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Neue Regel: Tankstellen dürfen Preise nur noch einmal täglich erhöhen

Spritpreise neue Regelung ab April 2026: Tankstellen dürfen Preise nur noch 1x täglich um 12 Uhr erhöhen. Was das Gesetz für dich als Autofahrer bedeutet.

Spritpreise neue Regelung: Was sich ab April 2026 an der Zapfsäule ändert

Heute ist der 1. April 2026. Und nein, das ist kein Scherz: Ab heute dürfen Tankstellen in Deutschland ihre Preise nur noch einmal am Tag anheben. Wer in den letzten Wochen an die Zapfsäule gefahren ist, kennt den Frust. Laut unseren SpritFuchs-Daten vom 1. April 2026 liegt der nationale Durchschnittspreis für Diesel aktuell bei satten 2,342 EUR. Super E10 kostet 2,141 EUR. Ein ständiges Auf und Ab. Damit soll jetzt Schluss sein. Wer die aktuelle Preisentwicklung verfolgt, wird künftig ein völlig neues Muster erkennen.

Warum schwanken Benzinpreise aktuell so stark?

Knapp vier Wochen nach dem Ausbruch des Iran-Nahost-Konflikts haben wir beispiellose Preissprünge erlebt. Das Bundeskartellamt (die oberste deutsche Wettbewerbsbehörde) hat die Zahlen auf den Tisch gelegt. Eine durchschnittliche Tankstelle ändert ihre Preise derzeit bis zu 22 Mal pro Tag. In der Spitze haben wir sogar 50 Preisveränderungen an einem einzigen Tag gesehen. Das ist Wahnsinn.

Für uns als Autofahrer bedeutet das puren Stress. Die Preise folgen dabei dem berüchtigten Raketen- und Feder-Effekt (Preise steigen bei teurem Rohöl rasant wie eine Rakete, sinken bei billigem Rohöl aber langsam wie eine Feder). Das neue Gesetz, das sich am österreichischen Modell orientiert, soll genau diese Dynamik brechen.

Wie oft dürfen Tankstellen ihre Preise künftig erhöhen?

Wer sich das neue Tankstellen Preise erhöhen Gesetz genau ansieht, findet klare Vorgaben. Die Spritpreis Erhöhung um 12 Uhr wird zur eisernen Regel. Punkt 12:00 Uhr mittags darf der Preis an der Anzeigetafel nach oben klettern. Danach ist Schluss. Preissenkungen bleiben hingegen rund um die Uhr erlaubt.

Wer sich nicht daran hält, zahlt. Bis zu 100.000 Euro Bußgeld drohen bei Verstößen. Die MTS-K (Markttransparenzstelle für Kraftstoffe) überwacht jede einzelne Preisänderung in Echtzeit. Wir von SpritFuchs werten diese Datenflut sekündlich aus. Schauen wir uns beispielsweise die Tankstellen in Berlin an, sehen wir in unseren Systemen sofort, wenn ein Pächter aus der Reihe tanzt.

Werden Benzin und Diesel durch die neue Regelung billiger?

Hier müssen wir ehrlich sein: Wahrscheinlich nicht. Der Düsseldorfer Ökonom Justus Haucap bezweifelt, dass die Preise durch diesen Eingriff nachhaltig sinken. Wir sehen das ähnlich. Eine ehrliche Spritpreise Prognose zeigt eher eine Beruhigung der Schwankungen als einen massiven Preissturz. Der Bundesverband Freier Tankstellen hat recht, wenn er auf die wahren Preistreiber verweist: Energiesteuer, CO2-Bepreisung und Mehrwertsteuer.

Ein Blick auf unsere regionalen Daten zeigt das Grundproblem. Am günstigsten tankt man derzeit in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 2,115 EUR für E10. Das teuerste Bundesland ist Sachsen-Anhalt mit 2,182 EUR. Auch die Spritpreise in Bayern liegen oft im Mittelfeld, aber eben auf extrem hohem Niveau. Aber die neue Preisregel ändert rein gar nichts an den staatlichen Steuern.

So profitierst du beim Preisvergleich von der Neuerung

Das Gesetz bringt uns Autofahrern trotzdem einen massiven Vorteil: Planbarkeit. Die Frage, wann tanken am günstigsten ist, lässt sich jetzt viel präziser beantworten. Da Tankstellen ab 12 Uhr mittags die Preise nur noch senken dürfen, wird der späte Nachmittag oder frühe Abend zur besten Tankzeit.

Preisvergleichs-Apps werden endlich wieder verlässlich. Wenn wir abends nach Diesel in Hamburg suchen, wissen wir, dass der Preis auf dem Weg zur Zapfsäule nicht plötzlich um 8 Cent nach oben schießt. Die Bundesregierung will das Gesetz in einem Jahr evaluieren. Wir behalten die Daten bis dahin genau im Auge und zeigen, ob die Mineralölkonzerne neue Schlupflöcher finden. Es lohnt sich, ab sofort den Wecker auf die Zeit nach 12 Uhr zu stellen und dann entspannt die Preise fallen zu sehen.



Datenstand: 1. April 2026. Preisdaten: SpritFuchs / MTS-K (Bundeskartellamt).

Häufig gestellte Fragen

Ab wann gilt die neue Preisregel für Tankstellen?
Das neue Gesetz zur Preisbindung an Tankstellen tritt am 1. April 2026 in Kraft. Ab diesem Stichtag dürfen die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel nur noch einmal täglich angehoben werden.
Um wie viel Uhr dürfen Tankstellen die Preise erhöhen?
Künftig ist eine Preiserhöhung nur noch exakt einmal am Tag um 12:00 Uhr mittags erlaubt. Preissenkungen bleiben hingegen weiterhin jederzeit möglich, um den Wettbewerb zu fördern.
Welche Strafen drohen Tankstellen bei Verstößen?
Halten sich Tankstellenbetreiber nicht an die neue Vorgabe und erhöhen die Preise mehrfach, drohen empfindliche Strafen. Das Bundeskartellamt kann in solchen Fällen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro verhängen.
Warum wurde das neue Tankstellen-Gesetz beschlossen?
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf extreme Preissprünge und hohe Volatilität, die durch den Iran-Nahost-Konflikt ausgelöst wurden. Sie soll den sogenannten Raketen- und Feder-Effekt stoppen und Autofahrern mehr Transparenz bieten.