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Tankrabatt ab Oktober: Reichen 17 Cent?

Tankrabatt ab Oktober 2026: Geplant sind 17 Cent weniger je Liter, doch Diesel stieg allein vom 1. bis 19. September um 19,9 Cent.

Inhaltsverzeichnis

Was bringt der Tankrabatt ab Oktober 2026?

Der Tankrabatt ab Oktober 2026 soll Benzin und Diesel um 17 Cent je Liter verbilligen. Vom 1. Oktober bis Ende 2026 soll die Energiesteuer um 14 Cent sinken, die darauf entfallende Mehrwertsteuer kommt hinzu. Rechnerisch ergibt das 16,7 Cent, die Bundesregierung spricht von 17 Cent. Darauf haben sich Bund und Länder am 18. September 2026 verständigt.

Stand 21. September 2026 ist das eine politische Einigung, noch kein Gesetz. Nach einem dpa-Bericht vom 20. September könnte der Bundestag den Entwurf am Mittwoch, dem 23. September, erstmals beraten und am Freitag, dem 25. September, verabschieden. Danach wäre der Bundesrat am Zug. Die Bundesregierung beziffert die Entlastung auf rund 2,5 Milliarden €, von denen die Länder 1,25 Milliarden € tragen sollen. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein Spritpreisdeckel folgen.

Es ist der zweite Tankrabatt dieses Jahres. Schon vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 war die Energiesteuer um 14,04 Cent gesenkt, was den Bund laut dpa rund 1,6 Milliarden € kostete. Die Neuauflage begründet die Bundesregierung mit der erneuten Eskalation im Nahost-Konflikt und der Unsicherheit an den Märkten.

Wie weit die Preise gestiegen sind, zeigen die amtlichen Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Am 16. September 2026 kostete Diesel im Bundesschnitt 2,477 € je Liter, mehr als an jedem anderen Tag unserer Datenreihe, die am 1. Januar 2026 beginnt. Die Hintergründe stehen im Beitrag zum Dieselpreis-Rekord im September 2026. Am 19. September, dem jüngsten Tag mit vollständigen Daten, waren es 2,446 € für Diesel, 2,340 € für Super E5 und 2,283 € für Super E10.

Wie viel Steuern stecken in einem Liter Benzin und Diesel?

Von einem Liter Super E10 ging am 19. September 2026 rund die Hälfte des Preises an den Staat, von einem Liter Diesel gut zwei Fünftel. Genau gerechnet entfielen bei Super E10 115,09 Cent oder 50,4 % auf Steuern und Abgaben, bei Diesel 100,63 Cent oder 41,1 %. Super E5 lag mit 49,6 % knapp unter der Hälfte. Die verbreitete Faustformel, mehr als die Hälfte des Spritpreises seien Steuern, trifft beim Benzin also ungefähr zu. Für Diesel galt sie auf diesem Preisniveau nicht.

Bestandteil je LiterSuper E10Diesel
Energiesteuer65,45 Cent47,04 Cent
CO2-Abgabe (netto, bei 55 € je Tonne)13,19 Cent14,54 Cent
Mehrwertsteuer (19 %)36,45 Cent39,05 Cent
Staat zusammen115,09 Cent (50,4 %)100,63 Cent (41,1 %)
Produkt, Vertrieb und Marge113,21 Cent (49,6 %)143,97 Cent (58,9 %)
Literpreis am 19. September 2026228,30 Cent244,60 Cent

Der Staatsanteil besteht aus drei Posten. Die Energiesteuer ist ein fester Betrag je Liter, festgelegt in § 2 des Energiesteuergesetzes: 65,45 Cent für Benzin, 47,04 Cent für Diesel. Die CO2-Abgabe aus dem nationalen Emissionshandel beträgt nach Berechnungen des ADAC beim Mindestpreis von 55 € je Tonne rund 15,7 Cent je Liter Benzin und 17,3 Cent je Liter Diesel, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer. In der Tabelle steht der Nettowert. Für 2026 gilt ein Korridor von 55 bis 65 € je Tonne.

Obendrauf kommen 19 % Mehrwertsteuer auf den gesamten Preis, also auch auf die beiden anderen Abgaben. Allein auf die 65,45 Cent Energiesteuer beim Benzin entfallen 12,44 Cent Mehrwertsteuer.

Der Prozentwert schwankt mit dem Preis, weil Energiesteuer und CO2-Abgabe nicht vom Literpreis abhängen. Am 1. Januar 2026 kostete Super E10 im Bundesschnitt 1,703 € und Diesel 1,650 €. Damals lag der Staatsanteil bei 62,1 % und 53,3 %. Seither ist der Anteil gesunken, der Betrag aber gestiegen. Die Mehrwertsteuer auf einen Liter Diesel betrug am 1. Januar 26,34 Cent, am 19. September 39,05 Cent. Das sind 12,71 Cent mehr je Liter, ohne dass ein Steuersatz geändert wurde.

Auch mit dem Tankrabatt bleibt der Staatsanteil hoch. Bliebe der Preis vor Steuern gleich und käme die Senkung vollständig an, gingen von einem Liter Super E10 noch rund 98 Cent oder 46,5 % an den Staat, von einem Liter Diesel rund 84 Cent oder 36,8 %.

Warum senkt der Bund die Steuer um 17 Cent und nicht um mehr?

Eine stärkere Senkung lässt das EU-Recht beim Diesel ohne Ausnahmegenehmigung nicht zu. Die Energiesteuerrichtlinie der EU schreibt für Diesel einen Mindeststeuerbetrag von 330 € je 1.000 Liter vor, also 33 Cent je Liter. Der deutsche Satz von 47,04 Cent liegt genau 14,04 Cent darüber. Im Mai und Juni 2026 setzte § 68 des Energiesteuergesetzes den Dieselsatz auf 330,00 € je 1.000 Liter und den Benzinsatz auf 514,10 €. Noch weniger wäre nur mit einer Ermächtigung möglich, die der Rat der EU nach Artikel 19 der Richtlinie einstimmig erteilen müsste.

Für Benzin ist Spielraum vorhanden. Der EU-Mindestbetrag für unverbleites Benzin liegt bei 359 € je 1.000 Liter. Der im Frühjahr abgesenkte deutsche Satz von 51,41 Cent je Liter lag noch 15,51 Cent darüber, mit Mehrwertsteuer sind das 18,5 Cent. Genutzt hat der Bund diesen Spielraum im Sommer 2022, als der damalige Tankrabatt Benzin einschließlich Mehrwertsteuer um 35,2 Cent je Liter entlastete. 2026 fiel die Wahl beide Male auf denselben Betrag für beide Sorten. Für Oktober nennt die Bundesregierung bisher 14 Cent. Ob es wie im Frühjahr genau 14,04 Cent werden, steht erst im Gesetzestext.

Reichen 17 Cent Tankrabatt aus?

Für Dieselfahrer gleichen 17 Cent nicht einmal den Anstieg seit Monatsbeginn aus. Vom 1. bis zum 19. September 2026 ist Diesel im Bundesschnitt um 19,9 Cent gestiegen, von 2,247 € auf 2,446 €. Der Tankrabatt nimmt davon rechnerisch 16,7 Cent zurück. Anders bei Super E10: Dort betrug der Anstieg im selben Zeitraum 8,5 Cent, die Entlastung ist also fast doppelt so groß.

Sorte1. Januar 20261. September 202619. September 2026abzüglich 16,7 Cent
Diesel1,650 €2,247 €2,446 €2,279 €
Super E101,703 €2,198 €2,283 €2,116 €
Super E51,762 €2,256 €2,340 €2,173 €

Die letzte Spalte unterstellt, dass die Senkung vollständig weitergegeben wird und sich sonst nichts ändert. Selbst dann würde Diesel 2,279 € kosten. Auf oder unter diesem Wert lag der Bundesschnitt zuletzt am 1. September. Super E10 läge bei 2,116 € und damit auf dem Niveau vom 10. August, als der Bundesschnitt 2,115 € betrug. Den Stand in einzelnen Städten zeigen die Übersichten der Dieselpreise und der E10-Preise.

Die Zwei-Euro-Marke bliebe für alle drei Sorten außer Reichweite. Unter 2 € lag Super E10 in unseren Tagesdaten zuletzt am 30. Juni 2026 mit 1,955 €. Das war der letzte Tag des ersten Tankrabatts. Diesel kostete in unseren Tagesdaten zuletzt am 8. Juli weniger als 2 €.

Noch deutlicher wird das Verhältnis seit Jahresbeginn. Seit dem 1. Januar 2026 hat sich Diesel um 79,6 Cent verteuert, Super E10 um 58,0 Cent. Der Rabatt gleicht beim Diesel rund ein Fünftel dieses Anstiegs aus. Wie sich alle drei Sorten in den vergangenen 90 Tagen bewegt haben, zeigt die Preisentwicklung.

Eine Tankfüllung von 50 Litern wird bei voller Weitergabe um 8,35 € billiger. Ein Beispiel für das ganze Quartal: Ein Auto, das 7 Liter auf 100 Kilometer verbraucht und im Monat 1.000 Kilometer fährt, braucht von Oktober bis Dezember 210 Liter. Daraus ergibt sich eine Ersparnis von 35,07 €. Das ist spürbar, führt aber nicht zu den Preisen vom Jahresanfang zurück. Der größte Block im Dieselpreis ist mit 143,97 Cent der Preis vor Steuern, und an ihm ändert eine Steuersenkung nichts.

Kommt der Tankrabatt an der Zapfsäule an?

Vom ersten Tankrabatt im Mai und Juni 2026 kam nach Schätzung des Bundeskartellamts der größte Teil an, aber nicht alles: bei Diesel 13,8 von 16,7 Cent, bei Super E5 13 Cent. Das entspricht 82,6 % und 77,8 %, wie die Behörde am 10. Juli 2026 berichtete. Ihre Berechnungen deuten eher auf die Preissetzung der Tankstellen als auf den Großhandel. Die durchschnittliche Bruttomarge der Tankstellen lag in der Rabattzeit bei Diesel knapp 3,3 Cent und bei Super E5 knapp 1,9 Cent über dem Wert des ersten Quartals. Die Einzelheiten stehen in unserer Auswertung des Bundeskartellamt-Berichts.

Das ifo-Institut kommt zu anderen Zahlen. Nach seiner Auswertung kam die Entlastung laut dpa bei Benzin nahezu vollständig an, bei Diesel mit durchschnittlich 12 Cent. Die Bundesregierung wertet die Senkung vom Frühjahr als weitgehend angekommen.

Unsere Tagesdaten zeigen den ersten Rabatt an beiden Stichtagen, beim Auslaufen stärker als beim Start.

Sorte30. April1. MaiVeränderung29. Juni1. JuliVeränderung
Diesel2,195 €2,058 €−13,7 Cent1,789 €1,982 €+19,3 Cent
Super E102,106 €1,970 €−13,6 Cent1,864 €2,039 €+17,5 Cent
Super E52,164 €2,027 €−13,7 Cent1,921 €2,096 €+17,5 Cent

Vom 30. April auf den 1. Mai fielen die Tagesmittel um 13,6 bis 13,7 Cent, das entspricht gut vier Fünfteln der Steuersenkung. Beim Auslaufen vergleicht die Tabelle zwei Tage, weil nach Darstellung des Bundeskartellamts wegen der 12-Uhr-Regel ein Teil der Erhöhung vorgezogen wurde. Vom Diesel-Anstieg fielen in unseren Daten 10,9 Cent auf den 30. Juni und 8,4 Cent auf den 1. Juli. Das Bundeskartellamt beziffert die Aufschläge rund um den 1. Juli auf etwa 17 bis 19 Cent, stuft sie als erwartbar ein und verweist auf gleichzeitig gestiegene Beschaffungskosten.

Aus Preisreihen allein lässt sich nicht ablesen, welcher Teil einer Bewegung auf die Steuer zurückgeht und welcher auf den Ölmarkt. Das gilt auch für die Tage nach dem Start: Bis zum 5. Mai war Super E10 wieder auf 2,027 € gestiegen. Kommen wie im Frühjahr 13,8 Cent beim Diesel an, schrumpft die Quartalsersparnis aus dem Beispiel von 35,07 € auf 28,98 €.

Was sagen Ökonomen zum neuen Tankrabatt?

Mehrere prominente Ökonomen lehnen den neuen Tankrabatt ab. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), nannte ihn laut dpa-AFX „teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv“. Der Rabatt verteile im Ergebnis von ärmeren zu reicheren Haushalten um. Fratzscher fordert stattdessen direkte Zahlungen nach dem Muster der Energiepreispauschale von 2022.

Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts, hält die Steuersenkung für einen Fehler. Der Staat könne höhere Importkosten für Energie nicht beseitigen, sondern nur umverteilen. Für niedrige Einkommen schlägt er eine einkommensabhängige Direktzahlung vor, für Fernpendler eine höhere Kilometerpauschale. Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer wandte sich im ZDF-Morgenmagazin gegen Steuerrabatte nach dem Gießkannenprinzip.

Der Einwand hat einen wahren Kern, den die Rechnung oben zeigt: Die Entlastung wächst mit dem Verbrauch. Die Bundesregierung argumentiert, die erste Senkung sei weitgehend bei den Verbrauchern angekommen und habe Preisspitzen abgefangen. Zugleich will sie die Voraussetzungen für eine einkommensbezogene Direktauszahlung schaffen. Fest steht: Der Rabatt senkt den Preis sofort, ändert aber nichts am Preis vor Steuern und läuft Ende 2026 aus.

Was ist der Spritpreisdeckel, der 2027 folgen soll?

Ein Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs ist ein staatlich berechneter Höchstpreis, den Tankstellen unterbieten, aber nicht überschreiten dürfen. Die Bundesregierung will einen solchen Deckel spätestens zum 1. Januar 2027 vorübergehend einführen und dazu Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen. Als Bedingungen nennt sie, dass die Versorgung gesichert bleibt und missbräuchliche Preisaufschläge unterbunden werden.

In Luxemburg legt das Wirtschaftsministerium die Obergrenzen nach einer Formel fest, berichtet auto motor und sport. In sie gehen unter anderem internationale Produktnotierungen, Transportkosten, Steuern und festgelegte Handelsmargen ein. Angepasst wird meist etwa zweimal im Monat. Wie die deutsche Formel aussehen soll, ist offen. Davon hängt ab, ob der Deckel die Preise spürbar drückt oder nur Spitzen kappt, wie Fratzscher erwartet. Fuest warnt, ein mit den Konzernen ausgehandelter Deckel schalte den Wettbewerb aus.

Läuft der Tankrabatt Ende 2026 aus, gilt wieder die volle Energiesteuer, so wie seit dem 1. Juli 2026. Bei der CO2-Abgabe ist zum Jahreswechsel kein zusätzlicher Sprung geplant. Das Kabinett will den Korridor von 55 bis 65 € nach Angaben des ADAC auch 2027 beibehalten, der Bundestag muss dem noch zustimmen. Die Hintergründe erklärt der Ratgeber zum CO2-Preis 2027.

Lohnt es sich, mit dem Tanken bis zum 1. Oktober zu warten?

Warten lohnt sich voraussichtlich, wenn der Tank so lange reicht, das Gesetz rechtzeitig kommt und der Ölmarkt die Entlastung nicht aufzehrt. Die richtige Uhrzeit bringt ähnlich viel, ganz ohne Gesetz. In der Woche vom 13. bis 19. September 2026 kostete Diesel um 11 Uhr im Bundesschnitt 2,389 € und um 13 Uhr 2,559 €. Der Sprung von 17,0 Cent ist so groß wie der gesamte Tankrabatt. Bei Super E10 waren es 17,2 Cent.

Hintergrund ist die 12-Uhr-Regel, die seit dem 1. April 2026 gilt. Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen, senken dürfen sie jederzeit. Die Kurve für jede Stunde des Tages steht im Ratgeber Wann tanken?.

Müssen Sie vor dem 1. Oktober tanken, dann am späten Vormittag. Vergleichen Sie dabei die Spritpreise in Ihrer Umgebung.

Wie wurden die Zahlen berechnet?

Grundlage der Preisangaben sind die amtlichen Meldungen der Tankstellen an die MTS-K, die SpritFuchs über den nächtlichen Tankerkönig-Datenabzug erhält. Für jede Station wird ein zeitgewichteter Tagesmittelwert gebildet, der Bundesschnitt ist das Mittel über alle meldenden Stationen. Am 19. September 2026 waren es 14.495. Für den Tagesverlauf zählt der Preis zur vollen Stunde, gewichtet nach der Zahl der Stationen. Die Daten zeigen, was Sprit gekostet hat, nicht, was er gerade kostet.

Für den Steueranteil wurde die Mehrwertsteuer aus dem Bruttopreis herausgerechnet, die Energiesteuer nach § 2 des Energiesteuergesetzes angesetzt und die CO2-Abgabe aus den ADAC-Werten für 55 € je Tonne abgeleitet. Rechenwege mit Emissionsfaktoren je Liter kommen auf CO2-Werte, die um bis zu 0,2 Cent abweichen. Am oberen Rand des Korridors läge der Staatsanteil bei Super E10 gut einen Prozentpunkt höher. Umgekehrt berücksichtigen diese Werte den Bioanteil im Kraftstoff nicht. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle fällt der Aufschlag bei Super E10 deshalb etwa einen Cent niedriger aus. Die Anteile sind also Näherungen. Die Spalte „abzüglich 16,7 Cent“ ist eine Beispielrechnung und keine Prognose.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann gilt der Tankrabatt 2026?

Geplant ist der 1. Oktober 2026, die Senkung soll bis Ende 2026 gelten. Stand 21. September 2026 fehlen noch die Beschlüsse von Bundestag und Bundesrat. Laut dpa könnte der Bundestag am Freitag, dem 25. September, entscheiden, danach der Bundesrat.

Wie viel spart man mit dem Tankrabatt pro Tankfüllung?

Bei voller Weitergabe sind es 16,7 Cent je Liter (gerundet 17 Cent), bei 50 Litern also 8,35 €. Beim ersten Tankrabatt im Mai und Juni 2026 kamen nach Schätzung des Bundeskartellamts bei Diesel 13,8 Cent an.

Wie hoch ist die Energiesteuer auf Benzin und Diesel?

Regulär sind es 65,45 Cent je Liter Benzin und 47,04 Cent je Liter Diesel. Der Tankrabatt soll beide Sätze um rund 14 Cent senken, im Frühjahr waren es genau 14,04 Cent. Beim Diesel wäre damit der EU-Mindestbetrag von 33 Cent je Liter erreicht.

Verdient der Staat an hohen Spritpreisen mit?

Je Liter ja, über die Mehrwertsteuer: Auf einen Liter Diesel entfielen am 1. Januar 2026 26,34 Cent Mehrwertsteuer, am 19. September 39,05 Cent. Energiesteuer und CO2-Abgabe hängen dagegen nicht vom Literpreis ab.

Wird Tanken am 1. Januar 2027 wieder teurer?

Der Tankrabatt soll Ende 2026 auslaufen, danach gilt wieder die volle Energiesteuer. Nach dem Ende des ersten Rabatts stiegen die Preise vom 29. Juni bis 1. Juli 2026 um 17,5 bis 19,3 Cent. Ob der geplante Spritpreisdeckel das abfedert, ist offen.

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Analyse

Dieselpreis auf Rekordhoch: 2,477 € je Liter im September

Diesel hat am 16. September 2026 im Bundesschnitt 2,477 € je Liter gekostet, der höchste Wert unserer Datenreihe seit dem 1. Januar 2026; auch nach Angaben des ADAC war Diesel nie zuvor so teuer. Am 18. September lag Diesel 10,7 Cent über Super E5, am 7. September waren beide Sorten noch fast gleich teuer. Zwischen den Bundesländern lagen zuletzt nur 4,5 Cent, zwischen 11 und 13 Uhr dagegen 17,1 Cent.

News

Bundeskartellamt: Bis zu 3,7 Cent vom Tankrabatt einbehalten

Am 10. Juli 2026 hat das Bundeskartellamt seine Quartalsbilanz zum Tankrabatt vorgelegt: Vom 16,7 Cent brutto großen Steuernachlass kamen bei Diesel 13,8 Cent (82,6 %) und bei Super E5 nur 13,0 Cent (77,8 %) am Zapfhahn an. Die restlichen 2,9 bis 3,7 Cent blieben laut MTS-K überwiegend als zusätzliche Tankstellenmarge hängen. Nach Auslaufen des Rabatts sprangen die Preise am 1. Juli um rund 10 Cent nach oben, und in der aktuellen Woche liegt Diesel bundesweit bei 1,953 €, E10 bei 2,024 €.

Ratgeber

Dieselpreis-Zusammensetzung: 47,04 Cent Energiesteuer

Rund 47,04 Cent feste Energiesteuer stecken in jedem Liter Diesel – 18,41 Cent weniger als bei Benzin. Dazu kommen die CO2-Abgabe und 19 % Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis. Bei einem Preis von 2,199 € macht der reine Produkt- und Margenanteil rund 56 % aus, die Tankstelle selbst verdient nur 5 bis 12 Cent pro Liter.

Ratgeber

Tankrabatt 2022: Bilanz und Lehren für 2026

Der Tankrabatt vom 1. Juni bis 31. August 2022 senkte die Energiesteuer rechnerisch um 35 Cent bei Benzin und 17 Cent bei Diesel – kam beim Diesel aber nur zu rund 74 Prozent an der Zapfsäule an. Von 3,15 Milliarden Euro Steuergeld blieben nach Schätzung des Bundeskartellamts hunderte Millionen Euro auf den vorgelagerten Marktstufen hängen. Der 2026er Rabatt wiederholte einige der Muster fast lehrbuchhaft.