Spritpreise diese Woche: Diesel auf 2,285 €
Spritpreise diese Woche: Diesel klettert auf 2,285 € — höchster Tageswert seit dem 13. April. Was den Sprung treibt und wo es günstiger bleibt.
Inhaltsverzeichnis
Warum steigen die Spritpreise diese Woche so deutlich?
Die Spritpreise diese Woche haben einen kräftigen Satz nach oben gemacht: Diesel kostet im bundesweiten Tagesmittel 2,285 €, das sind 4,4 Cent mehr als in der Vorwoche (2,241 €). Es ist der höchste Tageswert seit dem 13. April 2026, als der Liter zuletzt über dieser Marke lag. Super E5 klettert auf 2,241 €, Super E10 auf 2,185 €. Vom Monatstief am 6. August (2,168 €) ist Diesel damit binnen knapp zwei Wochen um 11,7 Cent gestiegen. Grundlage ist der SpritFuchs-Datenstrom aus den amtlichen MTS-K-Meldungen der Tankstellen, Stand 19. August 2026.
Der Antrieb hinter dem Anstieg kommt vom Rohölmarkt. Brent notiert bei rund 91 Dollar je Barrel, und der Brent-Sprung der Vorwoche ist inzwischen an der Säule angekommen. Ein Wochenschnitt reagiert stets mit Verzögerung: Vergangene Woche wirkte das Preisniveau noch fast stabil, weil der Durchschnitt die Tage vor dem Ölanstieg mitmittelt. Diese Trägheit läuft nun gegen den Verbraucher, denn die höheren Beschaffungskosten schlagen mit dem üblichen Nachlauf durch.
Der ADAC bestätigt die Richtung. In seiner Wochenerhebung meldet der Verband für den 19. August einen Diesel-Bundesschnitt von 2,253 € und ein Plus von 5,3 Cent, bei Super E10 nennt er 2,162 € und plus 3,7 Cent. Dass der ADAC-Wert etwas niedriger liegt als die 2,285 € aus den MTS-K-Tagesdaten, liegt an der Erhebung: Der Verband bildet einen Wochenschnitt über ausgewählte Meldezeitpunkte, der SpritFuchs-Wert ist das zeitgewichtete Tagesmittel aller meldenden Stationen. Beide Zahlen zeigen dieselbe Bewegung nach oben. Zugleich hält der ADAC das Preisniveau weiterhin für zu hoch und verweist darauf, dass Ölpreis und Niedrigwasser den Anstieg nur zum Teil erklären.
Auffällig bleibt der Abstand zwischen den Sorten. Diesel liegt mit 2,285 € inzwischen 10,0 Cent über Super E10, obwohl die Energiesteuer auf Diesel gut 18 Cent niedriger ausfällt als auf Benzin. Dass der Dieselprivileg-Vorteil an der Kasse verschwindet, ist im Sommer 2026 kein Ausrutscher mehr, sondern der Normalfall — die feste Nachfrage aus dem Güterverkehr und die schnellere Weitergabe steigender Rohölkosten drehen das gewohnte Bild um.
Wo ist Tanken diese Woche am teuersten, wo am günstigsten?
Die Spritpreise diese Woche spreizen sich deutlich zwischen den Ländern. Am günstigsten tankt Bayern mit einem Diesel-Tagesmittel von 2,252 €, gefolgt von Berlin (2,257 €) und dem Saarland (2,260 €). Am oberen Ende steht Nordrhein-Westfalen mit 2,313 €, davor Hessen (2,310 €) und Schleswig-Holstein (2,307 €). Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Flächenland liegen damit 6,1 Cent, während der Bundesschnitt bei 2,285 € liegt.
Das teurere Drittel hat einen roten Faden: Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz (2,295 €) liegen alle im Einzugsgebiet des Rheins. Das anhaltende Niedrigwasser zwingt Tankschiffe zu Teilbeladungen und verteuert so den Nachschub für Raffinerien und Lager entlang des Flusses. Eine saubere Landkarte ergibt das aber nicht: Baden-Württemberg hängt ebenfalls am Rhein und liegt mit 2,278 € nur im Mittelfeld, und Bayern tankt trotz Binnenlage am günstigsten. Die Logistik erklärt einen Teil des Bildes, nicht das ganze — genau die Einordnung, die auch der ADAC vornimmt.
Für die Praxis heißt das: Der Bundesschnitt taugt als Orientierung, entscheidet aber nichts. Wer in einem der teureren Länder wie Nordrhein-Westfalen unterwegs ist, holt mit einem gezielten Preisvergleich mehr heraus als anderswo, während in Bayern schon das Grundniveau günstiger ausfällt.
Was kostet Diesel gerade in Berlin, München und Hamburg?
In den drei größten Städten liegt Diesel spürbar unter dem Bundesschnitt. Der folgende SpritFuchs-Puls (Stand 20. August 2026) zeigt die Median-Preise im 10-Kilometer-Umkreis um das jeweilige Stadtzentrum. Er ist eine Momentaufnahme aus drei Städten, keine bundesweite Statistik, und bildet die Vormittagslage ab, bevor der Mittagsschritt greift.
| Stadt | Diesel (Median) | Super E5 (Median) | Stationen |
|---|---|---|---|
| Berlin | 2,199 € | 2,149 € | 152 |
| München | 2,229 € | 2,189 € | 134 |
| Hamburg | 2,229 € | 2,179 € | 134 |
Wann sollte man diese Woche tanken?
Am Vormittag, und in dieser Woche eher früh. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr anheben und senken sie danach in mehreren Stufen wieder. Das Fenster zwischen 8 und 11 Uhr ist deshalb verlässlich der Tiefpunkt des Tages, oft drei bis fünf Cent unter dem Nachmittag. Solange die Rohölweitergabe läuft, kommt ein zweiter Effekt hinzu: Jeder Tag ohne Tankstopp erhöht das Risiko, dass der nächste Mittagsschritt den höheren Brent-Preis bereits einpreist. Wer den Tank ohnehin leert, füllt in dieser Lage besser zeitig.
Der größere Hebel bleibt trotzdem der Ort. Der Abstand zwischen der günstigsten und der teuersten Station einer Stadt übersteigt an vielen Tagen die gesamte Wochenbewegung des Bundesschnitts. Ein Blick auf die aktuellen Spritpreise in Deutschland oder die Karte am eigenen Standort bringt mehr als jede Prognose über die nächste Ölnotierung. Für die Feinplanung des Zeitpunkts liefert der Ratgeber zum günstigsten Tankzeitpunkt die gemessene Tageskurve. Die Spritpreise diese Woche zeigen nach oben — umso mehr entscheidet sich das Sparen an Uhrzeit und Standort, nicht am Bundesschnitt.
Häufig gestellte Fragen
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News
Spritpreise diese Woche: Brent springt 10 Dollar
Der ADAC misst am 12. August 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,200 € und Super E10 bei 2,125 € — beide praktisch auf Vorwochenniveau, obwohl Brent-Rohöl binnen einer Woche um rund 10 Dollar auf gut 89 Dollar gestiegen ist. Das Preisniveau sei schon seit Wochen zu hoch, so der Verband, und Frühwerte vom Mittwoch deuten auf steigende Preise. Zusätzlich treibt Niedrigwasser am Rhein die Kosten im Westen: Bei Diesel liegt die Spanne zwischen günstigster und teuerster Region bei bis zu 8 Cent. Im SpritFuchs-Puls aus Berlin, München und Hamburg liegt der Diesel-Median bei 2,179 €.
Analyse
Günstigstes Bundesland zum Tanken: 7,9 Cent Diesel-Spanne
Im Zeitraum vom 1. bis 7. August 2026 kostet Diesel im günstigsten Bundesland Bayern durchschnittlich 2,155 €, im teuersten Nordrhein-Westfalen 2,234 € — eine Spanne von 7,9 Cent. Der Bundesschnitt liegt bei 2,203 €. Bayern und das Saarland trennen an der Spitze nur 0,4 Cent, sie liegen praktisch gleichauf.
News
Diesel teurer als Benzin: 7,6 Cent Aufschlag im August
Der ADAC misst am 5. August 2026 einen Diesel-Bundesschnitt von 2,204 € und damit die sechste Woche in Folge einen Anstieg, während Super E10 auf 2,128 € nachgibt. Diesel kostet jetzt 7,6 Cent mehr als Benzin, doppelt so viel Abstand wie die 5,1 Cent der Vorwoche. Der Widerspruch: Brent-Rohöl liegt bei rund 79 US-Dollar und damit etwa 17 Prozent unter dem Juli-Hoch von gut 100 US-Dollar. Im SpritFuchs-Puls aus Berlin, München und Hamburg geben die Diesel-Mediane bereits nach, während der Bundesschnitt noch steigt.
Analyse
Günstigster Wochentag zum Tanken: Samstag, nicht Montag
Seit der 12-Uhr-Regel hat sich der günstigste Wochentag zum Tanken umgekehrt: Nicht mehr der Montag, sondern der Samstag ist im Schnitt am billigsten, der Dienstag am teuersten. Die Diesel-Spanne zwischen beiden liegt bei 2,09 Cent – kleiner als vor der Regel und weit unter dem Uhrzeiteffekt. Basis: amtliche MTS-K-Tagespreise vom 1. Januar bis 14. August 2026.