAC hält das Preisniveau trotz des gesunkenen Ölpreises für „weiterhin zu hoch“ und sieht auf Raffinerie- und Großhandelsebene „Erklärungsbedarf“. Die aktuellen Spritpreise zeigen den Stand für ganz Deutschland. Stand dieses Beitrags: 24. September 2026.

Wie viel vom Anstieg ist an der Zapfsäule wieder weg?

Beim Diesel ist knapp ein Fünftel des September-Anstiegs wieder weg, bei Super E10 knapp ein Drittel. Diesel war vom 28. August bis zum 16. September um 26,9 Cent auf 2,477 € gestiegen und bis zum 22. September um 5,2 Cent zurückgegangen. Super E10 hatte vom 27. August bis zum 16. September 18,4 Cent zugelegt und 5,6 Cent davon wieder abgegeben.

Tag (2026)Super E5Super E10Diesel
Mi, 16. September2,381 €2,323 €2,477 €
Do, 17. September2,365 €2,308 €2,474 €
Fr, 18. September2,344 €2,286 €2,451 €
Sa, 19. September2,340 €2,283 €2,446 €
So, 20. September2,346 €2,288 €2,457 €
Mo, 21. September2,340 €2,282 €2,449 €
Di, 22. September2,325 €2,267 €2,425 €
Veränderung−5,6 Cent−5,6 Cent−5,2 Cent

Die Reihe verläuft nicht glatt: Am Sonntag, dem 20. September, zogen alle drei Sorten noch einmal an; beim Diesel kam der größte Tagesschritt nach unten erst am 22. September. Für 50 Liter Diesel macht der Rückgang seit dem Rekord 2,60 € aus, der Anstieg davor hatte dieselbe Tankfüllung um 13,45 € verteuert. Den Verlauf seit Jahresbeginn zeigt die Preisentwicklung.

Der Abstand zwischen Diesel und Super E10 ist im September gewachsen. Am 28. August kostete Diesel 6,0 Cent mehr als Super E10, am 22. September waren es 15,8 Cent. Den aktuellen Dieselpreis je Bundesland zeigt die Seite zu den Dieselpreisen.

Warum meldet der ADAC beim Diesel sogar ein Plus?

Der ADAC vergleicht Wochenwerte, und sein Vorwochenwert stammt aus der Zeit vor dem Diesel-Rekord. In seiner Erhebung vom 23. September kostet Super E10 2,267 € und damit 3,3 Cent weniger als in der Vorwoche, Diesel 2,428 € und 0,6 Cent mehr. Der Rückgang nach dem 16. September hat den Anstieg bis dahin in der ADAC-Reihe also noch nicht ganz ausgeglichen.

Die ADAC-Werte und die SpritFuchs-Tagesmittel sind unterschiedlich erhoben und lassen sich nicht miteinander verrechnen. Auch der ADAC-Wochenvergleich zeigt Diesel aber hinter Benzin.

In welchen Bundesländern ist Diesel am stärksten gefallen?

Am stärksten fiel Diesel in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg. In Berlin sank der Diesel-Tagesschnitt vom 16. auf den 22. September um 8,7 Cent auf 2,406 €, in Hamburg um 8,6 Cent auf 2,404 €. Am wenigsten gab Diesel im Saarland nach: minus 3,3 Cent auf 2,424 €.

Super E10 fiel am stärksten in Rheinland-Pfalz (7,3 Cent) und am schwächsten in Bayern (3,5 Cent); im Saarland sank es um 6,1 Cent. Gefallen sind die Preise in allen 16 Ländern bei beiden Sorten.

Warum ist der Ölpreis gefallen?

Händler hoffen auf ein Ende des Iran-Kriegs. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa-AFX vom 21. September 2026 sanken die Ölpreise den vierten Handelstag in Folge; Brent zur Lieferung im November rutschte bis auf 99,54 US-Dollar, den tiefsten Stand seit dem 9. September. In der Woche zuvor hatte Brent zeitweise an der Marke von 110 Dollar gekratzt.

US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er sei „wahrscheinlich“ zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian am Rande der UN-Generalversammlung bereit. Zudem gab es laut dpa-AFX Meldungen, dass saudische Öllieferungen wieder verstärkt die Straße von Hormus passieren. Die Analystin Xuyi Zhao von Guotai Junan Futures erwartet, dass sich Brent um 100 Dollar einpendelt. Seit Jahresbeginn hat sich Rohöl laut dpa-AFX um mehr als 60 Prozent verteuert. Welche Kostenbestandteile sonst im Literpreis stecken, erklärt der Ratgeber Warum sind Spritpreise so hoch?

Wird Tanken im Oktober billiger?

Billiger wird es ab 1. Oktober, sofern der Tankrabatt rechtzeitig in Kraft tritt und der Ölpreis nicht wieder steigt. Der Finanzausschuss des Bundestags hat am 23. September 2026 einer Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter zugestimmt, mit Mehrwertsteuer sind das bis zu rund 17 Cent. Gelten soll sie vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026. Die letzte Beratung im Plenum des Bundestags ist für Freitag, den 25. September, vorgesehen.

Ob der Ölpreis unter 100 Dollar bleibt, ist offen; die Gründe für den Rückgang hängen an diplomatischen Signalen. Was die bis zu rund 17 Cent gemessen am September-Anstieg bedeuten und ob sich Warten bis zum 1. Oktober lohnt, rechnet der Beitrag zum Tankrabatt ab Oktober durch.

Wann tankt man jetzt am günstigsten?

Am günstigsten ist es kurz vor 12 Uhr. Seit dem 1. April 2026 gilt die 12-Uhr-Regel: Tankstellen dürfen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, danach fallen sie langsam wieder. Der ADAC rät in seiner Mitteilung vom 23. September ebenfalls, kurz vor 12 Uhr zu tanken. Die gemessene Kurve für jede Stunde steht im Ratgeber Wann tanken?.

Reicht der Tank noch einige Tage, kann man mit Blick auf den geplanten Tankrabatt ab 1. Oktober auch nur einen Teil tanken.

Wie wurden die Zahlen berechnet?

Die eigenen Werte sind zeitgewichtete Tagesmittel aller meldenden Tankstellen in Deutschland, berechnet nächtlich aus den amtlichen MTS-K-Preismeldungen (Datendump von Tankerkönig, rund 14.700 Stationen am 22. September 2026). Der jüngste verfügbare Tag ist der 22. September; neuere Tage fehlen noch, weil der Import über Nacht läuft. Die Veränderungen vergleichen den 16. mit dem 22. September; Wochenmittel sind dafür ungeeignet, weil sie den Rekordtag in das neue Fenster ziehen und den Rückgang verdecken. ADAC-Werte stammen aus der ADAC-Erhebung und sind als solche gekennzeichnet.

Häufig gestellte Fragen

Warum sinken die Spritpreise nicht, obwohl der Ölpreis fällt?

Sie sinken, aber langsamer. Neben dem Rohöl bestimmen der Euro-Dollar-Kurs und die Produktmärkte für Benzin und Diesel den Preis. Der ADAC sieht den Ölpreisrückgang bislang nur teilweise an den Zapfsäulen und fordert Erklärungen von Raffinerien und Großhandel.

Wie stark ist Diesel seit dem Rekord gefallen?

Vom Höchstwert 2,477 € am 16. September 2026 ging der Diesel-Bundesschnitt bis zum 22. September auf 2,425 € zurück, ein Minus von 5,2 Cent. Das ist knapp ein Fünftel des Anstiegs seit Ende August.

Wie tief ist der Ölpreis gefallen?

Brent zur Lieferung im November rutschte am 21. September 2026 bis auf 99,54 US-Dollar je Barrel, den tiefsten Stand seit dem 9. September (dpa-AFX). Am 22. September schloss Brent laut ADAC unter 100 US-Dollar.

Wird Tanken im Oktober billiger?

Geplant ist ein Tankrabatt vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026: Die Energiesteuer soll um 14,04 Cent je Liter sinken, mit Mehrwertsteuer um bis zu rund 17 Cent. Die abschließende Plenarberatung im Bundestag ist für den 25. September vorgesehen. Wohin der Ölpreis geht, ist offen.

Wann ist Tanken am Tag am günstigsten?

Kurz vor 12 Uhr. Seit der 12-Uhr-Regel vom 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, danach sinken sie langsam wieder.

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Analyse

Dieselpreis auf Rekordhoch: 2,477 € je Liter im September

Diesel hat am 16. September 2026 im Bundesschnitt 2,477 € je Liter gekostet, der höchste Wert unserer Datenreihe seit dem 1. Januar 2026; auch nach Angaben des ADAC war Diesel nie zuvor so teuer. Am 18. September lag Diesel 10,7 Cent über Super E5, am 7. September waren beide Sorten noch fast gleich teuer. Zwischen den Bundesländern lagen zuletzt nur 4,5 Cent, zwischen 11 und 13 Uhr dagegen 17,1 Cent.

Analyse

Tankrabatt ab Oktober: Reichen 17 Cent?

Vom 1. Oktober bis Ende 2026 soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent sinken, mit Mehrwertsteuer sind das 17 Cent je Liter; Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Diesel hat sich im Bundesschnitt allein vom 1. bis 19. September 2026 um 19,9 Cent auf 2,446 € verteuert, also um mehr als die Entlastung, bei Super E10 waren es 8,5 Cent. Vom Literpreis gingen am 19. September bei Super E10 50,4 % an den Staat, bei Diesel 41,1 %.

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Spritpreise diese Woche: Super E10 auf Rekord 2,30 €

Super E10 hat am 15. September 2026 mit 2,30 € im bundesweiten Tagesschnitt ein Allzeithoch erreicht, den vierten Rekordtag in Folge (ADAC). Diesel liegt bei 2,422 € und damit nur rund drei Cent unter seinem Höchststand vom April. Auslöser ist der Ölpreis: Brent stieg über 100 US-Dollar, so hoch wie seit Ende Mai nicht, getrieben von der Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Die eigenen MTS-K-Tagesdaten datieren den Beginn des Anstiegs: Zwischen dem 28. August und dem 6. September kletterte der Diesel-Bundesschnitt um 11,9 Cent.

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Spritpreise diese Woche: Diesel springt auf 2,321 €

Diesel springt diese Woche auf 2,321 € (plus 8,9 Cent), Super E10 auf 2,259 € (plus 7,6 Cent), so die ADAC-Erhebung vom 9. September 2026. Auslöser ist der Ölpreis: Brent überschritt am 9. September erstmals seit dem 23. Juli wieder die 100-Dollar-Marke, getrieben von der Eskalation zwischen den USA und dem Iran am Persischen Golf. Im eigenen MTS-K-Tagesschnitt (Stand 6. September) kostet Diesel 2,327 € und liegt damit praktisch gleichauf mit Super E5.